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Einträge zum Stichwort: Gewalt

Silvester in Berlin

Vor einem Jahr gab es in Berlin an Silvester Unruhen.
Es gab viel Gewalt.
Es wurden zum Beispiel Rettungs·wagen und die Feuerwehr angegriffen.
Darum waren viele Menschen dieses Jahr an Silvester unsicher.
Sie wussten nicht:
Wird so etwas an Silvester in Berlin auch in diesem Jahr wieder passieren?

In der Silvester·nacht waren in Berlin 5.000 Polizist*innen im Einsatz.
So viele wie noch nie vorher an Silvester.
Sie waren aus verschiedenen Bundes·ländern nach Berlin gekommen.

27 Menschen wurden nachts ins Unfall·krankenhaus Berlin gebracht.
Sie hatten schwere Augen·verletzungen, Brand·wunden und Spreng·verletzungen an den Händen sowie im Gesicht.
Viele von ihnen mussten operiert werden.

Mehr als 300 Menschen wurden in der Nacht festgenommen.
Die meisten von ihnen wegen verbotenen Angriffen mit Böllern und Raketen.
An vielen Stellen in der Stadt haben Menschen mit Feuer·werk auf andere geschossen.
Dabei wurden 15 Polizist*innen verletzt.

Es gab mehrere große Feuerwehr·einsätze in der Nacht.
In Spandau und Neukölln haben 2 Mehr·familien·häuser gebrannt.
Weil Raketen das Dach in Brand gesetzt haben.

Die größte Silvesterfeier in Berlin gab es am Brandenburger Tor.
Dort haben 65 Tausend Menschen zusammen gefeiert.
Die Feier konnte man auch im Fernsehen sehen.

Barbara Slowik ist die Polizei·präsidentin von Berlin.
Sie sagt:
Die aller·meisten Berliner*innen haben friedlich Silvester gefeiert.
Fast alle.
Man kann auch sagen: 99,9% der Berliner*innen.
Trotzdem sagt sie auch:
Es ist eine große Stadt mit sehr vielen Menschen.
Unruhen kann man in so einer Nacht nicht ganz verhindern.

Eine Frau verklagt Axl Rose wegen Vergewaltigung

Axl Rose ist Sänger.
Er singt in der Band Guns N’ Roses [übersetzt: Pistolen und Rosen].
Er ist 61 Jahre alt.
So sieht er aus:

Eine Frau hat Axl Rose jetzt angezeigt.
Sie sagt:
Er hat sie vergewaltigt.
Das ist im Jahr 1989 passiert.
In einem Hotel·zimmer nach einer Party.

Die Frau heißt Sheila Kennedy.
In der Zeit hat sie als Model gearbeitet.

Sheila Kennedy sagt:
Axl Rose hat sie an den Haaren gepackt.
Er hat sie gefesselt.
Und er hat sie vergewaltigt.
Darum hat sie ihn jetzt angezeigt.

Ann Olivarius ist eine Anwältin von Shelia Kennedy.
Sie sagt:
"Wie viele Opfer sexueller Übergriffe hat auch Sheila Zeit gebraucht, um ihre Erfahrungen zu verarbeiten und offen darüber sprechen zu können."
Darum zeigt sie Axl Rose erst so viele Jahre später an.

Alan S. Gutman ist der Anwalt von Axl Rose.Er sagt:"Einfach gesagt, diesen Vorfall gab es nicht."

Jetzt wird die Klage untersucht.
Vielleicht gibt es eine Gerichts·verhandlung.

Star-Lexikon

Axl Rose

Axl Rose ist 64 Jahre alt.

Er ist Sänger.
Er singt in der Band Guns N’ Roses [übersetzt: Pistolen und Rosen].

Axl Rose gehört zu den bekanntesten Rock-Sängern der Welt.
Seine Stimme hat einen sehr großen Umfang.
Das heißt:
Er kann sehr hoch singen.
Und auch sehr tief.

Axl Rose und die Band Guns N’ Roses haben diese Lieder gesungen:

  • November Rain [übersetzt: November-Regen]
  • Sweet Child O'Mine [übersetzt: Mein süßes Kind]
  • Paradise City [übersetzt: Paradies-Stadt]

Seit 2016 singt Axl Rose auch für die Band AC/DC.
Er ist kein festes Mitglied der Band.
Er singt nur ab und zu bei Konzerten mit.

Axl Rose wuchs ohne seinen Vater auf.
Er hat ihn nie kennen-gelernt.
Er hat die Familie früh verlassen.
Später wurde er ermordet.
Damals war Axl Rose 20 Jahre alt.

Axl Rose wurde zusammen mit seiner Mutter und seinem Stief-Vater groß.
Er hat eine Schwester und einen Stief-Bruder.

Axl Rose hatte als Kind und Jugendlicher ein schweres Leben.
Seine Familie war sehr streng.
Sie sind sehr christlich.
Die Musik war damals schon wichtig für Axl Rose.
Sie war ein Ausweg für ihn aus seinem Alltag.

Izzy Stradlin ist auch Mitglied der Band Guns N’ Roses.
Axl Rose und Guns N’ Roses haben sich schon in der Schule kennen-gelernt.

1990 war Axl Rose für ein halbes Jahr verheiratet.
Er war mit Stephanie Seymour verheiratet.
Sie ist Schauspielerin und Model.
Die beiden waren nur ein halbes Jahr lang verheiratet.
Sie haben sich schnell wieder getrennt.
Bei der Hochzeit waren sie betrunken.

Jennifer Hermoso hat Luis Rubiales angezeigt

Die spanische Frauen-National·mannschaft hat gerade die Frauen-Fußball-WM gewonnen.
Spanien hat das End·spiel gegen England 1:0 gewonnen.
Danach gab es eine Sieger·ehrung und eine Feier.
Bei der Feier war auch Luis Rubiales.
Er war früher selbst Fußball·spieler.
Jetzt ist er der Präsident des spanischen Fußball·verbandes.

Bei der Sieger·ehrung hat Luis Rubiales eine der spanischen Fußballerinnen auf den Mind geküsst.
Es war die Spielerin Jennifer Hermoso.
Sie ist 33 Jahre alt.
Sie spielt seit dem Jahr 2011 für die spanische Nationalmannschaft.
Also seit 12 Jahren.

Jennifer Hermoso wollte den Kuss nicht.
Sie sagt:
Der Kuss war unangenehm für sie.
Aber Luis Rubiales hat sie nicht gefragt.

Viele Menschen finden jetzt:
Luis Rubiales sollte zurück·treten.
Er sollte nicht länger Präsident des spanischen Fußball·verbandes sein.
Weil er die Rechte von Jennifer Hermoso nicht geachtet hat.
Ein Kuss gegen den Willen einer Person ist sexuelle Gewalt.
Aber Luis Rubiales will nicht zurück·treten.
Und der spanische Fußball·verband will ihn nicht entlassen.

Jetzt hat Jennifer Hermoso Luis Rubiales angezeigt.
Jetzt wird untersucht:
War der Kuss von Luis Rubiales sexuelle Belästigung und Nötigung?
Dann wird entschieden:
Gibt es eine Gerichts·verhandlung zu dem Fall?

Man weiß noch nicht:
Welche Strafe könnte Luis Rubiales in dem Fall bekommen?
Vielleicht muss er ins Gefängnis.


Die spanische Frauen-National·mannschaft ist im Streik

Die spanische Frauen-National·mannschaft hat gerade die Frauen-Fußball-WM gewonnen.
Spanien hat das End·spiel gegen England 1:0 gewonnen.
Danach gab es eine Sieger·ehrung und eine Feier.
Bei der Feier war auch Luis Rubiales.
Er war früher selbst Fußball·spieler.
Jetzt ist er der Präsident des spanischen Fußball·verbandes.

Bei der Sieger·ehrung hat Luis Rubiales eine der spanischen Fußballerinnen auf den Mind geküsst.
Es war die Spielerin Jennifer Hermoso.
Sie ist 33 Jahre alt.
Sie spielt seit dem Jahr 2011 für die spanische Nationalmannschaft.
Also seit 12 Jahren.

Jennifer Hermoso wollte den Kuss nicht.
Sie sagt:
Der Kuss war unangenehm für sie.
Aber Luis Rubiales hat sie nicht gefragt.

Viele Menschen finden jetzt:
Luis Rubiales sollte zurück·treten.
Er sollte nicht länger Präsident des spanischen Fußball·verbandes sein.
Weil er die Rechte von Jennifer Hermoso nicht geachtet hat.
Ein Kuss gegen den Willen einer Person ist sexuelle Gewalt.

Luis Rubiales sagt jetzt:
Der Kuss war einvernehmlich.
Das bedeutet:
Beide Personen wollten den Kuss.
Aber das stimmt nicht.

Jennifer Hermoso schreibt dazu:
"Ich möchte ganz klar sagen, dass ich zu keinem Zeitpunkt dem Kuss zugestimmt habe, den er mir gegeben hat, und ich habe auch nicht versucht, mich dem Präsidenten zu nähern.
Ich dulde es nicht, dass mein Wort infrage gestellt wird, und noch weniger, dass etwas erfunden wird, was ich nicht gesagt habe."

Luis Rubiales sagt:
Er tritt nicht zurück.
Er ist jetzt für 90 Tage suspendiert.
Das bedeutet:
In dieser Zeit darf er nicht arbeiten.
Aber ihm wurde nicht gekündigt.

Darum streiken die Spielerinnen der spanischen National·mannschaft jetzt.
Sie sagen:
Sie werden nicht mehr für Spanien Fußball spielen.
Solange bis Luis Rubiales zurück·tritt.

Bis jetzt haben 81 Spielerinnen den Brief unterschrieben.
Alle Frauen, die jetzt in der spanischen National·mannschaft spielen.
Und viele, die früher in der spanischen National·mannschaft gespielt haben.

Auch Spielerinnen aus anderen Ländern unterstützen Jennifer Hermoso und ihre Mannschaft.
Die Mannschaft aus Großbritannien schreibt:
"Missbrauch ist Missbrauch und wir haben alle die Wahrheit gesehen.
Das Verhalten derjenigen, die sich für unbesiegbar halten, darf nicht toleriert werden und Menschen sollten nicht überzeugt werden müssen, um gegen jede Form von Belästigung vorzugehen.
Unser Team steht an der Seite der spanischen Mannschaft und wir werden sie unterstützen."




Neue Vorwürfe gegen Till Lindemann

Till Lindemann ist Sänger der Band Rammstein.
Er ist 60 Jahre alt.
So sieht er aus:

Seit einigen Monaten gibt es immer wieder schwere Vorwürfe gegen Till Lindemann.
Die Vorwürfe kommen von Frauen.
Sie haben mit Sex und Gewalt zu tun.

Bis jetzt sind die Vorwürfe nicht bewiesen.
Es gab noch keine Gerichts·verhandlung gegen Till Lindemann.
Aber immer mehr Frauen berichten von ähnlichen Erlebnissen.
Und sie beschreiben sie sehr ähnlich.
Das alles ist viele Jahre lang passiert.
An vielen verschiedenen Orten.

Jetzt berichtet eine Frau aus Österreich von ihrer Begegnung mit Till Lindemann.
Sie sagt:
Sie hat eine Nachricht von einer Frau bekommen.
Die Frau hat ihr geschrieben:
Sie kann Till Lindemann treffen.
Die Nachricht kam von Alena Makeeva.
Alena Makeeva hat die Band Rammstein oft auf Tour begleitet.

Die Frau war Fan von Till Lindemann.
Sie erzählt:
"Ich wollte einfach nur meine Idole treffen, die ich seit Jahren anhimmele."
[Idol bedeutet: Sie fand die Mitglieder der Band toll.]

In der Nachricht bekam die Frau auch Tipps zu ihrer Kleidung.
In der Nachricht stand:
Sie soll sich zu dem Treffen besonders sexy anziehen.
Das hat die Frau gemacht.

Außerdem berichtet die Frau:
Sie wurde nach dem Konzert in ein Hotel·zimmer gebracht.
In dem Zimmer war Till Lindemann.
Er war nackt.
Er hatte nur ein Hand·tuch um·gebunden.
Und er soll zu ihr gesagt haben:
"Komm, ich will Sex mit dir haben."

Die Frau sagt:
Sie hat nein gesagt.
Sie wollte keinen Sex mit Till Lindemann haben.
Sie sagt:
Er hat sie dann aufs Bett geworfen.
Und er hat sie geschlagen.

Die Frau hat Fotos von sich gemacht.
Auf den Fotos sieht man die Spuren der Gewalt auf ihrem Körper.

Die Frau hat Till Lindemann nicht angezeigt.
Sie sagt:
Sie hatte Angst, was andere Menschen über sie denken werden.
Weil sie freiwillig in das Hotel·zimmer gegangen ist.

 Die Frau will ihren Namen nicht verraten.
Aber sie findet:
Es muss endlich über diese Gewalt gesprochen werden.
Damit sie aufhört.

Die Frau berichtet:
"Nur weil er in einer Rockstar-Macht·position ist, heißt das nicht, dass er mit Frauen machen kann, was er will.
Das geht nicht.
Und deswegen möchte ich auch, dass das erzählt wird, weil mir das passiert ist."

Till Lindemanns Anwälte haben sich bei der Frau gemeldet.
Sie sagen:
Die Vorwürfe stimmen nicht.

Ein Mann bekommt Schmerzens·geld für eine Beleidigung bei der Fahrkarten·kontrolle

BVG ist die Abkürzung für: Berliner Verkehrs·betriebe.
Die BVG betreibt in Berlin:

  • U-Bahnen
  • Straßen-Bahnen
  • Busse
  • Fähren

Eine gelbe U-Bahn steht mit geöffneten Türen an einem leeren Gleis.

Eine U-Bahn auf der Linie U7 in Berlin

BVG, Oliver Lang

Im Jahr 2020 haben Mitarbeiter*innen der BVG einen Fahr·gast kontrolliert.
Er sollte sein Ticket zeigen.
Bei der Ticket·kontrolle wurde der Mann rassistisch beleidigt.
Das bedeutet:
Er wurde wegen seiner Haut·farbe beleidigt.
Oder wegen seiner Herkunft.
Außerdem wurde dem Mann gesagt:
Er soll sich 'in Deutschland benehmen'.

Der Mann ist schwarz.
Er ist Opernsänger.
Sein Name ist Jeremy Osborne.

Jeremy Osborne hat die BVG verklagt.
Das heißt:
Er hat sich bei einem Gericht über die Beleidigung beschwert.
Das Gericht hat entschieden:
Das Persönlichkeits·recht von Jeremy Osborne wurde durch die Beleidigung verletzt.
Darum muss die BVG ihm Schmerzens·geld bezahlen.
Er bekommt 1.000 Euro von der BVG.

Die BVG sagt:
Sie nehmen die Vorwürfe ernst.
Sie wollen etwas gegen Diskriminierung und Gewalt tun.

Jeremy Osborne sagt:
„Es tut unfassbar gut zu wissen, dass die Richterin anerkannt hat, dass die Kontrolleure meine Menschen·würde verletzt haben.“
[Kontrolleur*innen kontrollieren Tickets in der Bahn oder im Zug.]

Neue Vorwürfe gegen die Band Rammstein

Es gibt schwere Vorwürfe gegen die Band Rammstein.
Vor allem gegen den Sänger Till Lindemann.

Die Vorwürfe haben mit Gewalt, Sex und Drogen zu tun.
Bis jetzt sind diese Vorwürfe nicht bewiesen.
Aber viele Frauen berichten davon.
Hier kann man mehr darüber lesen.

6 Musiker auf einer nur wenig ausgeleuchteten Bühne. In den Kichtkegeln sieht man Nebel.

Die Band Rammstein auf der Bühne

Von Jonas Rogowski - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0

Immer mehr Frauen erzählen von ähnlichen Erlebnissen.
Sie haben vor oder nach den Konzerten von Rammstein Gewalt erlebt.
Viele hatten Sex.
Auch wenn sie es selbst nicht wollten.
Die meisten Frauen haben die Gewalt durch Till Lindemann erlebt.
Er ist der Sänger der Band.
Bis jetzt haben die anderen Band·mitglieder geschrieben:
Sie hatten mit der Gewalt nichts zu tun.
Und sie wussten nichts davon.

Jetzt berichten aber 2 Frauen:
Sie haben Gewalt durch Christian Lorenz erlebt.
Er spielt Keyboard in der Band.
Sein Spitz·name ist Flake.

Die beiden Frauen sagen:
Sie hatten schlimme Erlebnisse bei einem Rammstein-Konzert.
Es wurde viel Alkohol getrunken.
Sie hatten Sex mit Christian Lorenz.
Obwohl sie es nicht wollten.

Christian Lorenz sagt:
Er hat viele Jahre lang zuviel Alkohol getrunken.
Er war süchtig.
Und er hat in Interviews gesagt:
Er hatte oft betrunken Sex.
Und dann hat er über vieles nicht mehr nach·gedacht.

Christian Lorenz hat sich Anwälte gesucht.
Sie vertreten ihn vor Gericht.
Seine Anwälte sagen:
Die Vorwürfe sind nicht wahr.

Bis jetzt gibt es keine Beweise für die Straf·taten der beiden Musiker.
Aber sehr viele Frauen berichten von ähnlichen schlimmen Erlebnissen.
Sie können genau beschreiben, was ihnen passiert ist.
Die Polizei untersucht die Fälle gerade.
Bis jetzt weiß man noch nicht:
Wird es Gerichtsverhandlungen gegen Till Lindemann und Christian Lorenz geben oder nicht?

Das Rammstein-Büro wurde angegriffen

Es gibt schwere Vorwürfe gegen Till Lindemann.
Er ist Sänger der Band Rammstein.
Die Vorwürfe haben mit Gewalt, Sex und Drogen zu tun.
Viele Frauen berichten davon.

Einfachstars hat davon berichtet.
Hier kann man den Bericht lesen.

Jetzt wurde das Büro der Band Rammstein angegriffen.
Die Scheiben wurden mit Steinen ein·geworfen.
Und die Wände wurden mit Farbe beschmiert.
Eine Gruppe von Menschen hat einen Satz an die Büro·wand geschrieben:
Keine Bühne für Täter.

Die Gruppe hat einen Brief geschrieben.
In dem Brief erklärt sie die Gründe für den Angriff.
Sie schreibt:
"Wir solidarisieren uns mit den Betroffenen der organisierten sexuellen Gewalt durch Till Lindemann und Co. und machen klar:
Für Täter wie euch gibt es Konsequenzen.
Dies gilt genauso für Unternehmen und Personen, die Räume oder Infrastruktur zur Verfügung stellen und damit die Täter schützen oder unterstützen."

Das bedeutet:
Die Gruppe denkt:
Die Vorwürfe gegen Till Lindemann sind wahr.
Sie glaubt:
Er hat viele Frauen missbraucht.
Darum soll er nicht mehr auf der Bühne stehen dürfen.
Und er soll keine Unterstützung mehr bekommen.
Nicht von Firmen.
Und nicht von Privat·personen.

Außerdem hat die Gruppe eine Forderung.
Sie schreiben:
"Wir rufen alle dazu auf, die geplanten Rammstein-Konzerte in Berlinam 15., 16. und 18. Juli kreativ zu stören, zu sabotieren und zu verhindern."
[Sabotieren bedeutet: Man tut etwas dagegen. 
Sodass die Konzerte nicht statt·finden können.]

Die Polizei untersucht den Fall jetzt.

Unterstützung gegen die Anwälte von Till Lindemann

Es gibt schwere Vorwürfe gegen Till Lindemann.
Till Lindemann ist der Sänger der Band Rammstein.
Die Vorwürfe gegen ihn haben mit Gewalt, Sex und Drogen zu tun.
Bis jetzt sind diese Vorwürfe nicht bewiesen.
Aber viele Frauen berichten davon.

Was ist passiert?

Viele Frauen haben berichtet:
Vor und nach Rammstein-Konzerten gibt es Partys.
Zu den Partys werden nur junge Frauen eingeladen.
Sie werden extra für die Partys ausgesucht.
Auf den Partys bekommen sie Alkohol und Drogen.
Und Till Lindemann hat auf den Partys Sex mit vielen der Frauen.
Auch wenn einige von ihnen das nicht wollten.

Im Moment unter·sucht die Polizei die Vorfälle.

Till Lindemann sagt:
Die Vorwürfe sind falsch.
Nichts davon stimmt.
Aber viele Frauen berichten von denselben Erlebnissen.

Till Lindemann hat jetzt mehrere Anwälte eingeschaltet.
Sie mahnen die Frauen ab.
Das bedeutet:
Die Frauen bekommen einen Brief.
In dem Brief steht dann:
Sie dürfen nicht mehr über ihre Erlebnisse bei den Konzerten sprechen.

Darum haben sich jetzt Unterstützer*innen zusammen·getan.
Sie sammeln Geld.
Damit sich die Frauen auch gute Anwälte*innen leisten können.
Sie sagen:
Till Lindemann hat viel mehr Macht und Geld als die Frauen.

Carolin Kebekus sagt:
"Darauf haben wir keinen Bock mehr!"
Darum will die Aktion die Frauen unterstützen.
Damit sie sich weiter trauen, über ihre Erlebnisse zu sprechen.

Durch die Aktion ist sehr schnell sehr viel Geld zusammen·gekommen.
Bis jetzt sind es gast 650 Tausend Euro.
Und fast 60 Tausend Menschen haben gespendet.

Die Spenden·aktion heißt:
Wie viel Macht 1 Euro.
Auf dieser Internet·seite kann man mehr darüber lesen.
Und man kann spenden.

Unter den Unterstützer*innen sind auch mehrere Stars.
Zum Beispiel diese:

  • Carolin Kebekus
  • Nora Tschirner
  • Rezo

Aber auch viele Privat·personen machen bei der Aktion mit.

Schwere Vorwürfe gegen Till Lindemann

Till Lindemann ist Sänger der Band Rammstein.
Er ist 60 Jahre alt.
So sieht er aus:

Jetzt gibt es schwere Vorwürfe gegen Till Lindemann.
Die Vorwürfe haben mit Gewalt, Sex und Drogen zu tun.
Bis jetzt sind diese Vorwürfe nicht bewiesen.
Aber viele Frauen berichten davon.

Was ist passiert?

Shelby Linn kommt aus Irland.
Sie war bei einem Konzert der Band Rammstein.
Das Konzert war in der Stadt Vilnius.
Till Lindemann ist Sänger der Band Rammstein.

Shelby Linn sagt:
Vor und nach den Konzerten von Rammstein gibt es Partys.
Zu den Partys werden junge Frauen ausgesucht.
Diese Frauen bekommen bei den Partys dann ertränke.
Und in den Getränken sind Drogen.
So·dass die Frauen nicht mehr wissen, was mit ihnen passiert.
Shelby Linn sagt auch:
Till Lindemann hat auf diesen Partys Sex mit Frauen.
Nicht alle der Frauen machen das frei·willig.
Manche der Frauen wurden vergewaltigt.

Seit·dem haben viele Frauen gesagt:
Ihnen sind ähnliche Dinge passiert.
Auch sie haben Gewalt erlebt vor oder nach den Konzerten von Rammstein.

Die Band Rammstein hat dann einen Text zu den Vorwürfen im Internet geteilt.
Sie schreiben dazu:
"Zu den im Netz kursierenden Vorwürfen zu Vilnius können wir aus·schließen, dass sich, was behauptet wird, in unserem Umfeld zu·getragen hat."

Damit sagt die Band:
Die Vorwürfe von Shelby Linn sind nicht wahr.
Sie stimmen nicht.

In einem zweiten Text schreibt die Band:
Sie möchten, dass ihre Fans sich bei den Konzerten sicher fühlen.
Vor der Bühne und hinter der Bühne.
Aber sie sagen auch:
Bisher wurden die Vorwürfe nicht bewiesen.
Es gab keine Anzeigen gegen Till Lindemann.
Darum wünscht sich die Band:
Sie wollen nicht verurteilt werden.

Solange geht die Tour der Band weiter.
In den nächsten Tagen geben sie 2 Konzerte in der Schweiz.

Bis jetzt ist nicht klar:
Wie geht es weiter?
Werden die Fälle von der Polizei unter·sucht?
Wird es Gerichts·verhandlungen geben?
Bis jetzt weiß man es noch nicht.