Die Sendung mit der Maus gibt es jetzt auch mit Gebärden-Sprache

Die Sendung mit der Maus ist eine Kinder-Sendung.
Sie kommt immer einmal in der Woche im Fernsehen.
Es gibt die Sendung schon sehr lange.
Seit mehr als 40 Jahren.

Ab jetzt gibt es die Maus auch in Gebärden-Sprache.
So können mehr Menschen die Maus verstehen.
Auch Menschen, die nicht hören können.

Die Sendung mit der Maus in Gebärden-Sprache kann man im Fernsehen und im Internet sehen.
Im Fernsehen kommt sie immer montags um 12.25 Uhr beim Sender WDR.
Im Internet kann man sie immer gucken.
Auf diesen beiden Internet-Seiten: kika.de und wdrmaus.de.

Brigitta Mühlenbeck leitet das Kinder-Programm beim Sender WDR.
Sie sagt:
„Alle wissen: Die Maus spricht nicht.
Sie kommuniziert nur mit ihrer Gestik.
[Damit meint sie: Man versteht die Maus durch ihre Bewegungen.]
Doch Mehrsprachigkeit hat bei der ‚Sendung mit der Maus‘ Tradition, nicht zuletzt durch den Vorspann, der jede Woche stets zweimal läuft: einmal auf Deutsch und gleich im Anschluss in einer Sprache, die viele Kinder nicht verstehen – mal Spanisch, mal Chinesisch, Walisisch und auch in Gebärden-Sprache.
Schön, dass die Ausstrahlung der ‚Sendung mit der Maus‘ bei KiKA jetzt für alle Fernseh-Zuschauer auch in einer Sprache erlebbar ist, die man sehen kann.
Für Kinder, die nicht oder die nur schwer hören können, gibt es die Lach- und Sachgeschichten auch online in Gebärden-Sprache.“

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RTL setzt eine Frau mit Down-Syndrom in einer Fernseh-Sendung auf einen anderen Platz

Beim Fernseh-Sender RTL gibt es eine Tanz-Sendung.
Sie heißt „Dance Dance Dance“.
Übersetzt heißt das: „Tanz Tanz Tanz“.
Bei der Sendung tanzen 14 Stars mit.
Diese Tanz-Paare machen dabei mit:

  • Jo Weil und Mirja du Mont
  • Bahar Kizil und Sandy Mölling
  • Gedeon Burkhard und Christine Neubauer
  • Andreas Bretschneider und Marcel Nguyen
  • Aminata Sanogo und Marc Eggers
  • Suzan und David Odonkor
  • Prince Damien und Luca Hänni
Nazan Eckes und Jan Köppen moderieren die Sendung DANCE DANCE DANCE

Nazan Eckes und Jan Köppen moderieren die Sendung DANCE DANCE DANCE, Foto: MG RTL D / Frank W. Hempel

Gäste konnten Karten für die Sendung kaufen.
Dann konnten sie bei den Dreh-Arbeiten dabei sein.
‎Anna Marie Dombrowski hat das gemacht.
Sie war bei RTL im Fernseh-Studio.
Sie schreibt nach der Sendung:
„Liebes RTL Team.
Ich war gestern bei einer Aufzeichnung der neuen Staffel „DANCE,DANCE,DANCE“.
Gemeinsam mit meiner Familie hatten wir tolle Plätze und hatten einen tollen Blick auf die Bühne und das gesamte Publikum.
Oft wurden Personen versetzt um an anderen Stellen Lücken zu füllen.
Das ist ja ganz normal.
Doch auf einmal bemerkten wir, wie eine Platz-Einweiserin 3 Damen darum gebeten hat, aufzustehen und die Plätze zu verlassen.
Die Damen hatten wirklich tolle Plätze mit einem Super Blick auf die Bühne.
Wir bemerkten schnell, dass es sich dabei um eine junge Dame mit dem Down-Syndrom und ihre Begleitungen gehandelt hat.
Statt-dessen durften sich 3 sehr junge attraktive Damen auf die Plätze setzen.
Die anderen mussten an den Rand, mit dem schlechtesten Blick den dieses Studio zu bieten hatte.
Bei längerem Beobachten ist uns dann aufgefallen, dass die ganzen schlechten Plätze mit Personen besetzt sind die alle ein Handicap haben.
Alle hinter der Kamera.
So dass auch nicht die Möglichkeit bestehen kann, sie „aus Versehen“ im Bild zu haben.
Auf Nachfrage, wieso sich die nette Dame mit dem Down-Syndrom umsetzen musste, wurden wir nur mit einem „Sowas möchte man nicht im Fernsehen sehen. Auch einen Blinden hätte man umgesetzt“ vertröstet.
Ich war so wütend!
Als zum Schluss der Sendung noch darauf plädiert wurde, dass RTL „anders sein“ liebt, ist mir wirklich der Kragen geplatzt!!!!!
So liebes RTL, wo gibt es hier Gleichberechtigung, Integration, Menschen-Würde?
Und wo liebt hier RTL „anders“ sein?“

Was ist im Fernseh-Studio passiert?
Manchmal werden bei einer Fernseh-Sendung auch Menschen im Publikum gefilmt.
Manche Menschen wurden dafür umgesetzt.
Damit es keine Lücken im Publikum gibt.
‎Anna Marie Dombrowski  hat gesehen:
Auch eine Frau mit Down-Syndrom wurde im Publikum umgesetzt.
Die Frau mit Down-Syndrom hatte hinterher einen viel schlechteren Sitz-Platz.
‎Anna Marie Dombrowski hat gefragt, warum das passiert.
Eine Frau vom Sender RTL hat ihr gesagt: Niemand will Leute mit Down-Syndrom im Fernsehen sehen.
Und blinde Menschen auch nicht.
Darum wurden Menschen mit Behinderung an den Rand gesetzt.

Sehr viele Menschen haben den Text von ‎Anna Marie Dombrowski gelesen.
Sie wollen von RTL wissen: Stimmt das?
Werden Menschen mit Behinderung bei RTL benachteiligt?
Wie denkt RTL darüber?

Ein Sprecher von RTL sagt:
„Niemand bei RTL oder auch im Auftrag von RTL darf andere Menschen auf die beschriebene oder andere Art diskriminieren.
Niemand!“
[Diskriminieren ist ein anderes Wort für benachteiligen oder schlecht behandeln.]
RTL hat mit allen geredet, die damit zu tun hatten.

RTL will jetzt heraus-finden: Hat die Platz-Anweiserin wirklich so über Menschen mit Behinderung gesprochen?
Wenn ja, dann wird sie in Zukunft nicht mehr für RTL arbeiten.
Ein Sprecher von RTL sagt:
„Behinderte Menschen gehören ebenso wie Menschen anderer Herkunft, Kultur und Religion in unser Leben – und somit auch in das Programm von RTL.
Wer unser Programm verfolgt, kann die Vielfalt der Sendungen, aber auch der Protagonisten täglich sehen.“
[Protagonisten sind Menschen, die in einer Fernseh-Serie mit-spielen.]

RTL hat auch mit den 3 Personen geredet, die umgesetzt wurden.
RTL berichtet:
„2 behinderte Studio-Gäste sind mit einer Betreuerin der Lebenshilfe Euskirchen gebeten worden, sich umzusetzen auf Plätze, von denen der Not-Ausgang im Fall aller Fälle leichter und schneller erreichbar ist.
Die neuen Plätze waren laut Beschreibung der Betreuerin besser als vorher, weil dicht dran an der Bühne – nah genug, um etwa auch noch Autogramm-Karten zu bekommen.
Mehrfach während der Aufzeichnung wurde seitens der Produktion nachgefragt und sich versichert, ob alles ok sei.
Schließlich wurden die Gäste auf eigenen Wunsch kurz vor Ende der Aufzeichnung aus dem Studio begleitet.
Nach Aussage der Leiterin der Einrichtung wäre sie froh, überall so gut behandelt zu werden wie bei diesem Studio-Besuch.“

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Menschen mit Lern-Schwierigkeiten arbeiten heute in 15 Geschäften in Zürich

Zürich ist die größte Stadt in der Schweiz.
In Zürich gibt es die Stiftung Züri-Werk.
Zur Stiftung gehören viele Werkstätten für Menschen mit Behinderung.

Die Stiftung Züri-Werk gibt es jetzt seit 50 Jahren.
Sie feiern heute Geburtstag.
Zum Geburtstag hat sich die Stiftung etwas Besonderes ausgedacht.

Der Parade-Platz in Zürich

Der Parade-Platz in Zürich, Bild: Von Roland zh – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0

Heute arbeiten Menschen mit Lern-Schwierigkeiten in 15 Geschäften in Zürich mit.
Sie verkaufen Herren-Mode, Eis oder sie backen kleine Kuchen.
Sie arbeiten heute in 15 Geschäften am Parade-Platz.
Der Parade-Platz ist mitten in der Innen-Stadt von Zürich.

Mit dieser Aktion will das Züri-Werk zeigen:
Menschen mit Lern-Schwierigkeiten können gute Arbeit machen.
Auch auf dem 1. Arbeits-Markt.
Der Direktor vom Züri-Werk sagt:
„Schliesslich sind Menschen mit Lern-Schwierigkeiten  Teil der Gesellschaft und sollen ein selbstbestimmtes Leben führen.“

In diesem Video kann man mehr über die Aktion hören.

Heidy Eggenschwiler hat ein Schnaps-Geschäft am Parade-Platz.
Auch bei ihr arbeitet heute ein Mann mit Lern-Schwierigkeiten.
Sie sagt:
„Sie machen das sehr gut und scheinen auch wirklich Spass bei der Arbeit zu haben.“

Ninthujan Velarul arbeitet heute in einer Bäckerei mit.
Er hofft: Vielleicht kann er da auch in Zukunft weiter-arbeiten.
Er sagt:
„Ich habe bereits gefragt, ob ich einmal die Woche Sandwiches bestreichen kann.“

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In Großbritannien gibt es bald Geld-Scheine mit Blinden-Schrift

In Großbritannien gibt es bald einen neuen Geld-Schein.
Das Geld in Großbritannien heißt Pfund.
Der neue Geld-Schein ist ein 10-Pfund-Schein.
10 Pfund sind umgerechnet 11 Euro.
Den neuen Geld-Schein gibt es ab September 2017.

Der Geld-Schein hat eine Vorder-Seite und eine Rück-Seite.
Auf der Vorder-Seite ist Queen Elisabeth zu sehen.
Sie ist die britische Königin.

Die Vorder-Seite vom neuen 10-Pfund-Schein

Die Vorder-Seite vom neuen 10-Pfund-Schein, Bild: Bank of England

Auf der Rück-Seite ist Jane Austen zu sehen.
Sie ist eine sehr bekannte britische Schriftsteller.
Das heißt: Sie hat viele bekannte Bücher geschrieben.
Zum Beispiel das Buch „Stolz und Vor-Urteil“.

Der Chef der britischen Bank sagt:
„Die neue 10-Pfund-Note feiert Jane Austens Werk.
Ihre Romane haben eine universelle Anziehungs-Kraft und sind so aussage-kräftig, wie zu dem Zeit-Punkt, als sie zum ersten Mal veröffentlicht wurden.“

Die Rück-Seite vom neuen 10-Pfun-Schein

Die Rück-Seite vom neuen 10-Pfund-Schein, Bild: Bank of England

Damit meint er:
Die Bücher von Jane Austen sind wichtig.
Menschen auf der ganzen Welt haben sie gelesen.
In den Büchern geht es um wichtige Themen.
Das war früher so, als Jane Austen ihre Bücher geschrieben hat.
Und das ist heute immer noch so.

Neu an dem Geld-Schein ist:
Er ist auch in Blinden-Schrift zu lesen.
Das heißt: Blinde Menschen können lesen, was für ein Geld-Schein es ist.
Der Geld-Schein ist aus Plastik gemacht.
Darum ist er halt-barer als andere Geld-Scheine.
So kann man ihn besser fühlen.
Und der Schein wird nicht so leicht schmutzig.

Auf dieser Internet-Seite kann man den neuen Geld-Schein von allen Seiten sehen.

In Zukunft wird es noch mehr britische Geld-Scheine mit Blinden-Schrift geben.

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Kendrick Lamar schenkt einem Fan ein behinderten-gerechtes Auto

Kendrick Lamar ist Musiker.
Er macht Rap-Musik.
Er ist 30 Jahre alt.
So sieht er aus:

Kendrick Lamar hat ein Konzert gegeben,
Das Konzert war in Dallas.
Eine Frau hat das Konzert besucht.
Sie ist Fan von Kendrick Lamar.
Sie heißt Jennifer Phillips.

Bei dem Konzert hatte Kendrick Lamar eine Überraschung für Jennifer Phillips.
Er hat sie zu einem Treffen eingeladen.
Und er hat ihr eine Jacke geschenkt.
Die Jacke hat er unterschrieben.
Dabei sagt er zu Jennifer Phillips:
„Danke, dass du mich immer unterstützt, du bist eine Inspiration für mich.
Das Mindeste, das ich für dich tun kann, ist sicher-zu-stellen, dass du bequem durch die Stadt fährst.
Ein Geschenk von mir für dich.“

Hier kann man ein Video von dem Treffen sehen.

Jennifer Phillips sitzt im Roll-Stuhl.
Sie braucht ein Auto.
Das Auto muss umgebaut werden.
Das kostet viel Geld.
Jennifer Phillips wollte das Geld durch Spenden im Internet sammeln.
Jetzt bekommt sie das Auto von Kendrick Lamar.
Sie schreibt:
„Kendrick kauft mir einen Van.
Bin immer noch geschockt.“

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Fach-Gespräch zum Thema Inklusion in Medienangeboten für Kinder und Jugendliche

In Erfurt gibt es eine Tagung.
Sie findet am 16. Juni 2017 statt.
Sie dauert von 9:30 Uhr bis 14 Uhr.

Was ist das Thema der Tagung?
Es geht um Inklusion.
Es geht um Inklusion in den Medien.
Also im Fernsehen.
In der Zeitung.
Im Radio.
Und im Internet.

Es geht um diese Fragen:

  • Wie nutzen Kinder und Jugendliche mit Behinderung Medien?
  • Welche Art von Barriere-Freiheit brauchen Kinder und Jugendliche bei diesen Medien?
  • Gibt es genug inklusive Angebote für Kinder und Jugendliche in den Medien?
  • Welche guten Beispiele gibt es?

Wer ist zu der Tagung eingeladen?
Alle Menschen, die in den Medien arbeiten.
Also Menschen, die beim Fernsehen arbeiten.
Menschen, die bei einer Zeitung arbeiten.
Menschen, die beim Radio arbeiten.
Und Menschen, die Texte im Internet schreiben.

Eingeladen sind auch Menschen, die mit Kindern und Jugendlichen mit Behinderung arbeiten.

Der Fach-Tag kostet nichts.
Man muss nichts bezahlen, wenn man mit-machen will.

Ein Mensch mit Behinderung nutzt das Internet

Ein Mensch mit Behinderung nutzt das Internet, Bild: Michel Arriens | http://www.michelarriens.de über Gesellschaftsbilder

Wer macht den Fach-Tag?
Dafür arbeiten verschiedene Menschen zusammen:

Hier kann man mehr über den Fach-Tag lesen.
Und hier kann man sich anmelden.

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Ulla Schmidt sagt: Alle Menschen mit Behinderung müssen wählen dürfen

Ulla Schmidt ist Politikerin.
Und sie ist die Vorsitzende der Lebenshilfe.
Man kann auch sagen: Sie ist die Chefin.

Ulla Schmidt ist 67 Jahre alt.
So sieht sie aus:

Als Vorsitzende der Lebenshilfe setzt sich Ulla Schmidt für die Rechte von Menschen mit Behinderung ein.
Sie findet: Alle Menschen mit Behinderung müssen wählen dürfen.

Im Moment dürfen 80.000 Menschen mit Behinderung in Deutschland nicht wählen.
Ulla Schmidt findet: Das muss sich ändern.
Sie findet: Die Politiker und Politikerinnen müssen die Gesetze ändern.

Ulla Schmidt sagt:
„Das Grund-Recht zu wählen muss endlich für alle volljährigen Bürger unseres Landes gelten und die Diskriminierung von Menschen mit geistiger Behinderung, psychischen Krankheiten und Demenz-Erkrankung ein Ende haben.“
Sie sagt: Alle Menschen haben die gleichen Rechte.
Auch Menschen mit Behinderung.

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