Aktuelles über Stars in Leichter Sprache

Menu

Einträge zum Stichwort: Behinderung

Hat Bernhard Brink Fans mit Down-Syndrom bei einem Konzert beleidigt?

Bernhard Brink ist Schlager-Sänger.
So sieht er aus:

Bernhard Brink hat ein Konzert gegeben.
Das Konzert war in Novigrad.
Das ist eine Stadt in Kroatien.

Bei dem Konzert waren viele Fans von Bernhard Brink.
Unter den Fans waren auch 2 Menschen mit Down-Syndrom.
Eine Frau und ein Mann.
Bernhard Brink hat die beiden Fans beleidigt.
Zu dem Mann mit Down-Syndrom hat er gesagt:
"Was schaust du so blöd, bist du besoffen?"

Die Frau mit Down-Syndrom wollte ein Handy-Foto von Bernhard Brink machen.
Da hat er zu ihr gesagt:
"Geh mit deinem Handy weg, damit spielen kannst du auch zu Hause."

Die Fans sind sehr enttäuscht von Bernhard Brink.
Sie schreiben darüber im Internet.
Eine Frau schreibt bei Facebook:
"Ich bin neben den 2 jungen Menschen gestanden und habe es persönlich gehört und gesehen wie es die 2 jungen Menschen getroffen hat und war sehr enttäuscht von ihrer Ansage, die ich Ihnen nie zugetraut hätte."

Bernhard Brink sagt: Es stimmt nicht.
Die Zeitungen haben nicht die Wahrheit geschrieben.
Es stimmt nicht, was die Fans sagen.
Er schreibt einen Brief an seine Fans im Internet.
Darin schreibt er:
"Liebe Freunde, liebe Fans,
in der heutigen Ausgabe der Kronen Zeitung werden Behauptungen über ein Konzert von mir in Novigrad aufgestellt.
Ich möchte dazu wie folgt Stellung beziehen:
Wer mich kennt, weiß, dass ich bei meinen Konzerten freche Sprüche mache.
Aber niemals auf Kosten von Menschen mit Behinderung.
Nicht einmal in über 40 Jahren!
Für mich war von der Bühne aus nicht ersichtlich, dass ich mit meinem Spruch Menschen mit Behinderung treffen könnte.
Abgesehen davon entsprechen die Zitate in der Kronen Zeitung nicht der Wahrheit.
Wenn ich dennoch einem Menschen mit Down-Syndrom persönlich verletzt habe, tut mir das in der Seele leid, und ich bitte ihn in aller Form um Entschuldigung.
Gleichzeitig lade ich ihn mit einer Begleitung gerne zu meiner nächsten Sendung „Die Schlager des Monats“ im Mai ein."

Star-Lexikon

Wer ist Bernhard Brink?

Bernhard Brink ist 66 Jahre alt.

Er ist Schlager-Sänger.
Er hat diese Lieder gesungen:

  • Lieder an die Liebe
  • Blondes Wunder
  • Du gehst fort

Für seine Musik hat Bernhard Brink den Preis "Die Goldene Stimm-Gabel" gewonnen.

Bernhard Brink steht schon lange auf der Bühne.
Seinen ersten Plattenvertrag hatte er vor fast 50 Jahren.

Bernhard Brink wollte 6 mal beim Eurovision Song Contest mit-machen.
[Das ist ein großer Musik-Wettbewerb.]
Er war im Vor-Entscheid.
[Beim Vor-Entscheid wird ausgesucht: Wer darf für Deutschland mit-machen?]
Aber er wurde 6 mal nicht von der Jury ausgesucht.
Also hat er nie beim Eurovision Song Contest mit-gemacht.

Früher hat Bernhard Brink auch als Moderator gearbeitet.
Er hat Musik-Sendungen moderiert.
Im Radio und im Fernsehen.

Bernhard Brink ist verheiratet.
Seine Frau heißt Ute Brink.
Aber Bernhard Brink nennt sie "Muckel".
Die beiden leben zusammen in Berlin.

Die FDP wünscht sich: Der Schwerbehinderten-Ausweis soll Teilhabe-Ausweis heißen

Viele Menschen mit Behinderung haben einen speziellen Ausweis.
Dieser Ausweis zeigt: Der Mensch hat eine Behinderung.
Und man kann darauf sehen: Wie schwer ist die Behinderung.
Mit dem Ausweis kann man umsonst mit dem Bus oder mit der Bahn fahren.
Oder man bekommt mehr Urlaubs-Tage.

In diesem Video erklärt eine junge Frau den Schwerbehinderten-Ausweis:


Viele Menschen finden den Namen "Schwerbehinderten-Ausweis" nicht gut.
Sie wollen nicht "schwerbehindert" genannt werden.
Eine junge Frau aus Hamburg hat ihren Ausweis darum "Schwer-in-Ordnung-Ausweis" genannt.

Auch die Partei FDP findet: Der Ausweis soll in Zukunft einen anderen Namen haben.
Sie finden: Der Ausweis soll Teilhabe-Ausweis heißen.

Die FDP findet:
Man soll nicht mehr länger auf das Defizit gucken.
Also auf das, was ein Mensch mit Behinderung vielleicht nicht kann.
Die FDP sagt: Teilhabe für alle ist das Ziel der Gesellschaft.
Alle sollen dabei sein.
Alle sollen überall mit-machen können.
Dabei hilft dieser Ausweis.
Darum ist Teilhabe-Ausweis ein guter Name.

Darum hat die Partei FDP einen Antrag beim Bundes-Tag gestellt.
Hier kann man den Antrag lesen.

Viele Menschen mit Behinderung sagen: Wir sehen gut aus

Im Moment gibt es einen beliebten Hashtag bei twitter.

Was ist ein Hashtag?
Ein Hashtag ist ein Zeichen im Internet.
Es wird auf der Internet-Seite twitter benutzt.
So sieht das Zeichen aus: #.

Über das Zeichen kann man Themen auf der Internet-Seite suchen und finden.
Zum Beispiel: Man sucht Texte zum Thema Hochzeit.
Dann gibt man in die Suche ein: #Hochzeit.
Dann findet man Einträge zum Thema Hochzeit.
Viele verschiedene Menschen haben die Texte geschrieben.

Der neue Hashtag bei twitter ist #HotPersonInAWheelchair.
Viele Menschen benutzen ihn gerade.
Mit dem Hashtag wollen Menschen im Rollstuhl zeigen:
Ich sehe gut aus.
Ich bin sexy.
Ich sitze im Roll-Stuhl.
Aber man muss kein Mit-Leid mit mir haben.

Eine Frau im Rollstuhl unterwegs in Berlin. Sie steht an einem Gemüsestand.

Eine Frau im Roll-Stuhl unterwegs in Berlin

© visitBerlin, Foto: Andi Weiland | Gesellschaftsbilder.de

Wie hat es angefangen mit dem neuen Hashtag?
Ken Jennings ist Moderator.
Er lebt und arbeitet in den USA.
Er hat etwas im Internet geschrieben.
Er schreibt:
"Es gibt nichts traurigeres als eine gut aussehende Person in einem Roll-Stuhl."

Dieser Satz hat viele Menschen im Roll-Stuhl wütend gemacht.
Sie wollten eine Antwort an Ken Jennings senden.
Und sie wollen, dass die Menschen weniger Vorurteile haben über Menschen im Roll-Stuhl.
Darum gibt es jetzt den Hashtag #HotPersonInAWheelchair.


Tommy Hilfiger hat Mode für Menschen mit Behinderung gemacht

Tommy Hilfiger ist Mode-Designer.
Das heißt: Er entwirft Kleidung.
Er plant: Wie soll die Kleidung aussehen?
Er hat eine eigene Mode-Firma.
Er macht Mode für Männer und für Frauen.
Er kommt aus den USA.

Jetzt hat Tommy Hilfiger eine neue Kollektion.
[Kollektion heißt: Es ist eine Zusammenstellung von Kleidung.
Zum Beispiel: Die Kleidung für den Sommer 2018.]
Die Kollektion heißt Tommy Hilfiger Adaptive.
Adaptive heißt übersetzt anpassungs-fähig.
Es bedeutet: Man kann die Kleidung verändern.
Sie passt vielen verschiedenen Menschen.
Mit vielen verschiedenen Körpern.
Es ist Kleidung für alle Menschen.
Auch Menschen mit Behinderung können sie tragen.

In diesem Video kann man die Kleidung sehen:


Was ist das Besondere an der Kleidung?

  • Die Knöpfe sind magnetisch.
    Man kann sie leicht öffnen und schließen.
  • Die Reißverschlüsse kann man mit einer Hand auf und zu-machen.
  • Die Kleidung hat an vielen Stellen Gummi-Bänder.
    Oder Klett-Verschlüsse.
    Oder Knöpfe.
    So kann man Form der Kleidung verändern.
    Sie passt vielen verschiedenen Menschen.

Die Mode von Tommy Hilfiger Adaptive gibt es für Männer, Frauen und Kinder.
Bis jetzt kann man sie nur in den USA kaufen.

Viele bekannte Menschen mit Behinderung machen Werbung für die neue Mode:

  • Paralympics-Star Jeremy Campbell
  • die querschnitts-gelähmte Tänzerin Chelsie Hill
  • der autistische Koch Jeremiah Josey 
  • die Motivations-Rednerin Mama Caxx

In diesem Werbe-Film kann man sie sehen:


Tommy Hilfiger findet wichtig: Diese Mode ist nicht teurer als seine andere Mode.
Er sagt: "Die Preise bleiben gleich."

50 Mütter und ihre Kinder mit Down-Syndrom singen in ihren Autos

Heute ist Welt-Down-Syndrom-Tag.
Das heißt: An dem Tag berichten viele Zeitungen und Internet-Seiten über Menschen mit Down-Syndrom.
Einfachstars auch.

In den USA wurde jetzt ein Video gemacht.
In dem Video singen 50 Mütter und ihre Kinder mit Down-Syndrom.

Sie singen ein Lied von Christina Perri.
Es heißt "A Thousand Years".
Übersetzt heißt das: 1.000 Jahre.

James Corden ist ein amerikanischer Moderator.
Er macht die Sendung Carpole Karaoke.
In der Sendung fährt er mit Stars im Auto.
Und sie singen zusammen.
So machen es auch die Mütter mit ihren Kindern in diesem Video.

Mit dem Video wollen die Mütter zeigen:
Ihre Kinder sind toll, so wie sie sind.
Sie würden sie nicht ändern wollen.

Natalie Dedreux bekommt den Medien-Preis Bobby

Natalie Dedreux hat einen Preis bekommen.
Es ist ein Medien-Preis.
Das heißt:
Er wird an Menschen verliehen, die im Fernsehen zu sehen sind.
Oder an Menschen, über die viel in den Zeitungen geschrieben wird.

Der Preis BOBBY wird von der Lebenshilfe vergeben.
Das passiert immer einmal im Jahr.

Gestern war die Preis-Verleihung in Berlin.

Natalie Dedreux und Ulla Schmidt vor dem Logo der Lebenshilfe. Natalie Dedreux hält die Bobby-Statue und einen Blumenstrauß in der Hand.

Natalie Dedreux erhält den BOBBY-Medienpreis von der Bundesvorsitzenden der Lebenshilfe Ulla Schmidt

Bundesvereinigung Lebenshilfe, Bernd Lammel

Was ist der BOBBY?
Der BOBBY ist ein Preis der Bundes-Vereinigung Lebenshilfe.
18 Menschen haben den Preis bis jetzt bekommen.
Es ist ein Medien-Preis.
Den Preis bekommen Menschen, die sich für Menschen mit Behinderung einsetzen.
Sie sorgen dafür, dass mehr über Menschen mit Behinderung gesprochen wird.

Warum heißt der Preis BOBBY?
Der Preis wurde nach Bobby Brederlow benannt.
Er ist ein Schauspieler mit Down-Syndrom.
Er hat den Preis als erster bekommen.

Auf diesem Foto kann man Natalie Dedreux zusammen mit Bobby Brederlow sehen:

Photo

Den BOBBY gibt es seit dem Jahr 1999.
Also seit 19 Jahren.

Diese Menschen haben den Preis bis jetzt bekommen:

  • Natalie Dedreux
  • die Schauspielerin Annette Frier
  •  die Fußball-Mannschaft FC Bayern München 
  • der Moderator Kai Pflaume
  • die Schauspielerin ChrisTine Urspruch
  • die Moderatorin Claudia Kleinert
  • der Politiker und Sportler Willi Lemke
  • die Schauspielerin Juliana Götze
  • die Fernseh-Sendung "Menschen - das Magazin"
  • der Sänger Guildo Horn
  • der Film "In Sachen Kaminski"
  • der Kinder-Lieder-Sänger Rolf Zuckowski
  • der Kino-Film "Verrückt nach Paris"
  • der Moderator Günther Jauch
  • der Schauspieler Peter Radtke
  • die Fernseh-Serie "Lindenstraße" 
  • der Moderator Alfred Biolek
  • der Schauspieler Bobby Brederlow

Star-Lexikon

Wer ist Natalie Dedreux?

Natalie Dedreux sitzt auf einem gestreiften Sofa und arbeitet am Laptop

Natalie Dedreux

Britt Schilling

Natalie Dedreux ist 19 Jahre alt.

Sie lebt in Köln.
Sie schreibt für die Zeitschrift Ohrenkuss.
Sie gehört zu den jüngsten Mitgliedern im Ohrenkuss-Team.
Sie wurde im Jahr 1998 geboren.
Und in dem Jahr wurde der Ohrenkuss gegründet.
Außerdem arbeitet Natalie Dedreux in einem Café in Köln.

Im September 2017 war Natalie Dedreux in einer Fernseh-Sendung.
Sie war in der Fernseh-Sendung Wahl-Arena.
In der Sendung hat sie Angela Merkel eine Frage gestellt.
Das wollte sie von Angela Merkel wissen:
"Frau Merkel, Sie sind Politikerin.
Sie machen Gesetze.

Ich bin Redakteurin bei Ohrenkuss.
Der Ohrenkuss ist ein Magazin.
Da schreiben Menschen mit Down-Syndrom – so wie ich.

9 von 10 Babys mit Down-Syndrom werden in Deutschland nicht geboren.
Sie werden abgetrieben.
Ein Baby mit Down-Syndrom darf bis wenige Tage vor der Geburt abgetrieben werden.
Das nennt man Spät-Abbruch.

Meine Kollegen und ich fragen Sie, Frau Merkel:
Wie stehen Sie zum Thema Spät-Abbruch?
Wieso darf man Babys mit Down-Syndrom bis kurz vor der Geburt noch abtreiben?

Ich finde es politisch nicht gut.
Dieses Thema ist mir wichtig:
Ich will nicht abgetrieben werden, sondern auf der Welt bleiben!"

In diesem Video kann man Natalie Dedreuxs Frage hören.

Sehr viele Menschen haben Natalie Dedreux im Fernsehen gesehen.
Sie finden: Ihre Frage war mutig.
Viele Zeitungen haben darüber geschrieben.
Auf vielen Internet-Seiten wurde darüber berichtet.

Dafür hat Natalie Dedreux jetzt einen Preis gewonnen.
Der Preis heißt BOBBY.
Hier kann man mehr darüber lesen.

Natalie Dedreux reist gerne.
In Zukunft will sie am liebsten in Dubai leben.

Die Sendung mit der Maus gibt es jetzt auch mit Gebärden-Sprache

Die Sendung mit der Maus ist eine Kinder-Sendung.
Sie kommt immer einmal in der Woche im Fernsehen.
Es gibt die Sendung schon sehr lange.
Seit mehr als 40 Jahren.



Ab jetzt gibt es die Maus auch in Gebärden-Sprache.
So können mehr Menschen die Maus verstehen.
Auch Menschen, die nicht hören können.

Die Sendung mit der Maus in Gebärden-Sprache kann man im Fernsehen und im Internet sehen.
Im Fernsehen kommt sie immer montags um 12.25 Uhr beim Sender WDR.
Im Internet kann man sie immer gucken.
Auf diesen beiden Internet-Seiten: kika.de und wdrmaus.de.

Brigitta Mühlenbeck leitet das Kinder-Programm beim Sender WDR.
Sie sagt:
"Alle wissen: Die Maus spricht nicht.
Sie kommuniziert nur mit ihrer Gestik.
[Damit meint sie: Man versteht die Maus durch ihre Bewegungen.]
Doch Mehrsprachigkeit hat bei der 'Sendung mit der Maus' Tradition, nicht zuletzt durch den Vorspann, der jede Woche stets zweimal läuft: einmal auf Deutsch und gleich im Anschluss in einer Sprache, die viele Kinder nicht verstehen - mal Spanisch, mal Chinesisch, Walisisch und auch in Gebärden-Sprache.
Schön, dass die Ausstrahlung der 'Sendung mit der Maus' bei KiKA jetzt für alle Fernseh-Zuschauer auch in einer Sprache erlebbar ist, die man sehen kann.
Für Kinder, die nicht oder die nur schwer hören können, gibt es die Lach- und Sachgeschichten auch online in Gebärden-Sprache."

RTL setzt eine Frau mit Down-Syndrom in einer Fernseh-Sendung auf einen anderen Platz

Beim Fernseh-Sender RTL gibt es eine Tanz-Sendung.
Sie heißt "Dance Dance Dance".
Übersetzt heißt das: "Tanz Tanz Tanz".
Bei der Sendung tanzen 14 Stars mit.
Diese Tanz-Paare machen dabei mit:

  • Jo Weil und Mirja du Mont
  • Bahar Kizil und Sandy Mölling
  • Gedeon Burkhard und Christine Neubauer
  • Andreas Bretschneider und Marcel Nguyen
  • Aminata Sanogo und Marc Eggers
  • Suzan und David Odonkor
  • Prince Damien und Luca Hänni

Nazan Eckes und Jan Köppen moderieren die Sendung DANCE DANCE DANCE

Nazan Eckes und Jan Köppen moderieren die Sendung DANCE DANCE DANCE, Foto: MG RTL D / Frank W. Hempel



Gäste konnten Karten für die Sendung kaufen.
Dann konnten sie bei den Dreh-Arbeiten dabei sein.
‎Anna Marie Dombrowski hat das gemacht.
Sie war bei RTL im Fernseh-Studio.
Sie schreibt nach der Sendung:
"Liebes RTL Team.
Ich war gestern bei einer Aufzeichnung der neuen Staffel "DANCE,DANCE,DANCE".
Gemeinsam mit meiner Familie hatten wir tolle Plätze und hatten einen tollen Blick auf die Bühne und das gesamte Publikum.
Oft wurden Personen versetzt um an anderen Stellen Lücken zu füllen.
Das ist ja ganz normal.
Doch auf einmal bemerkten wir, wie eine Platz-Einweiserin 3 Damen darum gebeten hat, aufzustehen und die Plätze zu verlassen.
Die Damen hatten wirklich tolle Plätze mit einem Super Blick auf die Bühne.
Wir bemerkten schnell, dass es sich dabei um eine junge Dame mit dem Down-Syndrom und ihre Begleitungen gehandelt hat.
Statt-dessen durften sich 3 sehr junge attraktive Damen auf die Plätze setzen.
Die anderen mussten an den Rand, mit dem schlechtesten Blick den dieses Studio zu bieten hatte.
Bei längerem Beobachten ist uns dann aufgefallen, dass die ganzen schlechten Plätze mit Personen besetzt sind die alle ein Handicap haben.
Alle hinter der Kamera.
So dass auch nicht die Möglichkeit bestehen kann, sie "aus Versehen" im Bild zu haben.
Auf Nachfrage, wieso sich die nette Dame mit dem Down-Syndrom umsetzen musste, wurden wir nur mit einem "Sowas möchte man nicht im Fernsehen sehen. Auch einen Blinden hätte man umgesetzt" vertröstet.
Ich war so wütend!
Als zum Schluss der Sendung noch darauf plädiert wurde, dass RTL "anders sein" liebt, ist mir wirklich der Kragen geplatzt!!!!!
So liebes RTL, wo gibt es hier Gleichberechtigung, Integration, Menschen-Würde?
Und wo liebt hier RTL "anders" sein?"

Was ist im Fernseh-Studio passiert?
Manchmal werden bei einer Fernseh-Sendung auch Menschen im Publikum gefilmt.
Manche Menschen wurden dafür umgesetzt.
Damit es keine Lücken im Publikum gibt.
‎Anna Marie Dombrowski  hat gesehen:
Auch eine Frau mit Down-Syndrom wurde im Publikum umgesetzt.
Die Frau mit Down-Syndrom hatte hinterher einen viel schlechteren Sitz-Platz.
‎Anna Marie Dombrowski hat gefragt, warum das passiert.
Eine Frau vom Sender RTL hat ihr gesagt: Niemand will Leute mit Down-Syndrom im Fernsehen sehen.
Und blinde Menschen auch nicht.
Darum wurden Menschen mit Behinderung an den Rand gesetzt.

Sehr viele Menschen haben den Text von ‎Anna Marie Dombrowski gelesen.
Sie wollen von RTL wissen: Stimmt das?
Werden Menschen mit Behinderung bei RTL benachteiligt?
Wie denkt RTL darüber?

Ein Sprecher von RTL sagt:
"Niemand bei RTL oder auch im Auftrag von RTL darf andere Menschen auf die beschriebene oder andere Art diskriminieren.
Niemand!"
[Diskriminieren ist ein anderes Wort für benachteiligen oder schlecht behandeln.]
RTL hat mit allen geredet, die damit zu tun hatten.

RTL will jetzt heraus-finden: Hat die Platz-Anweiserin wirklich so über Menschen mit Behinderung gesprochen?
Wenn ja, dann wird sie in Zukunft nicht mehr für RTL arbeiten.
Ein Sprecher von RTL sagt:
"Behinderte Menschen gehören ebenso wie Menschen anderer Herkunft, Kultur und Religion in unser Leben – und somit auch in das Programm von RTL.
Wer unser Programm verfolgt, kann die Vielfalt der Sendungen, aber auch der Protagonisten täglich sehen."
[Protagonisten sind Menschen, die in einer Fernseh-Serie mit-spielen.]

RTL hat auch mit den 3 Personen geredet, die umgesetzt wurden.
RTL berichtet:
"2 behinderte Studio-Gäste sind mit einer Betreuerin der Lebenshilfe Euskirchen gebeten worden, sich umzusetzen auf Plätze, von denen der Not-Ausgang im Fall aller Fälle leichter und schneller erreichbar ist.
Die neuen Plätze waren laut Beschreibung der Betreuerin besser als vorher, weil dicht dran an der Bühne – nah genug, um etwa auch noch Autogramm-Karten zu bekommen.
Mehrfach während der Aufzeichnung wurde seitens der Produktion nachgefragt und sich versichert, ob alles ok sei.
Schließlich wurden die Gäste auf eigenen Wunsch kurz vor Ende der Aufzeichnung aus dem Studio begleitet.
Nach Aussage der Leiterin der Einrichtung wäre sie froh, überall so gut behandelt zu werden wie bei diesem Studio-Besuch."

Menschen mit Lern-Schwierigkeiten arbeiten heute in 15 Geschäften in Zürich

Zürich ist die größte Stadt in der Schweiz.
In Zürich gibt es die Stiftung Züri-Werk.
Zur Stiftung gehören viele Werkstätten für Menschen mit Behinderung.

Die Stiftung Züri-Werk gibt es jetzt seit 50 Jahren.
Sie feiern heute Geburtstag.
Zum Geburtstag hat sich die Stiftung etwas Besonderes ausgedacht.

Der Parade-Platz in Zürich

Der Parade-Platz in Zürich, Bild: Von Roland zh - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0



Heute arbeiten Menschen mit Lern-Schwierigkeiten in 15 Geschäften in Zürich mit.
Sie verkaufen Herren-Mode, Eis oder sie backen kleine Kuchen.
Sie arbeiten heute in 15 Geschäften am Parade-Platz.
Der Parade-Platz ist mitten in der Innen-Stadt von Zürich.

Mit dieser Aktion will das Züri-Werk zeigen:
Menschen mit Lern-Schwierigkeiten können gute Arbeit machen.
Auch auf dem 1. Arbeits-Markt.
Der Direktor vom Züri-Werk sagt:
"Schliesslich sind Menschen mit Lern-Schwierigkeiten  Teil der Gesellschaft und sollen ein selbstbestimmtes Leben führen."

In diesem Video kann man mehr über die Aktion hören.

Heidy Eggenschwiler hat ein Schnaps-Geschäft am Parade-Platz.
Auch bei ihr arbeitet heute ein Mann mit Lern-Schwierigkeiten.
Sie sagt:
"Sie machen das sehr gut und scheinen auch wirklich Spass bei der Arbeit zu haben."

Ninthujan Velarul arbeitet heute in einer Bäckerei mit.
Er hofft: Vielleicht kann er da auch in Zukunft weiter-arbeiten.
Er sagt:
"Ich habe bereits gefragt, ob ich einmal die Woche Sandwiches bestreichen kann."

In Großbritannien gibt es bald Geld-Scheine mit Blinden-Schrift

In Großbritannien gibt es bald einen neuen Geld-Schein.
Das Geld in Großbritannien heißt Pfund.
Der neue Geld-Schein ist ein 10-Pfund-Schein.
10 Pfund sind umgerechnet 11 Euro.
Den neuen Geld-Schein gibt es ab September 2017.

Der Geld-Schein hat eine Vorder-Seite und eine Rück-Seite.
Auf der Vorder-Seite ist Queen Elisabeth zu sehen.
Sie ist die britische Königin.

Die Vorder-Seite vom neuen 10-Pfund-Schein

Die Rück-Seite vom neuen 10-Pfund-Schein, Bild: Bank of England



Auf der Rück-Seite ist Jane Austen zu sehen.
Sie ist eine sehr bekannte britische Schriftsteller.
Das heißt: Sie hat viele bekannte Bücher geschrieben.
Zum Beispiel das Buch "Stolz und Vor-Urteil".

Der Chef der britischen Bank sagt:
"Die neue 10-Pfund-Note feiert Jane Austens Werk.
Ihre Romane haben eine universelle Anziehungs-Kraft und sind so aussage-kräftig, wie zu dem Zeit-Punkt, als sie zum ersten Mal veröffentlicht wurden."

Die Rück-Seite vom neuen 10-Pfun-Schein

Die Rück-Seite vom neuen 10-Pfund-Schein, Bild: Bank of England



Damit meint er:
Die Bücher von Jane Austen sind wichtig.
Menschen auf der ganzen Welt haben sie gelesen.
In den Büchern geht es um wichtige Themen.
Das war früher so, als Jane Austen ihre Bücher geschrieben hat.
Und das ist heute immer noch so.

Neu an dem Geld-Schein ist:
Er ist auch in Blinden-Schrift zu lesen.
Das heißt: Blinde Menschen können lesen, was für ein Geld-Schein es ist.
Der Geld-Schein ist aus Plastik gemacht.
Darum ist er halt-barer als andere Geld-Scheine.
So kann man ihn besser fühlen.
Und der Schein wird nicht so leicht schmutzig.

Auf dieser Internet-Seite kann man den neuen Geld-Schein von allen Seiten sehen.

In Zukunft wird es noch mehr britische Geld-Scheine mit Blinden-Schrift geben.