Aktuelles über Stars in Leichter Sprache

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Einträge zum Stichwort: Barrierefreiheit

Was ist die Braille·schrift?

In der Leichten Sprache werden nur wenige Fremd·wörter benutzt.
Meistens guckt man:
Wie kann man ein Fremd·wort durch ein leichteres Wort austauschen?

Aber durch die Arbeit mit den Prüfern und Prüferinnen habe ich gemerkt:
Viele von ihnen lieben Fremd·wörter.
Sie benutzen sie gerne.
Darum erklärt Einfachstars ab jetzt Fremd·wörter und Fach·begriffe.

Heute:
Was ist die Braille·schrift?

Braille·schrift ist eine Schrift für blinde Menschen.
Man kann auch Blinden·schrift dazu sagen.
Die Schrift besteht aus kleinen Punkten.
Jeder Buchstabe besteht aus ein bis 6 Punkten.
Die Punkte werden von hinten in das Papier gedrückt.
Man kann sie mit den Fingern fühlen.

Man kann mit verschiedenen Geräten in Braille·schrift schreiben.
Man kann eine Braille·zeile an den Computer anschließen.
Man kann eine Braille·schreib·mschine benutzen.
Oder ein Schreib·tafel.

Die Braille·schrift ist ein Alphabet.
Das heißt:
Jeder Buchstabe hat ein eigenes Zeichen.
Man kann in Braille·schrift Texte auf Deutsch schreiben.
Aber auch in anderen Sprachen.
Zum Beispiel in Englisch oder Arabisch.

Es gibt auch spezielle Braille·schriften für spezielle Themen.
Zum Beispiel die Braille·musik·schrift für Noten.
Die Braille·schach·schrift.
Und die Braille·strick·schrift.

Der Franzose Louis Braille hat die Braille·schrift erfunden.
Das war im Jahr 1825.
Damals war Louis Braille 16 Jahre alt.
Nach ihm wurde die Schrift benannt.

Immer am 4. Januar wird der Welt-Braille-Tag gefeiert.
Es ist der Geburtstag von Louis Braille.

So spricht man das Wort aus:
Brei·schrift.

Möchtest Du Dir ein Fremd·wort wünschen?
Dann wird es auch bei Einfachstars erklärt.
Schreib einfach eine E-Mail an: anne@einfachstars.info.

Gute Nachricht des Tages 79: Kino zum Hören

Barbara Fickert geht gerne ins Kino.
Sie schreibt Texte über Kino·filme im Internet.
Aber:
Barbara Fickert kann die Kino·filme nicht sehen.
Sie ist blind.
Darum hört sich Barbara Fickert die Audio·deskription zu den Kino·filmen an.

Audio·deskription bedeutet:
Jemand beschreibt für blinde Menschen:
Was sieht man gerade auf der Lein·wand?

Barbara Fickert benutzt für die Audio·deskription im Kino eine App.
Die App heißt Greta.
Aber:
Zu machen Kino·filmen gibt es keine Audio·deskription.

Barbara Fickert ist Fach·frau für Audio·deskription.
Sie schreibt also in ihren Texten über den Film.
Und sie beschreibt:
Was die Audio·deskription gut oder schlecht?
Zum Beispiel:
Wie sind die Stimmen der Sprecher*innen?
Oder:
War die Sprech·geschwindigkeit gut?
Oder war sie zu schnell?

Die Internet·seite von Barbara Fickert heißt Blind·gängerin.
Hier kann man ihre Texte lesen.

Im Moment brauchen wir gute Nachrichten.
Darum gibt es bei Einfachstars jetzt regelmäßig eine Gute Nachricht des Tages.
Hier findet man alle Guten Nachrichten des Tages.

Hast Du eine Gute Nachricht des Tages?
Möchtest Du sie mit anderen Menschen teilen?
Dann schick sie mir an diese E-Mail-Adresse: anne@einfachstars.info.

Tagesschau in Leichter Sprache – jetzt!

Heute ist Tag der Leichten Sprache.
Aber:
Es gibt immer noch keine täglichen Nachrichten in Leichter Sprache.
Darum haben wir eine Petition gemacht.

Eine Petition ist eine Unterschriften-Liste.
Wir fordern:
Tagesschau in Leichter Sprache - jetzt!
Willst Du das auch?
Dann kannst Du die Petition unterschreiben.

Was fordern wir?

Es muss eine Nachrichten-Sendung in Leichter Sprache im Fernsehen geben.
Jeden Tag.
Wir fordern:
Tagesschau in Leichter Sprache – jetzt! 

10 Millionen Menschen in Deutschland brauchen Leichte Sprache und einfache Sprache.
Das sind zum Beispiel:

  • Menschen mit Lern-Schwierigkeiten
  • Menschen mit Schwierigkeiten beim Lesen
  • Menschen, die nur wenig Deutsch sprechen

Nachrichten sind für alle Menschen wichtig.
Nur so kann man verstehen:
Was passiert gerade in Deutschland?
Nur dann können alle mitreden und mitbestimmen.
Darum brauchen wir Tagesschau in Leichter Sprache – jetzt!

Anna-Lisa Plettenberg sagt:

Mein Name ist Anna-Lisa Plettenberg.
Ich bin 27 Jahre alt.
Ich bin Prüferin für Leichte Sprache. 

Leichte Sprache ist Sprache, die jeder versteht.
Darum brauchen wir endlich Nachrichten in Leichter Sprache - und zwar  jeden Tag! 

Nachrichten in Leichter Sprache, da bin ich interessiert.
Das verstehen alle.
Menschen aus allen Ländern.

Hier könnt Ihr die Petition unterschreiben:
www.change.org/Tagesschau 

 

Heute ist internationaler Tag des Blinden-Führ-Hundes

Heute ist internationaler Tag des Blinden-Führ-Hundes.
International heißt:
Er wird in vielen Ländern der Welt gefeiert.

Blinden-Führ-Hunde führen blinde Menschen.
So können sie sich leichter zurecht-finden.
Sie können sich sicher und selbständig bewegen.
Auch wenn sie die Umgebung nicht kennen.

So wie auf diesem Bild.

Viele Menschen benutzen das Wort Blinden-Hund.
Aber:
Der Hund ist nicht blind.
Sondern er führt blinde Menschen.
Darum ist Blinden-Führ-Hund das richtige Wort.
Oder man kann das Wort Assistenz-Hund benutzen.

Warum ist des Tag des Blinden-Führ-Hundes am 29. Januar?
An diesem Tag wurde die erste Schule für Blinden-Führ-Hunde gegründet.
Im Jahr 1929.
Also vor 92 Jahren.
In den USA.
Die Schule hieß The Seeing Eye.
Übersetzt heißt das: Das sehende Auge.

Außerdem sind heute noch diese Welt-Tage:

  • Tag der Nelken
    [Eine Nelke ist eine Blume.]
  • Tag der Mais-Chips in den USA
  • Griesgram-Tag
    [Ein Griesgram hat immer schlechte Laune.]
  • Tag des Puzzles

Am Warn-Tag blieben viele Sirenen still

Heute ist der erste Warn-Tag in Deutschland.
Um 11 Uhr sollte es einen Probe-Alarm geben.
An allen Orten in Deutschland.
Sirenen sollten die Menschen warnen.

Die Sirenen braucht man im Notfall.
Zum Beispiel bei einem Feuer.
Oder bei einem Erd-Beben.

Aber:
Heute war es nur eine Probe.
Es gab keinen echten Notfall.
Man nennt das Probe-Alarm.

Warum gab es den Probe-Alarm?

So konnte man ausprobieren:

  • Wissen alle, wie man die Sirenen einschaltet?

Und:

  • Funktionieren alle Sirenen noch?

Heute hat der Probe-Alarm an vielen Orten nicht funktioniert.
Man konnte keine Sirenen hören.
Alles war still.

In einem Jahr ist wieder Warn-Tag.
Er ist jetzt immer am 2. Donnerstag im September.
Vielleicht klappt es in einem Jahr besser.

Nicht alle Menschen können Sirenen hören.
Gehörlose Menschen hören sie nicht.
Sie können eine Warn-App benutzen.
Am Handy.
Oder am Tablet.
So erfährt man auch von dem Probe-Alarm.
Die Warn-App heißt Nina.

Aber:
Die Warn-App hat auch nicht an allen Orten funktioniert.
Auch da muss man jetzt über-prüfen:
Was war der Fehler?


Dieser Text wurde bei einer Prüfer-Schulung geprüft.
Mit einer Gruppe von der Lebens-Hilfe Hannover.
Diese Menschen haben den Text geprüft:
Heike Block, Marion Hansen, Franz Jörrens, Annemarie Hausner, Anna von Schultzendorff.

Gehörlose Menschen sind die besseren Auto-Fahrer

Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen in den USA haben eine Studie gemacht.
[Eine Studie ist eine wissenschafltiche Untersuchung.
Es ist eine Forschungs-Arbeit.]

Die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen haben heraus-gefunden:
Gehörlose Menschen fahren besser Auto als hörende Menschen.
Sie sind bessere Auto-Fahrer und Auto-Fahrerinnen.

Warum ist das so?

Hörende Menschen telefonieren oft beim Auto-Fahren.
Dann sind sie abgelenkt.
So entstehen viele Unfälle.
Gehörlose Menschen machen das nicht.
Sie hören auch keine Musik beim Fahren.
Sie sind weniger abgelenkt.
Sie konzentrieren sich mehr auf den Straßen-Verkehr.

Aber es gibt noch einen zweiten Grund dafür.

Gehörlose Menschen können nicht hören.
Ihr Hör-Sinn funktioniert nicht.
Dafür funktioniert das Sehen oft besser.
Gehörlose Menschen haben oft ein größeres Blick-Feld als hörende Menschen.
Das heißt:
Sie können auch beim Auto-Fahren mehr über-blicken.
Auch Dinge am Straßen-Rand.

Wo finde ich Informationen zu Corona in Leichter Sprache?

Diese Internet-Seite ist ein Star-Blog.
Hier gibt es Informationen über Stars.
Man erfährt:

Eine Zeit lang gab es hier auch eine Link-Liste zum Thema Corona.
Eine Sammlung an Texten zu Corona in Leichter Sprache.
Diese Informationen sind jetzt auf einer eigenen Internet-Seite.
Sie heißt www.corona-leichte-sprache.de.
Die Informationen über das Corona-Virus sind dorthin umgezogen.

 

So geht die Gebärde für Corona

Viele Menschen berichten gerade über das Corona-Virus.
Das tun sie in verschiedenen Sprachen.
Auch in Gebärden-Sprache.
So geht die Gebärde für das Wort Corona:

Die eine Hand macht eine Faust.
Und die andere Hand dreht sich darüber.

Kino für alle

Seit heute gibt es eine neue Internet-Seite.
Sie heißt www.kinofueralle.de.

Auf dieser Internet-Seite findet man eine Übersicht über Kino-Filme.
Man kann nach-gucken:
Wo kann man Kino-Filme mit Audio-Deskription und Unter-Titeln sehen?

Es ist ein Kino-Angebot für blinde und seh-behinderte Menschen.
Und für gehör-lose Menschen oder Menschen mit Hör-Beeinträchtigung.

Eine Rolle mit Kinotickets aus Papier mit Perforation zum Abreißen

Eintritts-Karten fürs Kino

www.pixabay.com

Audio-Deskription ist für blinde Kino-Besucher und Kino-Besucherinnen.
Es heißt:
Ein Sprecher oder eine Sprecherin beschreibt den Film.
Er oder sie beschreibt:
Was sieht man in dem Film?
Was passiert gerade?

Unter-Titel sind für gehörlose Kino-Besucher und Kino-Besucherinnen.
Sie können die Unter-Titel am Handy lesen.
Sie können dann lesen:
Was wird im Film gesagt?

Auf der Internet-Seite kann man nach-lesen:
Welche barrierefreien Filme laufen in welchen Städten?
Und:
Welche App brauche ich für die Audio-Deskription oder die Unter-Titel?

In diesem Video wird die neue Internet-Seite Kino für alle erklärt:

https://youtu.be/uqw0xKbWAAc

Ein tauber Mann verklagt eine Porno-Seite

Viele Menschen gucken sich im Internet Pornos an.
Statt Pornos kann man auch Sex-Filme sagen.
Es gibt verschiedene Internet-Seiten mit Porno-Filmen.

Ein Mann in den USA guckt auch gerne Pornos im Internet.
Er heißt Yaroslav Suris.
Er guckt sie auf diesen 3 Internet-Seiten:

  • Pornhub
  • Redtube 
  • YouPorn

Yaroslav Suris ist taub.
Man kann auch gehörlos dazu sagen.
Das heißt:
Er kann nicht hören.
Darum kann er auch nicht hören, was in den Porno-Filmen gesagt wird.
Darum findet er:
Die Pornos sollten Unter-Titel haben.

Unter-Titel heißt:
Man hat Text zum Film.
Man kann alles lesen, was gesagt wird.

In den USA gibt es ein Gesetz.
In dem Gesetz steht:
Menschen mit Behinderung dürfen nich benachteiligt werden.
Man kann auch sagen:
Sie dürfen keine Nachteile haben.

Yaroslav Suris findet:
Er braucht Unter-Titel auf den Porno-Seiten.
Sonst ist er benachteiligt.
Und andere gehörlose Nutzer und Nutzerinnen auch.

Darum verklagt er die Macher der Porno-Seiten vor Gericht.
Er fordert Schaden-Ersatz.

Schaden-Ersatz heißt:
Er fordert Geld.
Weil er einen Schaden hat.
Der Schaden ist:
Er kann die Porno-Seiten nicht richtig nutzen.