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Einträge zum Stichwort: Behinderung

Was ist Ableismus?

In der Leichten Sprache werden nur wenige Fremd·wörter benutzt.
Meistens guckt man:
Wie kann man ein Fremd·wort durch ein leichteres Wort austauschen?

Aber durch die Arbeit mit den Prüfern und Prüferinnen habe ich gemerkt:
Viele von ihnen lieben Fremd·wörter.
Sie benutzen sie gerne.
Darum erklärt Einfachstars ab jetzt Fremd·wörter und Fach·begriffe.

Heute:
Was ist Ableismus?

Ableismus bedeutet:
Jemand ist behinderten·feindlich.
Jemand lehnt Menschen mit Behinderungen ab.
Jemand benachteiligt Menschen mit Behinderung.
Jemand behandelt Menschen mit Behinderung schlecht.
Jemand hat keinen Respekt vor Menschen mit Behinderungen.
Jemand beschimpft Menschen mit Behinderung.
Oder jemand macht immer Witze über Menschen mit Behinderung.

Das Wort Ableismus kann man auf 2 verschiedene Arten aussprechen.
Entweder auf Deutsch.
Dann sagt man: Ab-le-is-mus.
Oder auf Englisch:
Ey-be-lis-mus.

Ableismus kann viele verschiedene Formen haben.
Zum Beispiel:

Eine Firma stellt keine Menschen mit Behinderung ein.
Weil der Chef oder die Chefin denkt:
Menschen mit Behinderung sind öfter krank.
Sie können nicht so gut arbeiten wie Menschen ohne Behinderung.

Menschen ohne Behinderung benutzen das Wort 'behindert' als Schimpf·wort.
Nicht nur für Menschen.
Sondern für alles, was sie doof finden.

Oder:

Manche Lehrer und Lehrerinnen finden:
Schüler und Schülerinnen mit Behinderung sollen nicht mit allen anderen zusammen in die Schule gehen.
Sie sollen in Sonder·schulen gehen.
So können alle besser lernen.
Die Schüler und Schülerinnen mit Behinderung.
Und die Schüler und Schülerinnen ohne Behinderung.

Das alles sind Formen von Ableismus.
Es zeigt:
Menschen mit Behinderung werden oft schlechter behandelt als Menschen ohne Behinderungen.
Man kann auch sagen:
Menschen mit Behinderung werden diskriminiert.

Aber:
Ableismus ist verboten.
Man kann sich dagegen wehren.
Im Gesetz steht:
Alle Menschen haben die gleichen Rechte.
Menschen mit und ohne Behinderung.

Hast Du Ableismus erlebt?
Dann kannst Du Dich beschweren.
Zum Beispiel bei der Anti·diskriminierungs·stelle des Bundes.
Hier finden Sie Informationen dazu in Leichter Sprache

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Dann wird es auch bei Einfachstars erklärt.
Schreib einfach eine E-Mail an: anne@einfachstars.info.

Schneewittchen ohne Zwerge?

Die Film·firma Walt Disney plant einen neuen Film.
Sie wollen das Märchen Schneewittchen neu verfilmen.
Über diese Pläne gibt es jetzt Streit.

Warum?

Im Film Schneewittchen kommen die 7 Zwerge vor.
Die Film·firma Walt Disney findet:
Die 7 Zwerge sollen von kleinwüchsigen Schauspielern und Schauspielerinnen gespielt werden.

Peter Dinklage ist ein kleinwüchsiger Schauspieler.
Und er wehrt sich gegen die Pläne der Film·firma.
Er findet:
Solche Rollen müssen kleinwüchsige Schauspieler und Schauspielerinnen heute nicht mehr spielen.
2022 muss man andere Filme machen.
Filme mit weniger Vorurteilen.
Filme mit spannenden neuen Rollen.

Peter Dinklage schreibt im Internet:
"Du bist auf der einen Seite progressiv, aber dann machst du trotzdem diese fucking rück·ständige Geschichte über 7 Zwerge, die in einer Höhle leben.
Was macht ihr da?
Habe ich mit meiner Plattform nichts erreicht, um unsere Sache voran·zu·bringen?
Ich bin scheinbar nicht laut genug."

Damit meint Peter Dinklage:
Es gibt schon spannende neue Filme.
Filme mit neuen Ideen.
Aber trotzdem plant Walt Disney den Film mit 7 Zwergen.
Das passt heute nicht mehr in die Zeit.
Peter Dinklage ist sauer.
Er wehrt sich dagegen.

Die Film·firma Walt Disney hat den Protest von Peter Dinklage gehört.
Sie sagen:
Peter Dinklage hat recht.
Sie machen jetzt neue Pläne für den Schneewittchen-Film.
Die Firma Walt Disney schreibt:
"Wir haben jetzt einen anderen Ansatz für die Figuren, auf die Schneewittchen trifft."

Damit meinen sie:
Sie wollen jetzt etwas an der Geschichte ändern.
Schneewittchen wird andere Film·figuren treffen.
Walt Disney will das Märchen auf eine neue Art erzählen.

Was ist das Bundes·verfassungs·gericht?

In der Leichten Sprache werden nur wenige Fremd·wörter benutzt.
Meistens guckt man:
Wie kann man ein Fremd·wort durch ein leichteres Wort austauschen?

Aber durch die Arbeit mit den Prüfern und Prüferinnen habe ich gemerkt:
Viele von ihnen lieben Fremd·wörter.
Sie benutzen sie gerne.
Darum erklärt Einfachstars ab jetzt Fremd·wörter und Fach·begriffe.

Heute:
Was ist das Bundes·verfassungs·gericht?

Das Bundes·verfassungs·gericht ist das höchste Gericht in Deutschland.
Dort werden Gerichts·verhandlungen geführt.
Richter und Richterinnen sprechen dort Urteile.
Man kann auch sagen:
Sie sprechen Recht.

Manchmal hat vorher schon ein anderes Gericht ein Urteil gesprochen.
Aber:
Das Bundes·verfassungs·gericht ist das höchste Gericht in Deutschland.
Darum gelten seine Urteile mehr als andere Urteile.
Das heißt:
Das Bundes·verfassungs·gericht kann neu entscheiden.
An das Urteil vom Bundes·verfassungs·gericht müssen sich dann alle halten.
Das Bundes·verfassungs·gericht kann auch Urteile anderer Gerichte aufheben.
Das bedeutet dann:
Dieses Urteil gilt nicht mehr.

Das Bundes·verfassungs·gericht hat eine wichtige Aufgabe.
Es überwacht:
Wird das Grund·gesetz in Deutschland eingehalten?

Die Urteile des Bundes·verfassungs·gerichts sind wichtig für Deutschland.
Sie klären wichtige Fragen für die Menschen in Deutschland.

Zum Beispiel:
Im Dezember 2021 hat das Bundes·verfassungs·gericht über das Thema Triage entschieden.
Also über die Frage:
Wer wird in einem Not·fall von Ärzten und Ärztinnen behandelt?
Und wer nicht?

Im Moment sind viele Menschen auf der Intensiv·station im Kranken·haus.
Wegen Corona.
Es gab den Vorschlag:
Alte Menschen und Menschen mit Behinderung sollen in Not·fällen nicht mehr ins Kranken·haus gebracht werden.
Den Platz an einer Beatmungs·maschine soll besser ein Mensch ohne Behinderung bekommen.

Dann haben 9 Menschen mit Behinderung eine Verfassungs·beschwerde eingereicht.
Das heißt:
Sie haben sich beim Bundes·verfassungs·gericht beschwert.
Sie haben sch gegen die Benachteiligung gewehrt.

Das Bundes·verfassungs·gericht hat entschieden:
Menschen mit Behinderung und alte Menschen dürfen bei einer Triage nicht benachteiligt werden.
Das verstößt gegen die Verfassung in Deutschland.
Denn in der Verfassung steht:
Alle Menschen haben die gleichen Rechte.
Niemand darf benachteiligt werden. 

Das bedeutet jetzt:
Die Bundes·regierung muss ein Gesetz dazu machen.
In dem Gesetz muss drin·stehen:
Welche Regeln gibt es in einem Not·fall zum Thema Triage? 

Das Bundes·verfassungs·gericht ist in der Stadt Karlsruhe.

Das Bundes-Verfassungsgericht hat einen Präsidenten.
Er heißt Professor Doktor Stephan Harbarth.
Er leitet das Bundes·verfassungs·gericht.

Ein zweistöckiges Gebäude aus Beton und Glas

Das Gebäude des Bundes·verfassungs·gerichts

Von Guido Radig in der Wikipedia auf Deutsch, CC BY-SA 3.0

Dieses Fremd-Wort hat sich eine Leserin von Einfachstars gewünscht.

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Gute Nachricht des Tages 78: Stille Stunde im Super-Markt

Viele Menschen gehen nicht gerne im Super-Markt einkaufen.
Weil dort viele andere Menschen sind.
Es ist voll und laut.
Das ist für viele Menschen ein Problem.
Zum Beispiel für Menschen mit Autismus.

Menschen mit Autismus nehmen sehr viele Dinge gleichzeitig wahr.
Auch im Super-Markt.
Zum Beispiel:

  • andere Menschen um sie herum
  • Gespräche im Super-Markt
  • Musik aus den Laut-Sprechern
  • die Beleuchtung
  • die Geräusche der Kasse

Das macht das Einkaufen für Menschen mit Autismus oft schwer.

Ein Super-Markt in der Schweiz hat sich deshalb etwas überlegt.
Dort gibt es zweimal in der Woche eine Stille Stunde.

Was ist bei der Stillen Stunde anders?

  • Das Licht ist nicht so grell.
    Es ist schwächer.
  • Es läuft keine Musik im Super-Markt.
  • Es gibt keine Lautsprecher-Durchsagen.
  • Man kann auf einem Plan sehen:
    Wo ist es warm im Super-Markt und wo ist es kalt?
  • Assistenz-Hunde können in den Super-Markt mitgebracht werden.

Auch Menschen ohne Autismus können in der Stillen Stunde einkaufen gehen.
So können sie auch diese Erfahrung machen.

Die Stille Stunde gibt es jetzt in 4 Super-Märkten in der Stadt Zürich in der Schweiz.
Zuerst gab es die Stille Stunde in Neuseeland.
In Deutschland gibt es noch keine Stille Stunde im Super-Markt.

Im Moment brauchen wir gute Nachrichten.
Darum gibt es bei Einfachstars jetzt regelmäßig eine Gute Nachricht des Tages.
Hier findet man alle Guten Nachrichten des Tages.

Hast Du eine Gute Nachricht des Tages?
Möchtest Du sie mit anderen Menschen teilen?
Dann schick sie mir an diese E-Mail-Adresse: anne@einfachstars.info.


Samuel Koch vermisst seine Arbeit als Schauspieler

Samuel Koch ist Schauspieler.
Er ist 33 Jahre alt.
So sieht er aus:

Samuel Koch arbeitet an einem Theater.
Am National-Theater Mannheim.
Aber:
Wegen Corona sind gerade alle Theater geschlossen.
Samuel Koch kann nicht auf der Bühne stehen.
Das vermisst er.
Aber:
Trotzdem findet er es richtig.
Er sagt:
Die deutsche Regierung entscheidet richtig.
Damit alle geschützt sind.

Samuel Koch erzählt:
"So haben wir gerade ein köstliches Dinner mit Freunden in Berlin über Video-Telefonie gemacht."
[Dinner ist das englische Wort für Abend-Essen.]

Das heißt:
Er hat seine Freunde nicht besucht.
Sondern sie haben sich am Computer gesehen.
Sie haben telefoniert.
Und zusammen gegessen.


Star-Lexikon

Wer ist Samuel Koch?

Samuel Koch ist 38 Jahre alt.

Er ist Schauspieler.
Er spielt Theater.
Zum Beispiel bei den Münchner Kammer·spielen.

Als Kind war Samuel Koch Turner.
Er hat Geräte·turnen gemacht.

Nach der Schule hat Samuel Koch eine Ausbildung als Schauspieler angefangen.
Dann hatte er einen schweren Unfall.
Er hat bei der Sendung "Wetten dass...!?" mit·gemacht.
Er wollte mit einem Salto über 5 Autos springen.
[Ein Salto ist ein Über·schlag in der Luft.]
Dabei ist er gestürzt und hat sich schwer verletzt.
Seit·dem ist Samuel Koch querschnitts·gelähmt.
Das heißt:
Er kann nicht mehr laufen.
Er braucht jetzt einen Roll·stuhl.

Samuel Koch hat auch in Filmen und Fernseh·sendungen mit·gespielt.
Zum Beispiel in der Serie "Sturm der Liebe".
Und im Film "Honig im Kopf".

Samuel Koch ist verheiratet.
Seine Frau heißt Sarah Elena Timpe.
Sie ist auch Schauspielerin.
Bald bekommen die beiden ein Baby zusammen.

Samuel Koch hat 3 Bücher geschrieben:

  • Samuel Koch – 2 Leben
  • Rolle vorwärts – Das Leben geht weiter, als man denkt
  • Steh auf Mensch! Was macht uns stark? (K)ein Resilienz-Ratgeber


Näher und Näherinnen für Mund-Nase-Abdeckungen gesucht

Die Gold-Kraemer-Stiftung schreibt über sich selbst im Internet:
"Die Gold-Kraemer-Stiftung hilft Menschen mit Behinderung."

Sie haben zum Beispiel Wohn-Häuser für Menschen mit Behinderung.
Oder eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung.
Und sie machen viele andere Angebote.

Jetzt sucht die sucht die Gold-Kraemer-Stiftung Näher und Näherinnen für Mund-Nase-Abdeckungen.
Sie schreiben im Internet:
"Wir haben eine Stoff-Lieferung erhalten - weiterhin suchen wir Menschen, die für unsere Wohn-Stätten Mund-Nase-Abdeckungen nähen.
Wer uns helfen möchte, kann sich Materialien (Stoff, Garn, Gummi-Bänder...) in unserem Gäste-Haus in Frechen-Buschbell, Adam-Schall-Straße 2, 50226 Frechen, abholen.
!! Bitte ruft vorher an: 022 34 928 25 101. !!"

Mehrere Rollen gemusterter Baumwollstoffe und Rollen mit Nähgarn

Stoff für die Atem-Schutz-Masken

Gold Krämer Stiftung über Facebook

Eine Näh-Anleitung für Mund-Nase-Abdeckungen gibt es hier.

Sie schreiben:
"Vorab schonmal ein großes DANKESCHÖN für jede Hilfe!"


In Wedel gibt es ab 2020 Straßen-Schilder für seh-behinderte Menschen

Wedel ist eine Stadt in Schleswig-Holstein.
Ab 2020 gibt es dort neue Straßen-Schilder.
Es sind Straßen-Schilder für blinde Menschen.
Und für Menschen mit Seh-Behinderung.

Man kann die Straßen-Namen fühlen.
Oder mit einer Lupe lesen.
Auf diesem Bild kann man es sehen:

Bis Ende Januar 2020 werden 370 Schilder angebracht.
Sie kommen an den Mast der Straßen-Schilder für sehende Menschen.
In einer Höhe von 1,40 Meter.

Es gibt kurze und lange Straßen in Wedel.
Bei den langen Straßen gibt es auch Pfeile an den Schildern.
Dann kann man erkennen:
In welche Richtung muss ich gehen?
Wo werden die Haus-Nummern größer?

Die Stadt Wedel hat erstmal nur Geld für 370 Straßen-Schilder.
Dann fehlen noch 253 Straßen-Schilder.
Aber die Stadt versucht, noch mehr Geld dafür zu bekommen.

Schilder mit kurzen Straßen-Namen kosten 118 Euro.
Schilder mit langen Straßen-Namen kosten 130 Euro.


In Berlin wurde die T4-Gedenk-Stätte beschmiert

In Berlin gibt es eine Gedenk-Stätte.
Die Gedenk-Stätte heißt Gedenk-Stätte für Euthanasie-Opfer.
So sieht die Gedenk-Stätte aus:

Ein Mahnmal, gestaltet aus Plexiglasplatten und Marmor

Die Gedenk-Stätte für Euthanasie-Opfer in Berlin

Von Drrcs15 - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0

Eine Gedenk-Stätte erinnert an etwas.
An etwas, das früher passiert ist.

Diese Gedenk-Stätte erinnert an die Nazi-Zeit.
In dieser Zeit wurden viele Menschen mit Behinderung ermordet.
Die Nazis nannten das Euthanasie.
Darum heißt die Gedenk-Stätte "Gedenk-Stätte für Euthanasie-Opfer".
Opfer sind die Menschen mit Behinderung, die damals getötet wurden.

Jetzt wurde die Gedenk-Stätte beschmiert.
Jemand hat rosten Farbe darauf geschmiert.
Das ist in der Nacht von Donnerstag auf Freitag passiert.

Die Polizei sucht jetzt nach den Tätern oder Täterinnen.
Sie wollen heraus-finden:
Wer hat die Gedenk-Stätte beschädigt?

Viele Menschen mit Behinderung werden in ihrem Alltag benachteiligt

Die Aktion Mensch hat eine Umfrage gemacht.

Was ist die Aktion Mensch?

So erklärt es die Aktion Mensch selbst in Leichter Sprache:
"Seit dem Jahr 1964 macht die Aktion Mensch viele Sachen für Menschen mit Behinderung.
Und seit dem Jahr 2000 macht die Aktion Mensch auch viele Sachen für Kinder und junge Menschen.
Denn die Aktion Mensch will:
Alle Menschen sollen in unserer Gesellschaft gut leben können.

Die Aktion Mensch ist die größte Förder-Gruppe in Deutschland.
In schwerer Sprache heißt das:
Die Aktion Mensch ist die größte Förder-Organisation.
Sie unterstützt jeden Monat viele verschiedene Projekte für:

  • Menschen mit Behinderung
  • und Kinder und junge Menschen.

Dafür braucht die Aktion Mensch sehr viel Geld.
Deshalb macht sie eine große Lotterie."

Jetzt hat die Aktion Mensch eine Umfrage gemacht.
Sie wollten wissen:
Werden Menschen mit Behinderung im Alltag diskriminiert?

Diskriminiert heißt:
Jemand hat Nachteile.
Weil er oder sie eine Behinderung hat.
Zum Beispiel:
Jemand wird im Bus angestarrt.
Oder:
Jemand kann nicht ins Kino gehen.
Weil es keine Rampe gibt.

Eine blinde Frau mit dunkler Sonnenbrille geht an Sitzreihen eines Kinos vorbei.

Premiere des Films „Kinder der Utopie“ im Kino in Berlin

Andi Weiland | © Gesellschaftsbilder.de

517 Menschen mit Behinderungen haben bei der Umfrage mitgemacht.
Sie haben Fragen zu ihrem Alltag beantwortet.
Sie haben gesagt:
Ja, es gibt Nachteile in ihrem Leben.
Nachteile durch ihre Behinderung.
Mehr als die Hälfte der Menschen mit Behinderung werden diskriminiert.

Die befragten Menschen haben zum Beispiel diese Nachteile:

  • sie werden beleidigt
  • sie werden angestarrt
  • sie verdienen weniger Geld als Menschen ohne Behinderung
  • manche werden sogar angegriffen
  • andere Menschen nehmen keine Rücksicht

Und die Menschen mit Behinderung haben das Gefühl:
Die Nachteile werden mehr.
Die Diskriminierung wird stärker.

Was wünschen sich Menschen mit Behinderung in der Umfrage?
Die Politik muss etwas verändern.
Menschen mit Behinderung müssen die gleichen Rechte haben wie alle anderen.

Und:
Die Medien müssen etwas verändern.
Medien sind:

  • Zeitungen 
  • Zeitschriften
  • Radio 
  • Fernsehen
  • das Internet

Sie sollen mehr über Menschen mit Behinderung berichten.
Über ihr Leben und ihren Alltag.
Oder in Filmen und Serien.
Dann erfahren viele Menschen mehr über das Leben von Menschen mit Behinderung.
Es gibt weniger Vorurteile.
Und weniger Diskriminierung.

Darum macht die Aktion Mensch eine Reihe von neuen Videos.
In den Videos geht es um Inklusion.
Menschen mit und ohne Behinderung lernen sich schon als Kinder kennen.
Sie gehen zusammen in den Kindergarten und in die Schule.
Alle haben ein gutes Leben zusammen.

In diesem Video der Aktion Mensch geht es auch um Vorurteile.
Und um den Wunsch nach mehr Inklusion in der Zukunft.

https://youtu.be/Tp43iRt6Yc0

Rampen aus Lego

In Köln gibt es ein Projekt.
Das Projekt heißt "100 Rampen für Köln".
Es ist ein Projekt von Jugendlichen.

Die Jugendlichen bauen zusammen Rampen aus Lego-Steinen.
So sehen sie aus:

Eine Person platziert zwei Bauteile einer Rampe an einem Bordstein.

Eine Rampe aus Lego-Steinen

Aktion Mensch

Jede Rampe wird aus 300 bis 1.600 [tausend-sechs-hundert] Lego-Steinen zusammen-gebaut.
Diese Rampen werden dann überall in Köln verteilt.
Vor Geschäften und Cafés.
So kommen auch Menschen im Roll-Stuhl in die Geschäfte.

Stefanie Halbauer hat ein Geschäft in Köln.
Sie hat jetzt auch eine Rampe aus Lego-Steinen.
Sie sagt:
"Früher hatten wir eine Holz-Rampe, die ist aber oft verrutscht.
Die Lego-Rampe ist sehr kreativ und die Idee, sie aus alten Spielzeug-Steinen zu bauen, finde ich super.
[Damit meint sie: Sie findet die Idee gut.]
Ich bin mir sicher, dass die neue Rampe bei unserer Kundschaft, die zum Teil mit dem Kinder-Wagen, dem Rollator oder im Roll-Stuhl unterwegs ist, gut ankommt."

Die Idee mit den Rampen aus Lego-Steinen hatte Raul Krauthausen.
Er ist ein Aktivist aus Berlin.
Das heißt:
Er setzt sich für die Rechte von Menschen mit Behinderung ein.

Caroline Mülheims fand die Idee gut.
Sie arbeitet beim Projekt 100 Rampen für Köln mit.
Sie sagt:
"Wir freuen uns über jede Legostein-Spende.
Geschäfts-Leute, die an einer solchen Rampe interessiert sind, und deren Eingangs-Stufe zum Geschäft nicht höher als 9 Zentimeter ist,  können sich sehr gerne bei uns melden."

An verschiedenen Orten in Köln gibt es Spenden-Boxen.
Da kann man seine Lego-Steine ein-werfen.
Hier findet man eine Liste der Orte.