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Einträge zum Stichwort: Down-Syndrom

Familien-Mitglieder von Menschen mit Down-Syndrom lassen sich tätowieren

Immer mehr Familien-Mitglieder von Menschen mit Down-Syndrom lassen sich tätowieren.
Sie lassen sich alle das gleiche Tattoo machen:
3 Pfeil-Spitzen, die nach oben zeigen.
So sieht das Tattoo aus:

Drei Pfeilspitzen, die nach oben zeigen, als feine Linien auf einen Unterarm tätowiert.

Das Lucky Few Tattoo

Vicky Schwertmann

Das Tattoo hat sich Mica May ausgedacht.
Sie kommt aus Texas in den USA.
Sie hat 3 Kinder.
Eins ihrer Kinder hat das Down-Syndrom.

Sie hat gemerkt: Mit den Familien von Menschen mit Down-Syndrom kommt sie leicht in Kontakt.
Sie geben sich gegen-seitig Kraft.
Und alle sind froh, dass sie ein Familien-Mitglied mit Down-Syndrom haben.
Dann hat sie sich überlegt: Das würde sie gerne mit einem Tattoo zeigen.
Darum hat sie sich das Tattoo mit den 3 Pfeil-Spitzen aus-gedacht.

Die 3 Pfeil-Spitzen stehen für das Chromosom 21.
Weil alle Menschen mit Down-Syndrom das Chromosom 21 drei-mal haben.

Die Pfeile zeigen nach oben.
Das soll zeigen: Es geht immer vorwärts.
Vielleicht denkt man zuerst: Das Leben mit einem Kind mit Down-Syndrom ist schwer.
Aber Mica May findet:
Man merkt schnell: Es ist toll.
Und man erlebt viel Neues zusammen.

Das Tattoo heißt das Lucky Few Tattoo.
Das heißt übersetzt: Die wenigen Glücklichen.

Warum heißt das Tattoo so?
Heute können Eltern schon vor der Geburt viele Untersuchungen machen.
Sie wissen schon lange vor der Geburt: Das Ungeborene hat das Down-Syndrom.
Viele Familien entscheiden sich dann gegen das Kind.
Sie lassen es ab-treiben.
Darum nennt Mica May das Tattoo lucky few tattoo.
Sie meint damit: Nur wenige Kinder mit Down-Syndrom werden geboren.
Sie sind die wenigen Glücklichen.

Immer mehr Menschen lassen sich das Tattoo stechen.
Sie teilen Fotos davon im Internet.
Sie benutzen dafür den Hashtag #theluckyfewtattoo.
[Ein Hashtag ist dieses Rauten-Zeichen:#.
Über einen Hashtag kann man nach Themen suchen.
Zum Beispiel:
Man gibt #Pizza ein.
Dann findet man alle Nachrichten und Fotos zum Thema Pizza.
Egal, wer sie geschrieben hat.
]

Hier kann man Fotos von den Tattoos sehen: #theluckyfewtattoo

TOUCHDOWN 21 sammelt Geld für Brillen

TOUCHDOWN 21 ist ein Forschungs-Projekt.
Menschen mit und ohne Down-Syndrom forschen zusammen.
Sie wollen mehr über das Down-Syndrom heraus-finden.

Gerade ist das Forschungs-Team oft in der Ukraine.
Dort arbeiten sie mit Menschen mit Down-Syndrom aus der Ukraine zusammen.
Viele Menschen in der Ukraine haben wenig Geld.
Es ist das ärmste Land in Europa.

Fast alle Menschen mit Down-Syndrom brauchen eine Brille.
Aber nur sehr wenige Menschen mit Down-Syndrom aus der Ukraine können sich eine Brille leisten.
Das will TOUCHDOWN 21 jetzt ändern.

Angela Fritzen hält ein Schild mit der 46 hoch. Charlotte Haid zeigt einen TOUCHDOWN 21 Aufkleber. Und Paul Spitzeck hält die Stofftasche.

Angela Fritzen, Charlotte Haid und Paul Spitzeck nummerieren die limitierten Taschen durch.

Katja de Bragança für Ohrenkuss

TOUCHDOWN 21 verkauft Stoff-Taschen.
Auf den Taschen ist ein Zitat aufgedruckt.
Man kann es auf Deutsch und auf Ukrainisch lesen.
Das ist das Zitat:

im Auto rauchen
glücklich
zusammen mit Freunden
Herz und Liebe

Und:

Палити у машині
Щасливий
разом із друзями
Серце і любов

Das Zitat stammt von Yevgenij Golubenzev.
Er ist ein ukrainischer Mann mit Down-Syndrom.
Und er ist Künstler.

So sieht die Tasche aus:

Eine schwarze Stofftasche mit weißer Schrift. Aufgedruckt ist ein zweisprachiges Zitat in deutsch und ukrainisch.

Die Stofftasche mit Zitat in deutsch-ukrainisch

Katja de Braganca für Ohrenkuss

Es gibt nur 75 von diesen Stoffbeuteln.
Sie sind limitiert und vom Ohrenkuss-Team mit der Hand durchnummeriert.

Der Verkaufspreis der Tasche wird zu 100% gespendet.
Damit mehr Menschen mit Down-Syndrom eine Brille bekommen.

Alle Infos zur Spenden-Aktion finden Sie im Ohren-Blog.
Kaufen kann man die Tasche im Ohrenkuss Kiosk.

Sarah Gordy bekommt einen Orden von der Queen

Sarah Gordy ist Schauspielerin.
Sie hat in verschiedenen Serien und Filmen mit-gespielt.
Sie hat das Down-Syndrom.

Jetzt wurde Sarah Gordy geehrt.
Sie hat einen Preis von der Queen bekommen.
[Die Queen ist die britische Königin.]
Sarah Gordy hat einen Orden bekommen.
Sie ist es Dame des britischen Empire.
Das ist ein Ehren-Titel.

Sarah Gordy hat diesen Ehren-Titel als erste Frau mit Down-Syndrom bekommen.
Für ihre Arbeit als Schauspielerin.
Und weil sie anderen Menschen mit Down-Syndrom Mut macht.
Sie zeigt ihnen: Man kann seine Träume erreichen.

Sarah Gordy sagt:
"Als ich den Brief aus dem Palast bekommen habe, musste ich weinen.
Ich hatte einen großartigen Tag mit meiner Familie im Buckingham Palast.
[Im Buckingham Palast lebt und arbeitet die Queen.
Es ist ein Schloss.]
Ich bin glücklich und freue mich über die Ehrung."

Prinz William hat Sarah Gordy den Orden angesteckt.
Hier kann man ein Foto davon sehen:

https://sarahgordy.com/2018/11/mbe-honour-buckingham-palace/

Star-Lexikon

Wer ist Sarah Gordy?

Sarah Gordy ist Schauspielerin, Tänzerin und Model.
Sie wurde im Jahr 1978 geboren.
Sie hat das Down-Syndrom.

Sarah Gordy hat in verschiedenen Filmen und Serien mit-gespielt.
Zum Beispiel in der Serie Upstairs Downstairs [übersetzt: Treppen hoch, Treppen runter].
Und in der Serie Call the Midwife [Ruf die Hebamme].
Für diese Serie hat sie den Preis Emmy gewonnen.

Sarah Gordy hat eine jüngere Schwester.
Sie heißt Catherine Gordy.
Sie ist die Schauspiel-Lehrerin und die Assistenz ihrer Schwester.
Die beiden üben zum Beispiel die Texte zusammen.

Sarah Gordy sagt über sich selbst:
"I’m a professional actor, dancer and model.
I have Down’s Syndrome but that is not all I am."

Übersetzt heißt das:
"Ich bin Schauspielerin, Tänzerin und Model.
Ich habe das Down-Syndrom.
Aber das ist nicht alles, was ich bin."

Sarah Gordy will ein Vorbild für andere Menschen mit Down-Syndrom sein.
Sie sagt:
"I've worked really hard in what I believe in.
I'd like to inspire others and empower others to believe in themselves, especially people with Down's syndrome."

Übersetzt heißt das:
"Ich habe wirklich hart an dem gearbeitet, an das ich glaube.
Ich möchte andere inspirieren [Inspirieren heißt: Anderen neue Ideen geben. Ein Vorbild sein.].
Ich möchte anderen Mut machen, an sich selbst zu glauben.
Vor allem Menschen mit Down-Syndrom."

Für ihre Arbeit wurde Sarah Gordy von der Queen geehrt.
Sie hat einen Orden bekommen.
Sie ist jetzt eine Dame des britischen Empire.
Das ist ein Ehren-Titel.
Sarah Gordy ist der erste Mensch mit Down-Syndrom, der diesen Ehren-Titel bekommt.

Hat Bernhard Brink Fans mit Down-Syndrom bei einem Konzert beleidigt?

Bernhard Brink ist Schlager-Sänger.
So sieht er aus:

Bernhard Brink hat ein Konzert gegeben.
Das Konzert war in Novigrad.
Das ist eine Stadt in Kroatien.

Bei dem Konzert waren viele Fans von Bernhard Brink.
Unter den Fans waren auch 2 Menschen mit Down-Syndrom.
Eine Frau und ein Mann.
Bernhard Brink hat die beiden Fans beleidigt.
Zu dem Mann mit Down-Syndrom hat er gesagt:
"Was schaust du so blöd, bist du besoffen?"

Die Frau mit Down-Syndrom wollte ein Handy-Foto von Bernhard Brink machen.
Da hat er zu ihr gesagt:
"Geh mit deinem Handy weg, damit spielen kannst du auch zu Hause."

Die Fans sind sehr enttäuscht von Bernhard Brink.
Sie schreiben darüber im Internet.
Eine Frau schreibt bei Facebook:
"Ich bin neben den 2 jungen Menschen gestanden und habe es persönlich gehört und gesehen wie es die 2 jungen Menschen getroffen hat und war sehr enttäuscht von ihrer Ansage, die ich Ihnen nie zugetraut hätte."

Bernhard Brink sagt: Es stimmt nicht.
Die Zeitungen haben nicht die Wahrheit geschrieben.
Es stimmt nicht, was die Fans sagen.
Er schreibt einen Brief an seine Fans im Internet.
Darin schreibt er:
"Liebe Freunde, liebe Fans,
in der heutigen Ausgabe der Kronen Zeitung werden Behauptungen über ein Konzert von mir in Novigrad aufgestellt.
Ich möchte dazu wie folgt Stellung beziehen:
Wer mich kennt, weiß, dass ich bei meinen Konzerten freche Sprüche mache.
Aber niemals auf Kosten von Menschen mit Behinderung.
Nicht einmal in über 40 Jahren!
Für mich war von der Bühne aus nicht ersichtlich, dass ich mit meinem Spruch Menschen mit Behinderung treffen könnte.
Abgesehen davon entsprechen die Zitate in der Kronen Zeitung nicht der Wahrheit.
Wenn ich dennoch einem Menschen mit Down-Syndrom persönlich verletzt habe, tut mir das in der Seele leid, und ich bitte ihn in aller Form um Entschuldigung.
Gleichzeitig lade ich ihn mit einer Begleitung gerne zu meiner nächsten Sendung „Die Schlager des Monats“ im Mai ein."

Star-Lexikon

Wer ist Bernhard Brink?

Bernhard Brink ist 66 Jahre alt.

Er ist Schlager-Sänger.
Er hat diese Lieder gesungen:

  • Lieder an die Liebe
  • Blondes Wunder
  • Du gehst fort

Für seine Musik hat Bernhard Brink den Preis "Die Goldene Stimm-Gabel" gewonnen.

Bernhard Brink steht schon lange auf der Bühne.
Seinen ersten Plattenvertrag hatte er vor fast 50 Jahren.

Bernhard Brink wollte 6 mal beim Eurovision Song Contest mit-machen.
[Das ist ein großer Musik-Wettbewerb.]
Er war im Vor-Entscheid.
[Beim Vor-Entscheid wird ausgesucht: Wer darf für Deutschland mit-machen?]
Aber er wurde 6 mal nicht von der Jury ausgesucht.
Also hat er nie beim Eurovision Song Contest mit-gemacht.

Früher hat Bernhard Brink auch als Moderator gearbeitet.
Er hat Musik-Sendungen moderiert.
Im Radio und im Fernsehen.

Bernhard Brink ist verheiratet.
Seine Frau heißt Ute Brink.
Aber Bernhard Brink nennt sie "Muckel".
Die beiden leben zusammen in Berlin.

50 Mütter und ihre Kinder mit Down-Syndrom singen in ihren Autos

Heute ist Welt-Down-Syndrom-Tag.
Das heißt: An dem Tag berichten viele Zeitungen und Internet-Seiten über Menschen mit Down-Syndrom.
Einfachstars auch.

In den USA wurde jetzt ein Video gemacht.
In dem Video singen 50 Mütter und ihre Kinder mit Down-Syndrom.

Sie singen ein Lied von Christina Perri.
Es heißt "A Thousand Years".
Übersetzt heißt das: 1.000 Jahre.

James Corden ist ein amerikanischer Moderator.
Er macht die Sendung Carpole Karaoke.
In der Sendung fährt er mit Stars im Auto.
Und sie singen zusammen.
So machen es auch die Mütter mit ihren Kindern in diesem Video.

Mit dem Video wollen die Mütter zeigen:
Ihre Kinder sind toll, so wie sie sind.
Sie würden sie nicht ändern wollen.

Natalie Dedreux bekommt den Medien-Preis Bobby

Natalie Dedreux hat einen Preis bekommen.
Es ist ein Medien-Preis.
Das heißt:
Er wird an Menschen verliehen, die im Fernsehen zu sehen sind.
Oder an Menschen, über die viel in den Zeitungen geschrieben wird.

Der Preis BOBBY wird von der Lebenshilfe vergeben.
Das passiert immer einmal im Jahr.

Gestern war die Preis-Verleihung in Berlin.

Natalie Dedreux und Ulla Schmidt vor dem Logo der Lebenshilfe. Natalie Dedreux hält die Bobby-Statue und einen Blumenstrauß in der Hand.

Natalie Dedreux erhält den BOBBY-Medienpreis von der Bundesvorsitzenden der Lebenshilfe Ulla Schmidt

Bundesvereinigung Lebenshilfe, Bernd Lammel

Was ist der BOBBY?
Der BOBBY ist ein Preis der Bundes-Vereinigung Lebenshilfe.
18 Menschen haben den Preis bis jetzt bekommen.
Es ist ein Medien-Preis.
Den Preis bekommen Menschen, die sich für Menschen mit Behinderung einsetzen.
Sie sorgen dafür, dass mehr über Menschen mit Behinderung gesprochen wird.

Warum heißt der Preis BOBBY?
Der Preis wurde nach Bobby Brederlow benannt.
Er ist ein Schauspieler mit Down-Syndrom.
Er hat den Preis als erster bekommen.

Auf diesem Foto kann man Natalie Dedreux zusammen mit Bobby Brederlow sehen:

Photo

Den BOBBY gibt es seit dem Jahr 1999.
Also seit 19 Jahren.

Diese Menschen haben den Preis bis jetzt bekommen:

  • Natalie Dedreux
  • die Schauspielerin Annette Frier
  •  die Fußball-Mannschaft FC Bayern München 
  • der Moderator Kai Pflaume
  • die Schauspielerin ChrisTine Urspruch
  • die Moderatorin Claudia Kleinert
  • der Politiker und Sportler Willi Lemke
  • die Schauspielerin Juliana Götze
  • die Fernseh-Sendung "Menschen - das Magazin"
  • der Sänger Guildo Horn
  • der Film "In Sachen Kaminski"
  • der Kinder-Lieder-Sänger Rolf Zuckowski
  • der Kino-Film "Verrückt nach Paris"
  • der Moderator Günther Jauch
  • der Schauspieler Peter Radtke
  • die Fernseh-Serie "Lindenstraße" 
  • der Moderator Alfred Biolek
  • der Schauspieler Bobby Brederlow

Star-Lexikon

Wer ist Natalie Dedreux?

Natalie Dedreux sitzt auf einem gestreiften Sofa und arbeitet am Laptop

Natalie Dedreux

Britt Schilling

Natalie Dedreux ist 20 Jahre alt.

Sie lebt in Köln.
Sie schreibt für die Zeitschrift Ohrenkuss.
Sie gehört zu den jüngsten Mitgliedern im Ohrenkuss-Team.
Sie wurde im Jahr 1998 geboren.
Und in dem Jahr wurde der Ohrenkuss gegründet.
Außerdem arbeitet Natalie Dedreux in einem Café in Köln.

Im September 2017 war Natalie Dedreux in einer Fernseh-Sendung.
Sie war in der Fernseh-Sendung Wahl-Arena.
In der Sendung hat sie Angela Merkel eine Frage gestellt.
Das wollte sie von Angela Merkel wissen:
"Frau Merkel, Sie sind Politikerin.
Sie machen Gesetze.

Ich bin Redakteurin bei Ohrenkuss.
Der Ohrenkuss ist ein Magazin.
Da schreiben Menschen mit Down-Syndrom – so wie ich.

9 von 10 Babys mit Down-Syndrom werden in Deutschland nicht geboren.
Sie werden abgetrieben.
Ein Baby mit Down-Syndrom darf bis wenige Tage vor der Geburt abgetrieben werden.
Das nennt man Spät-Abbruch.

Meine Kollegen und ich fragen Sie, Frau Merkel:
Wie stehen Sie zum Thema Spät-Abbruch?
Wieso darf man Babys mit Down-Syndrom bis kurz vor der Geburt noch abtreiben?

Ich finde es politisch nicht gut.
Dieses Thema ist mir wichtig:
Ich will nicht abgetrieben werden, sondern auf der Welt bleiben!"

In diesem Video kann man Natalie Dedreuxs Frage hören.

Sehr viele Menschen haben Natalie Dedreux im Fernsehen gesehen.
Sie finden: Ihre Frage war mutig.
Viele Zeitungen haben darüber geschrieben.
Auf vielen Internet-Seiten wurde darüber berichtet.

Dafür hat Natalie Dedreux jetzt einen Preis gewonnen.
Der Preis heißt BOBBY.
Hier kann man mehr darüber lesen.

Natalie Dedreux reist gerne.
In Zukunft will sie am liebsten in Dubai leben.

Natalie Dedreux stellt eine Frage in der Wahl-Arena

Am 11. September gab es eine Fernseh-Sendung.
Die Sendung hieß Wahl-Arena.
Menschen aus Deutschland wurden dazu eingeladen.
Sie konnten eine Frage an Angela Merkel stellen.

Natalie Dedreux war aus Köln nach Lübeck gefahren.
Sie hatte auch eine Frage an Angela Merkel.
Sie konnte sie in der Fernseh-Sendung stellen.
Hier kommt Natalie Dedreuxs Frage:

"Frau Merkel, Sie sind Politikerin.
Sie machen Gesetze.

Ich bin Redakteurin bei Ohrenkuss.
Der Ohrenkuss ist ein Magazin.
Da schreiben Menschen mit Down-Syndrom – so wie ich.

9 von 10 Babys mit Down-Syndrom werden in Deutschland nicht geboren.
Sie werden abgetrieben.
Ein Baby mit Down-Syndrom darf bis wenige Tage vor der Geburt abgetrieben werden.
Das nennt man Spät-Abbruch.

Meine Kollegen und ich fragen Sie, Frau Merkel:
Wie stehen Sie zum Thema Spät-Abbruch?
Wieso darf man Babys mit Down-Syndrom bis kurz vor der Geburt noch abtreiben?

Ich finde es politisch nicht gut.
Dieses Thema ist mir wichtig:
Ich will nicht abgetrieben werden, sondern auf der Welt bleiben!"

Hier kann man die Frage und die Antwort in der Sendung sehen:

Und hier kann man sich die ganze Sendung in der Mediathek angucken.

In einem kurzen Radio-Interview mit WDR 2 erzählt Natalie Dedreux: Wie war es bei der Wahl-Arena?
Und wie fand sie die Antwort von Angela Merkel?
Sie sagt:
"Ich finde es gut, dass Angela Merkel Gefühle gezeigt hat.
Aber das reicht nicht.
Ich will, dass sich etwas ändert!"

Star-Lexikon

Wer ist Natalie Dedreux?

Natalie Dedreux sitzt auf einem gestreiften Sofa und arbeitet am Laptop

Natalie Dedreux

Britt Schilling

Natalie Dedreux ist 20 Jahre alt.

Sie lebt in Köln.
Sie schreibt für die Zeitschrift Ohrenkuss.
Sie gehört zu den jüngsten Mitgliedern im Ohrenkuss-Team.
Sie wurde im Jahr 1998 geboren.
Und in dem Jahr wurde der Ohrenkuss gegründet.
Außerdem arbeitet Natalie Dedreux in einem Café in Köln.

Im September 2017 war Natalie Dedreux in einer Fernseh-Sendung.
Sie war in der Fernseh-Sendung Wahl-Arena.
In der Sendung hat sie Angela Merkel eine Frage gestellt.
Das wollte sie von Angela Merkel wissen:
"Frau Merkel, Sie sind Politikerin.
Sie machen Gesetze.

Ich bin Redakteurin bei Ohrenkuss.
Der Ohrenkuss ist ein Magazin.
Da schreiben Menschen mit Down-Syndrom – so wie ich.

9 von 10 Babys mit Down-Syndrom werden in Deutschland nicht geboren.
Sie werden abgetrieben.
Ein Baby mit Down-Syndrom darf bis wenige Tage vor der Geburt abgetrieben werden.
Das nennt man Spät-Abbruch.

Meine Kollegen und ich fragen Sie, Frau Merkel:
Wie stehen Sie zum Thema Spät-Abbruch?
Wieso darf man Babys mit Down-Syndrom bis kurz vor der Geburt noch abtreiben?

Ich finde es politisch nicht gut.
Dieses Thema ist mir wichtig:
Ich will nicht abgetrieben werden, sondern auf der Welt bleiben!"

In diesem Video kann man Natalie Dedreuxs Frage hören.

Sehr viele Menschen haben Natalie Dedreux im Fernsehen gesehen.
Sie finden: Ihre Frage war mutig.
Viele Zeitungen haben darüber geschrieben.
Auf vielen Internet-Seiten wurde darüber berichtet.

Dafür hat Natalie Dedreux jetzt einen Preis gewonnen.
Der Preis heißt BOBBY.
Hier kann man mehr darüber lesen.

Natalie Dedreux reist gerne.
In Zukunft will sie am liebsten in Dubai leben.

Wer ist Angela Merkel?

Photo
Angela Merkel ist 64 Jahre alt.

Sie ist Politikerin.
Sie ist die Bundes-Kanzlerin von Deutschland.
Die Bundes-Kanzlerin ist die Chefin der deutschen Regierung.
Hier kann man mehr über die Aufgaben der Bundes-Kanzlerin lesen.

Angela Merkel ist schon lange die deutsche Bundes-Kanzlerin.
Seit 12 Jahren.
Sie wurde zum 4. Mal wieder-gewahlt.
Das hat vorher nur ein deutscher Bundes-Kanzler geschafft: Helmut Kohl.

Angela Merkel lebt und arbeitet in Berlin.
Sie gehört zur Partei CDU.

Angela Merkel ist in der DDR geboren.
Zuerst hat sie einen anderen Beruf gelernt.
Sie hat Physik studiert.
Das heißt: Zuerst war sie Wissenschaftlerin.
Erst später hat sie angefangen, in der Politik zu arbeiten.

Angela Merkel ist zum 2. Mal verheiratet.
Im Jahr 1977 hat Angela Merkel Ulrich Merkel geheiratet.
Nach 5 Jahren wurden die beiden geschieden.

Seit dem Jahr 1998 ist Angela Merkel mit ihrem 2. Mann verheiratet.
Er heißt Joachim Sauer.
Mit ihm zusammen wohnt Angela Merkel in einer Wohnung in Berlin.
Die Wohnung ist in der Nähe von der Humboldt-Universität.

Angela Merkel wandert gerne.
Aber sie hat nur selten Zeit dazu.
Im Urlaub geht sie zusammen mit ihrem Mann wandern.

RTL setzt eine Frau mit Down-Syndrom in einer Fernseh-Sendung auf einen anderen Platz

Beim Fernseh-Sender RTL gibt es eine Tanz-Sendung.
Sie heißt "Dance Dance Dance".
Übersetzt heißt das: "Tanz Tanz Tanz".
Bei der Sendung tanzen 14 Stars mit.
Diese Tanz-Paare machen dabei mit:

  • Jo Weil und Mirja du Mont
  • Bahar Kizil und Sandy Mölling
  • Gedeon Burkhard und Christine Neubauer
  • Andreas Bretschneider und Marcel Nguyen
  • Aminata Sanogo und Marc Eggers
  • Suzan und David Odonkor
  • Prince Damien und Luca Hänni


Nazan Eckes und Jan Köppen moderieren die Sendung DANCE DANCE DANCE

Nazan Eckes und Jan Köppen moderieren die Sendung DANCE DANCE DANCE, Foto: MG RTL D / Frank W. Hempel


Gäste konnten Karten für die Sendung kaufen.

Dann konnten sie bei den Dreh-Arbeiten dabei sein.

‎Anna Marie Dombrowski hat das gemacht.

Sie war bei RTL im Fernseh-Studio.

Sie schreibt nach der Sendung:

"Liebes RTL Team.

Ich war gestern bei einer Aufzeichnung der neuen Staffel "DANCE,DANCE,DANCE".

Gemeinsam mit meiner Familie hatten wir tolle Plätze und hatten einen tollen Blick auf die Bühne und das gesamte Publikum.

Oft wurden Personen versetzt um an anderen Stellen Lücken zu füllen.

Das ist ja ganz normal.

Doch auf einmal bemerkten wir, wie eine Platz-Einweiserin 3 Damen darum gebeten hat, aufzustehen und die Plätze zu verlassen.

Die Damen hatten wirklich tolle Plätze mit einem Super Blick auf die Bühne.

Wir bemerkten schnell, dass es sich dabei um eine junge Dame mit dem Down-Syndrom und ihre Begleitungen gehandelt hat.

Statt-dessen durften sich 3 sehr junge attraktive Damen auf die Plätze setzen.

Die anderen mussten an den Rand, mit dem schlechtesten Blick den dieses Studio zu bieten hatte.

Bei längerem Beobachten ist uns dann aufgefallen, dass die ganzen schlechten Plätze mit Personen besetzt sind die alle ein Handicap haben.

Alle hinter der Kamera.

So dass auch nicht die Möglichkeit bestehen kann, sie "aus Versehen" im Bild zu haben.

Auf Nachfrage, wieso sich die nette Dame mit dem Down-Syndrom umsetzen musste, wurden wir nur mit einem "Sowas möchte man nicht im Fernsehen sehen. Auch einen Blinden hätte man umgesetzt" vertröstet.

Ich war so wütend!

Als zum Schluss der Sendung noch darauf plädiert wurde, dass RTL "anders sein" liebt, ist mir wirklich der Kragen geplatzt!!!!!

So liebes RTL, wo gibt es hier Gleichberechtigung, Integration, Menschen-Würde?

Und wo liebt hier RTL "anders" sein?"


Was ist im Fernseh-Studio passiert?

Manchmal werden bei einer Fernseh-Sendung auch Menschen im Publikum gefilmt.

Manche Menschen wurden dafür umgesetzt.

Damit es keine Lücken im Publikum gibt.

‎Anna Marie Dombrowski  hat gesehen:

Auch eine Frau mit Down-Syndrom wurde im Publikum umgesetzt.

Die Frau mit Down-Syndrom hatte hinterher einen viel schlechteren Sitz-Platz.

‎Anna Marie Dombrowski hat gefragt, warum das passiert.

Eine Frau vom Sender RTL hat ihr gesagt: Niemand will Leute mit Down-Syndrom im Fernsehen sehen.

Und blinde Menschen auch nicht.

Darum wurden Menschen mit Behinderung an den Rand gesetzt.


Sehr viele Menschen haben den Text von ‎Anna Marie Dombrowski gelesen.

Sie wollen von RTL wissen: Stimmt das?

Werden Menschen mit Behinderung bei RTL benachteiligt?

Wie denkt RTL darüber?


Ein Sprecher von RTL sagt:

"Niemand bei RTL oder auch im Auftrag von RTL darf andere Menschen auf die beschriebene oder andere Art diskriminieren.

Niemand!"

[Diskriminieren ist ein anderes Wort für benachteiligen oder schlecht behandeln.]

RTL hat mit allen geredet, die damit zu tun hatten.


RTL will jetzt heraus-finden: Hat die Platz-Anweiserin wirklich so über Menschen mit Behinderung gesprochen?

Wenn ja, dann wird sie in Zukunft nicht mehr für RTL arbeiten.

Ein Sprecher von RTL sagt:

"Behinderte Menschen gehören ebenso wie Menschen anderer Herkunft, Kultur und Religion in unser Leben – und somit auch in das Programm von RTL.

Wer unser Programm verfolgt, kann die Vielfalt der Sendungen, aber auch der Protagonisten täglich sehen."

[Protagonisten sind Menschen, die in einer Fernseh-Serie mit-spielen.]


RTL hat auch mit den 3 Personen geredet, die umgesetzt wurden.

RTL berichtet:

"2 behinderte Studio-Gäste sind mit einer Betreuerin der Lebenshilfe Euskirchen gebeten worden, sich umzusetzen auf Plätze, von denen der Not-Ausgang im Fall aller Fälle leichter und schneller erreichbar ist.

Die neuen Plätze waren laut Beschreibung der Betreuerin besser als vorher, weil dicht dran an der Bühne – nah genug, um etwa auch noch Autogramm-Karten zu bekommen.

Mehrfach während der Aufzeichnung wurde seitens der Produktion nachgefragt und sich versichert, ob alles ok sei.

Schließlich wurden die Gäste auf eigenen Wunsch kurz vor Ende der Aufzeichnung aus dem Studio begleitet.

Nach Aussage der Leiterin der Einrichtung wäre sie froh, überall so gut behandelt zu werden wie bei diesem Studio-Besuch."


Eine Frau mit Down-Syndrom will das Wetter im Fernsehen ansagen

Mélanie Ségard ist 21 Jahre alt.
Sie lebt in Frankreich.
Mélanie Ségard hat das Down-Syndrom.

Mélanie Ségard möchte beim Fernsehen arbeiten.
Sie will das Wetter ansagen.
Darum hat sie mit einem Fernseh-Sender gewettet.
Die Wette ist:
Mélanie Ségard hat eine Facebook-Seite.
Sie wettet, dass mindestens 100.000 Leute die Seite angeklicken.
Wenn das passiert, muss der Fernseh-Sender sie zu einem Vorstellungs-Gespräch einladen.
Da darf sie dann vorsprechen.
Sie will dann zeigen, dass sie das Wetter ansagen kann.

Die Facebook-Seite von Mélanie Ségard heißt "Mélanie peut le faire".
Übersetzt heißt das: "Mélanie kann es machen".
Hier kann man die Seite anklicken.

Mélanie Ségard

Mélanie Ségard, Bild: Mélanie peut le faire über Facebook



Mélanie Ségard sagt:
"Ich bin anders.
Aber ich will allen zeigen, dass ich viele Dinge kann.
Ich will es beweisen.
Darum will ich ins Fernsehen."

Mehr als 200.000 Menschen haben die Facebook-Seite von Mélanie Ségard angeklickt.
Und 2 verschiedene Fernseh-Sender haben sie zu einem Vorstellungs-Gespräch eingeladen.

Madeline Stuart modelt und entwirft eigene Mode

Madeline Stuart kommt aus Australien.
Sie ist 20 Jahre alt.
Sie hat das Down-Syndrom.

Madeline Stuart arbeitet als Model.
Sie ist schon 2 mal bei der Fashion Week [übersetzt: Mode-Woche] in New York über den Lauf-Steg gelaufen.

Aber Madeline Stewart arbeitet nicht mehr nur als Model.
Jetzt hat sie auch eigene Mode gemacht.
In diesem Video kann man sie sehen:



Ihre Mode-Firma nennt Madeline Stewart "21 Reasons Why".
Übersetzt heißt das: "21 Gründe warum".

Warum nennt sie ihre Mode-Firma so?
Madeline Stewart hat das Down-Syndrom.
Statt Down-Syndrom kann man auch "Trisomie 21" sagen.
Darum nennt Madeline Stewart ihre Mode-Firma so.

Madeline Stewart hat die Mode zusammen mit ihrer Mutter gemacht.
Ihre Mutter heißt Rosanne Stewart.

Die Mode von Madeline und Rosanne Stewart ist Mode für den Alltag.
Sie ist sportlich und bequem.
Hier kann man Fotos von der Mode sehen.
Und Fotos von Madeline Stewart.

Auf dieser Internet-Seite kann man die Mode von Madeline Stewart kaufen.