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Einträge zum Stichwort: Behinderung

Viele Menschen mit Behinderung werden in ihrem Alltag benachteiligt

Die Aktion Mensch hat eine Umfrage gemacht.

Was ist die Aktion Mensch?

So erklärt es die Aktion Mensch selbst in Leichter Sprache:
"Seit dem Jahr 1964 macht die Aktion Mensch viele Sachen für Menschen mit Behinderung.
Und seit dem Jahr 2000 macht die Aktion Mensch auch viele Sachen für Kinder und junge Menschen.
Denn die Aktion Mensch will:
Alle Menschen sollen in unserer Gesellschaft gut leben können.

Die Aktion Mensch ist die größte Förder-Gruppe in Deutschland.
In schwerer Sprache heißt das:
Die Aktion Mensch ist die größte Förder-Organisation.
Sie unterstützt jeden Monat viele verschiedene Projekte für:

  • Menschen mit Behinderung
  • und Kinder und junge Menschen.

Dafür braucht die Aktion Mensch sehr viel Geld.
Deshalb macht sie eine große Lotterie."

Jetzt hat die Aktion Mensch eine Umfrage gemacht.
Sie wollten wissen:
Werden Menschen mit Behinderung im Alltag diskriminiert?

Diskriminiert heißt:
Jemand hat Nachteile.
Weil er oder sie eine Behinderung hat.
Zum Beispiel:
Jemand wird im Bus angestarrt.
Oder:
Jemand kann nicht ins Kino gehen.
Weil es keine Rampe gibt.

Eine blinde Frau mit dunkler Sonnenbrille geht an Sitzreihen eines Kinos vorbei.

Premiere des Films „Kinder der Utopie“ im Kino in Berlin

Andi Weiland | © Gesellschaftsbilder.de

517 Menschen mit Behinderungen haben bei der Umfrage mitgemacht.
Sie haben Fragen zu ihrem Alltag beantwortet.
Sie haben gesagt:
Ja, es gibt Nachteile in ihrem Leben.
Nachteile durch ihre Behinderung.
Mehr als die Hälfte der Menschen mit Behinderung werden diskriminiert.

Die befragten Menschen haben zum Beispiel diese Nachteile:

  • sie werden beleidigt
  • sie werden angestarrt
  • sie verdienen weniger Geld als Menschen ohne Behinderung
  • manche werden sogar angegriffen
  • andere Menschen nehmen keine Rücksicht

Und die Menschen mit Behinderung haben das Gefühl:
Die Nachteile werden mehr.
Die Diskriminierung wird stärker.

Was wünschen sich Menschen mit Behinderung in der Umfrage?
Die Politik muss etwas verändern.
Menschen mit Behinderung müssen die gleichen Rechte haben wie alle anderen.

Und:
Die Medien müssen etwas verändern.
Medien sind:

  • Zeitungen 
  • Zeitschriften
  • Radio 
  • Fernsehen
  • das Internet

Sie sollen mehr über Menschen mit Behinderung berichten.
Über ihr Leben und ihren Alltag.
Oder in Filmen und Serien.
Dann erfahren viele Menschen mehr über das Leben von Menschen mit Behinderung.
Es gibt weniger Vorurteile.
Und weniger Diskriminierung.

Darum macht die Aktion Mensch eine Reihe von neuen Videos.
In den Videos geht es um Inklusion.
Menschen mit und ohne Behinderung lernen sich schon als Kinder kennen.
Sie gehen zusammen in den Kindergarten und in die Schule.
Alle haben ein gutes Leben zusammen.

In diesem Video der Aktion Mensch geht es auch um Vorurteile.
Und um den Wunsch nach mehr Inklusion in der Zukunft.

https://youtu.be/Tp43iRt6Yc0

Rampen aus Lego

In Köln gibt es ein Projekt.
Das Projekt heißt "100 Rampen für Köln".
Es ist ein Projekt von Jugendlichen.

Die Jugendlichen bauen zusammen Rampen aus Lego-Steinen.
So sehen sie aus:

Eine Person platziert zwei Bauteile einer Rampe an einem Bordstein.

Eine Rampe aus Lego-Steinen

Aktion Mensch

Jede Rampe wird aus 300 bis 1.600 [tausend-sechs-hundert] Lego-Steinen zusammen-gebaut.
Diese Rampen werden dann überall in Köln verteilt.
Vor Geschäften und Cafés.
So kommen auch Menschen im Roll-Stuhl in die Geschäfte.

Stefanie Halbauer hat ein Geschäft in Köln.
Sie hat jetzt auch eine Rampe aus Lego-Steinen.
Sie sagt:
"Früher hatten wir eine Holz-Rampe, die ist aber oft verrutscht.
Die Lego-Rampe ist sehr kreativ und die Idee, sie aus alten Spielzeug-Steinen zu bauen, finde ich super.
[Damit meint sie: Sie findet die Idee gut.]
Ich bin mir sicher, dass die neue Rampe bei unserer Kundschaft, die zum Teil mit dem Kinder-Wagen, dem Rollator oder im Roll-Stuhl unterwegs ist, gut ankommt."

Die Idee mit den Rampen aus Lego-Steinen hatte Raul Krauthausen.
Er ist ein Aktivist aus Berlin.
Das heißt:
Er setzt sich für die Rechte von Menschen mit Behinderung ein.

Caroline Mülheims fand die Idee gut.
Sie arbeitet beim Projekt 100 Rampen für Köln mit.
Sie sagt:
"Wir freuen uns über jede Legostein-Spende.
Geschäfts-Leute, die an einer solchen Rampe interessiert sind, und deren Eingangs-Stufe zum Geschäft nicht höher als 9 Zentimeter ist,  können sich sehr gerne bei uns melden."

An verschiedenen Orten in Köln gibt es Spenden-Boxen.
Da kann man seine Lego-Steine ein-werfen.
Hier findet man eine Liste der Orte.

Eine App unterstützt blinde Menschen im Alltag

Man schätzt:
In Deutschland leben 1,2 Millionen seh-behinderte und blinde Menschen.
Auf der ganzen Welt sind es 36 Millionen blinde Menschen.
Und 217 Millionen seh-behinderte Menschen.

Aber diese Zahlen sind nur geschätzt.
Das heißt:
Niemand hat genau nach-gezählt.
Man weiß es nur ungefähr.

Für alle diese Menschen ist die App "Be my eyes".
Übersetzt heißt sie: "Sei meine Augen"
[Eine App ist ein Programm fürs Handy.
Zum Beispiel WhatsApp.
Oder Handy-Spiele].

Eine Frau tastet eine Armbanduhr mit den Fingern ab.

Pamela Pabst liest ihre Uhr mit den Fingern ab

Jörg Farys | Die Projektoren für Gesellschaftsbilder

Was kann man mit der App "Be my eyes" machen?
Man kann sich dort anmelden.
Als blinder oder seh-behinderter Mensch.
Oder als sehender Mensch.

Blinde Menschen haben manchmal Schwierigkeiten im Alltag.
Es gibt noch viele Hindernisse.
Viele Orte sind nicht barriere-frei für blinde und seh-behinderte Menschen.
Zum Beispiel in Bussen und Bahnen.
Beim Amt.
Oder im Kino.

Manchmal kann die App "Be my eyes" helfen.
Über die App können blinde und seh-behinderte Menschen sich Unterstützung holen.

Die App nutzt die Kamera am Handy.
Der blinde oder seh-behinderte Mensch kann damit einen Video-Anruf machen.
Ein sehender Mensch kann den Anruf annehmen.
 Er kann dann eine Frage beantworten.

Der blinde Mensch will vielleicht wissen:

  • Welcher Knopf an der Fern-Bedienung ist der richtige?
  • Passt die Farbe von meinem Hemd zu meiner Hose?
  • Wie funktioniert das Schloss an der Zimmer-Tür im Hotel?

Die sehende Person kann dann am Handy die Fern-Bedienung sehen.
Oder das Tür-Schloss.
Er oder sie kann die Frage dann beantworten.

Menschen auf der ganzen Welt können sich bei der App anmelden.
Sie können sagen: Diese Sprache spreche ich.
Dann können sie Fragen auf Deutsch beantworten.
Oder auf Englisch.
Oder in vielen anderen Sprachen.

Die App kostet nichts.
Man kann sie im App-Store von Apple herunter-laden.
Das geht auf dieser Internet-Seite.
Oder man kann sie bei Google Play herunter-laden.
Das geht auf dieser Internet-Seite.

Lego-Steine in Braille-Schrift

Es gibt jetzt neue Lego-Steine.
Es sind Lego-Steine mit Braille-Schrift.
So sehen sie aus:

Legosteine in verschiedenen Farben auf einer Lego-Platte. Sie sind in Brailleschrift beschriftet, auf jedem Stein sieht man auch den gedruckten Buchstaben in Schwarzschrift dazu.

Lego-Steine mit Braille-Schrift

Lego Group Newsroom

Was ist Braille-Schrift?
Braille-Schrift ist eine Schrift für blinde Menschen.
Sie können sie mit den Fingern lesen.
Früher hat man dazu Blinden-Schrift gesagt.
Die Schrift wird aus Punkten zusammen-gesetzt.
Man kann die Punkte fühlen.
So wie auf den Lego-Steinen.

Auf den Lego-Steinen sind alle Buchstaben zwei-mal drauf:

  • in Braille-Schrift
  • in Schwarz-Schrift

Schwarz-Schrift nennt man die gedruckten Buchstaben.

So können alle Menschen mit den Lego-Steinen die Braille-Schrift lernen.

Jetzt konnten viele Menschen die neuen Lego-Steine zusammen ausprobieren.
Erwachsene und Kinder.

Ab 2020 kann man die neuen Lego-Steine im Laden kaufen.

Lego will die Steine außerdem verschenken.
An Schulen und Gruppen für blinde Kinder.
Damit sie zusammen mit anderen die Braille-Schrift lernen können.

Im Moment wird noch getestet:
Sind die neuen Lego-Steine gut?
Oder muss noch etwas verändert werden?
Das testen gerade Erwachsene und Kinder in diesen Ländern:

  • Brasilien
  • Dänemark
  • Großbritannien 
  • Norwegen
  • Deutschland
  • Frankreich 
  • Spanien

Anleitungen zum Heim-Werken in Leichter Sprache

Viele Menschen finden Heim-Werken gut.
Heim-Werken heißt: Ich mache etwas selbst.
Zum Beispiel: Ich baue mir ein Regal.
Oder: Ich baue mir einen Garten-Teich.

Viele Menschen mit Behinderung wissen nicht: Wie funktioniert Heim-Werken?
Sie haben es nicht gelernt.
Sie wissen zum Beispiel nicht:
Wie benutze ich Werkzeug?
Oder: Wie funktioniert eine Bohr-Maschine?

Darum gibt es jetzt Anleitungen zum Heim-Werken in Leichter Sprache.
So können alle Menschen die Anleitungen verstehen.

Wer hat die Anleitungen gemacht?
Die Firma Tool hatte die Idee.
Die Firma hat große Bau-Märkte in vielen Städten.
Das heißt: Sie sind Fach-Leute fürs Heim-Werken.

Und die Lebens-Hilfe hat dabei mit-gemacht.
Sie haben mit der Firma toom zusammen-gearbeitet.
Diese Zusammen-Arbeit gibt es jetzt schon seit 4 Jahren.

Jetzt gibt es 6 Anleitungen zum Heim-Werken in Leichter Sprache:

  • Wände streichen
  • Kräuter pflanzen
  • Holz-Kisten bauen
  • Möbel neu lackieren
  • Tomaten pflanzen
  • ein kleines Regal auf-hängen

Jeder Arbeits-Schritt wird genau beschrieben.
Und es gibt ein Foto dazu.
So weiß man immer genau: Was muss ich als nächstes machen?

Die Firma toom findet: Menschen mit Behinderung sollen über-all dabei sein.
Bei Festen.
Aber auch beim Arbeiten.
Darum arbeiten bei toom auch Menschen mit Behinderungen.
Angelika Magiros leitet die Zusammen-Arbeit von der Firma toom und der Lebens-Hilfe.
Sie sagt:
"Menschen mit geistiger Behinderung sollten überall dazu-gehören und ihre Ideen und Pläne verwirklichen können, ob im Arbeits-Leben oder in der Freizeit.
Es ist toll, dass wir mit toom Bau-Markt einen starken Partner haben, der sich für Inklusion engagiert."
[Engagieren ist ein anderes Wort für sich stark machen. Oder: sich für etwas ein-setzen.]

Auf dieser Internet-Seite kann man die Heimwerker-Anleitungen lesen.

Eckart von Hirschhausen bekommt den BOBBY

Eckart von Hirschhausen ist Arzt.
Er schreibt Bücher.
Und er macht viele Fernseh-Sendungen.
Er ist 51 Jahre alt.
So sieht er aus:

Gestern hat Eckart von Hirschhausen einen Preis bekommen.
Der Preis heißt BOBBY.
Er wird von der Lebenshilfe vergeben.
Das passiert immer einmal im Jahr.

Gestern war die Preis-Verleihung in Marburg.

Was ist der BOBBY?
Der BOBBY ist ein Preis der Bundes-Vereinigung Lebenshilfe.
18 Menschen haben den Preis bis jetzt bekommen.
Es ist ein Medien-Preis.
Den Preis bekommen Menschen, die sich für Menschen mit Behinderung einsetzen.
Sie sorgen dafür, dass mehr über Menschen mit Behinderung gesprochen wird.

Warum heißt der Preis BOBBY?
Der Preis wurde nach Bobby Brederlow benannt.
Er ist ein Schauspieler mit Down-Syndrom.
Er hat den Preis als erster bekommen.

Den BOBBY gibt es seit dem Jahr 1999.
Also seit 19 Jahren.

Diese Menschen haben den Preis bis jetzt bekommen:

  • Natalie Dedreux
  • die Schauspielerin Annette Frier
  •  die Fußball-Mannschaft FC Bayern München 
  • der Moderator Kai Pflaume
  • die Schauspielerin ChrisTine Urspruch
  • die Moderatorin Claudia Kleinert
  • der Politiker und Sportler Willi Lemke
  • die Schauspielerin Juliana Götze
  • die Fernseh-Sendung "Menschen - das Magazin"
  • der Sänger Guildo Horn
  • der Film "In Sachen Kaminski"
  • der Kinder-Lieder-Sänger Rolf Zuckowski
  • der Kino-Film "Verrückt nach Paris"
  • der Moderator Günther Jauch
  • der Schauspieler Peter Radtke
  • die Fernseh-Serie "Lindenstraße" 
  • der Moderator Alfred Biolek
  • der Schauspieler Bobby Brederlow

Warum bekommt Eckart von Hirschhausen den Preis?
Die Jury sagt:
"Als Arzt, Moderator, Komiker, Autor und Gründer der Stiftung HUMOR HILFT HEILEN wirbt er un-er-müdlich [un-er-müdlch heißt: immer weiter] für eine Gesellschaft der Vielfalt, in der kranke, alte und behinderte Menschen nicht an den Rand gedrängt werden dürfen."

Die Stiftung Humor hilft heilen bildet Kranken-Haus-Clowns aus.
Sie bringen Menschen in Kranken-Häusern zum Lachen.
Denn Eckart von Hirschhausen findet: Lachen hilft beim Gesund-werden.

Natalie Dedreux war auch bei der Preis-Verleihung.
Sie hat den BOBBY 2017 gewonnen.
Hier kann man einen Bericht darüber lesen.
Sie sagt:
"Es war ein schöner Tag mit dem Eckart von Hirschhausen.
Wir haben gratuliert und haben auch Fotos gemacht."

Hier kann man das Foto sehen:

Natalie Dedreux und Eckart von Hirschhausen stehen nebeneinander. Er hält den dem Preis BOBBY in der Hand. Im Hintergrund sieht man das Logo der Lebenshilfe.

Natalie Dedreux mit Eckart von Hirschhausen und dem Preis BOBBY

Michaela Dedreux

Star-Lexikon

Wer ist Natalie Dedreux?

Natalie Dedreux sitzt auf einem gestreiften Sofa und arbeitet am Laptop

Natalie Dedreux

Britt Schilling

Natalie Dedreux ist 20 Jahre alt.

Sie lebt in Köln.
Sie schreibt für die Zeitschrift Ohrenkuss.
Sie gehört zu den jüngsten Mitgliedern im Ohrenkuss-Team.
Sie wurde im Jahr 1998 geboren.
Und in dem Jahr wurde der Ohrenkuss gegründet.
Das heißt:
Natalie Dedreux und der Ohrenkuss sind gleich alt.
Außerdem arbeitet Natalie Dedreux in einem Café in Köln.

Im September 2017 war Natalie Dedreux in einer Fernseh-Sendung.
Sie war in der Fernseh-Sendung Wahl-Arena.
In der Sendung hat sie Angela Merkel eine Frage gestellt.
Das wollte sie von Angela Merkel wissen:
"Frau Merkel, Sie sind Politikerin.
Sie machen Gesetze.

Ich bin Redakteurin bei Ohrenkuss.
Der Ohrenkuss ist ein Magazin.
Da schreiben Menschen mit Down-Syndrom – so wie ich.

9 von 10 Babys mit Down-Syndrom werden in Deutschland nicht geboren.
Sie werden abgetrieben.
Ein Baby mit Down-Syndrom darf bis wenige Tage vor der Geburt abgetrieben werden.
Das nennt man Spät-Abbruch.

Meine Kollegen und ich fragen Sie, Frau Merkel:
Wie stehen Sie zum Thema Spät-Abbruch?
Wieso darf man Babys mit Down-Syndrom bis kurz vor der Geburt noch abtreiben?

Ich finde es politisch nicht gut.
Dieses Thema ist mir wichtig:
Ich will nicht abgetrieben werden, sondern auf der Welt bleiben!"

In diesem Video kann man Natalie Dedreuxs Frage hören.

Sehr viele Menschen haben Natalie Dedreux im Fernsehen gesehen.
Sie finden: Ihre Frage war mutig.
Viele Zeitungen haben darüber geschrieben.
Auf vielen Internet-Seiten wurde darüber berichtet.

Natalie Dedreux setzt sich für die Rechte von Menschen mit Down-Syndrom ein.
Sie interessiert sich für Politik.

Dafür hat Natalie Dedreux jetzt einen Preis gewonnen.
Der Preis heißt BOBBY.
Hier kann man mehr darüber lesen.

Natalie Dedreux reist gerne.
In Zukunft will sie am liebsten in Dubai leben.

Die FDP wünscht sich: Der Schwerbehinderten-Ausweis soll Teilhabe-Ausweis heißen

Viele Menschen mit Behinderung haben einen speziellen Ausweis.
Dieser Ausweis zeigt: Der Mensch hat eine Behinderung.
Und man kann darauf sehen: Wie schwer ist die Behinderung.
Mit dem Ausweis kann man umsonst mit dem Bus oder mit der Bahn fahren.
Oder man bekommt mehr Urlaubs-Tage.

In diesem Video erklärt eine junge Frau den Schwerbehinderten-Ausweis:


Viele Menschen finden den Namen "Schwerbehinderten-Ausweis" nicht gut.
Sie wollen nicht "schwerbehindert" genannt werden.
Eine junge Frau aus Hamburg hat ihren Ausweis darum "Schwer-in-Ordnung-Ausweis" genannt.

Auch die Partei FDP findet: Der Ausweis soll in Zukunft einen anderen Namen haben.
Sie finden: Der Ausweis soll Teilhabe-Ausweis heißen.

Die FDP findet:
Man soll nicht mehr länger auf das Defizit gucken.
Also auf das, was ein Mensch mit Behinderung vielleicht nicht kann.
Die FDP sagt: Teilhabe für alle ist das Ziel der Gesellschaft.
Alle sollen dabei sein.
Alle sollen überall mit-machen können.
Dabei hilft dieser Ausweis.
Darum ist Teilhabe-Ausweis ein guter Name.

Darum hat die Partei FDP einen Antrag beim Bundes-Tag gestellt.
Hier kann man den Antrag lesen.

Viele Menschen mit Behinderung sagen: Wir sehen gut aus

Im Moment gibt es einen beliebten Hashtag bei twitter.

Was ist ein Hashtag?
Ein Hashtag ist ein Zeichen im Internet.
Es wird auf der Internet-Seite twitter benutzt.
So sieht das Zeichen aus: #.

Über das Zeichen kann man Themen auf der Internet-Seite suchen und finden.
Zum Beispiel: Man sucht Texte zum Thema Hochzeit.
Dann gibt man in die Suche ein: .
Dann findet man Einträge zum Thema Hochzeit.
Viele verschiedene Menschen haben die Texte geschrieben.

Der neue Hashtag bei twitter ist .
Viele Menschen benutzen ihn gerade.
Mit dem Hashtag wollen Menschen im Rollstuhl zeigen:
Ich sehe gut aus.
Ich bin sexy.
Ich sitze im Roll-Stuhl.
Aber man muss kein Mit-Leid mit mir haben.

Eine Frau im Rollstuhl unterwegs in Berlin. Sie steht an einem Gemüsestand.

Eine Frau im Roll-Stuhl unterwegs in Berlin

Wie hat es angefangen mit dem neuen Hashtag?
Ken Jennings ist Moderator.
Er lebt und arbeitet in den USA.
Er hat etwas im Internet geschrieben.
Er schreibt:
"Es gibt nichts traurigeres als eine gut aussehende Person in einem Roll-Stuhl."

Dieser Satz hat viele Menschen im Roll-Stuhl wütend gemacht.
Sie wollten eine Antwort an Ken Jennings senden.
Und sie wollen, dass die Menschen weniger Vorurteile haben über Menschen im Roll-Stuhl.
Darum gibt es jetzt den Hashtag .


Tommy Hilfiger hat Mode für Menschen mit Behinderung gemacht

Tommy Hilfiger ist Mode-Designer.
Das heißt: Er entwirft Kleidung.
Er plant: Wie soll die Kleidung aussehen?
Er hat eine eigene Mode-Firma.
Er macht Mode für Männer und für Frauen.
Er kommt aus den USA.

Jetzt hat Tommy Hilfiger eine neue Kollektion.
[Kollektion heißt: Es ist eine Zusammenstellung von Kleidung.
Zum Beispiel: Die Kleidung für den Sommer 2018.]
Die Kollektion heißt Tommy Hilfiger Adaptive.
Adaptive heißt übersetzt anpassungs-fähig.
Es bedeutet: Man kann die Kleidung verändern.
Sie passt vielen verschiedenen Menschen.
Mit vielen verschiedenen Körpern.
Es ist Kleidung für alle Menschen.
Auch Menschen mit Behinderung können sie tragen.

In diesem Video kann man die Kleidung sehen:


Was ist das Besondere an der Kleidung?

  • Die Knöpfe sind magnetisch.
    Man kann sie leicht öffnen und schließen.
  • Die Reißverschlüsse kann man mit einer Hand auf und zu-machen.
  • Die Kleidung hat an vielen Stellen Gummi-Bänder.
    Oder Klett-Verschlüsse.
    Oder Knöpfe.
    So kann man Form der Kleidung verändern.
    Sie passt vielen verschiedenen Menschen.

Die Mode von Tommy Hilfiger Adaptive gibt es für Männer, Frauen und Kinder.
Bis jetzt kann man sie nur in den USA kaufen.

Viele bekannte Menschen mit Behinderung machen Werbung für die neue Mode:

  • Paralympics-Star Jeremy Campbell
  • die querschnitts-gelähmte Tänzerin Chelsie Hill
  • der autistische Koch Jeremiah Josey 
  • die Motivations-Rednerin Mama Caxx

In diesem Werbe-Film kann man sie sehen:


Tommy Hilfiger findet wichtig: Diese Mode ist nicht teurer als seine andere Mode.
Er sagt: "Die Preise bleiben gleich."

Die Sendung mit der Maus gibt es jetzt auch mit Gebärden-Sprache

Die Sendung mit der Maus ist eine Kinder-Sendung.
Sie kommt immer einmal in der Woche im Fernsehen.
Es gibt die Sendung schon sehr lange.
Seit mehr als 40 Jahren.



Ab jetzt gibt es die Maus auch in Gebärden-Sprache.
So können mehr Menschen die Maus verstehen.
Auch Menschen, die nicht hören können.

Die Sendung mit der Maus in Gebärden-Sprache kann man im Fernsehen und im Internet sehen.
Im Fernsehen kommt sie immer montags um 12.25 Uhr beim Sender WDR.
Im Internet kann man sie immer gucken.
Auf diesen beiden Internet-Seiten: kika.de und wdrmaus.de.

Brigitta Mühlenbeck leitet das Kinder-Programm beim Sender WDR.
Sie sagt:
"Alle wissen: Die Maus spricht nicht.
Sie kommuniziert nur mit ihrer Gestik.
[Damit meint sie: Man versteht die Maus durch ihre Bewegungen.]
Doch Mehrsprachigkeit hat bei der 'Sendung mit der Maus' Tradition, nicht zuletzt durch den Vorspann, der jede Woche stets zweimal läuft: einmal auf Deutsch und gleich im Anschluss in einer Sprache, die viele Kinder nicht verstehen - mal Spanisch, mal Chinesisch, Walisisch und auch in Gebärden-Sprache.
Schön, dass die Ausstrahlung der 'Sendung mit der Maus' bei KiKA jetzt für alle Fernseh-Zuschauer auch in einer Sprache erlebbar ist, die man sehen kann.
Für Kinder, die nicht oder die nur schwer hören können, gibt es die Lach- und Sachgeschichten auch online in Gebärden-Sprache."