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Einträge zum Stichwort: Behinderung

Ausbildung zur WenDo-Trainerin für Frauen mit und ohne Lern·schwierigkeiten

In Dortmund gibt es das Zentrum für inklusive Bildung und Beratung.
Der Verein bietet eine Weiterbildung an.
Es ist eine Weiterbildung für Frauen mit und ohne Lern·schwierigkeiten.
In der Weiterbildung können sich Frauen zur WenDo-Trainerin ausbilden lassen.

Was ist eine WenDo-Trainerin?

Wendo ist Selbst·verteidigung und Selbst·behauptung für Frauen und Mädchen.
In diesem Kurs lernen Sie:

  • stark und selbst·bewusst zu sein.
  • Ihre eigenen Interessen zu vertreten 
  • Nein! zu sagen und Ihre eigenen Grenzen zu behaupten
  • Tricks und Techniken für Notfall-Situationen

Aber:
Sie lernen Wendo nicht als Teilnehmerin.
Sondern als Trainerin.
Das bedeutet:
Sie werden Frauen und Mädchen mit und ohne Behinderungen dabei unterstützen

  • auch stark und selbstbewusst zu sein!
  • Ihre eigene Meinung zu sagen! 
  • sich in Notfall-Situationen wirksam zu wehren.

Sie können sich alleine für die Weiterbildung anmelden.
Oder als inklusive Team.

Die Termine starten im August 2024.
Das kostet die Weiterbildung:

4.485,- Euro (ohne Ermäßigung)
3910,- Euro (ermäßigt für Teilnehmer*innen mit Schwerbehinderung)

Sie müssen nicht das ganze Geld auf einmal zahlen.
Sie können jeden Monat einen Teil bezahlen.
Und ein Stipendium ist möglich.
Das bedeutet:
Sie können Unterstützung bekommen.

Die Weiterbildung findet in Dortmund statt.
Der Raum ist barriere·frei.

Die Termine sind immer abends von 18.30 Uhr bis 20 Uhr.
Das bedeutet:
Sie können auch nach der Arbeit mit·machen.

Mehr Informationen finden Sie auf der Internetseite der ZIBB.

Tipps zu Barrierefreiheit bei Demos

Im Moment finden an vielen Orten in ganz Deutschland Demos gegen Rechts statt.
Demos gegen Hass.
Für Menschen·rechte.
Und für ein Verbot der Partei AfD.

Viele Menschen organisieren die Demos.
Und in den letzten Tagen sind mehr als 1 Millionen Menschen auf die Straße gegangen.

Aber:
Die meisten Demos sind nicht barriere·frei.
Viele Menschen mit Behinderung können sie nicht besuchen.

Darum gibt es hier Tipps zum Thema barriere·freie Demos.
Wie kann man eine Demo für alle machen?

Diese Tipps helfen für mehr Barriere·freiheit bei Demos gegen Rechts:

  • Viele Menschen haben Schwierigkeiten beim Hören.
    Darum ist wichtig:
    Die Reden sollten von überall aus gut zu hören sein.
    Außerdem kann man die Texte der Rede ausdrucken.
    Dann können schwerhörige Menschen sie mit·lesen.
  • Gehörlose Menschen brauchen eine Übersetzung der Reden in Deutsche Gebärden·sprache.
  • Viele Menschen brauchen eine Übersetzung der Reden in Leichte Sprache.
    Zum Beispiel Menschen mit anderen Lern·möglichkeiten.
    Oder Menschen, die nur wenig Deutsch verstehen.
  • Nicht alle Menschen können lange stehen.
    Darum kann man Klappstühle oder Roll·stühle zum Ausleihen anbieten.
  • Manche Menschen tragen im Alltag eine medizinische Maske.
    Man kann die Demonstration in verschiedene Blöcke einteilen.
    Und in einem Block tragen dann alle Menschen Maske.
  • Die Demos dauern oft lange.
    Darum ist es gut zu wissen:
    Wo ist die nächste Toilette?
    Und auch:
    Wo ist die nächste barriere·freie Toilette?
    Vielleicht können die Macher*innen der Demo auch selbst barriere·freie Toiletten mieten.
  • Oft laufen die Menschen bei einer Demo gemeinsam durch die Straßen.
    Dabei muss man planen:
    Über welche Strecke werden die Menschen laufen?
    Dabei muss man einplanen:
    Können auch diese Menschen auf der Strecke unterwegs sein? 
    • Menschen im Rollstuhl
    • Menschen mit Geh·hilfe
    • Menschen mit Rollator
    • Menschen mit Lang·stock
  • Manche Menschen haben Probleme mit der Lautstärke bei Demos.
    Viele Menschen an einem Ort sind immer laut.
    Oft wird auch laute Musik gespielt.
    Darum ist es gut, Ohr·stöpsel zu haben.
    Die kann man an die Besucher*innen der Demo ausgeben.
  • Viele Menschen können Enge nicht gut aushalten.
    Vor allem, wenn viele Menschen an einem Ort sind.
    Darum kann man einzelne Bereiche auf den Plätzen absperren.
    In diesen Bereichen stehen dann weniger Menschen.
    Zum Beispiel am Rand.
    Außerdem muss man immer gut erkennen können:
    Wo sind Rettungs·wege?
    Wie kann man die Demo wieder verlassen?
  • Bei vielen Demos sprechen verschiedene Redner*innen.
    Die Redner*innen können zu Beginn ihrer Rede beschreiben:
    Wie sehe ich aus?

    Dann wissen auch blinde Menschen:
    Wie sieht sie sprechende Person aus?
  • Nicht alle Menschen können Demos besuchen.
    Zum Beispiel, weil sie liegen müssen.
    Oder weil sie sich leicht mit Krankheiten anstecken.
    Für diese Menschen kann man die Reden und Bilder von der Demo übers Internet übertragen.
  • Bei den Demos solle es Awareness Teams geben.
    Also Menschen, die sich um die Besucher*innen der Demos kümmern können.
    Zum Beispiel, wenn jemand Unterstützung braucht.
    Diese Awareness Teams sollten sich auch mit Barrierefreiheit auskennen.
    Damit sich auch Menschen mit Behinderung an die Awareness Teams wenden können. 
  • Viele der Demos werden von Gruppen oder Vereinen gemeinsam geplant.
    Meistens arbeiten keine Menschen mit Behinderung an der Planung mit.
    Dabei sind Menschen mit Behinderung von der Politik der AfD stark betroffen.
    Und sie kennen sich aus mit Barriere·freiheit.
    Darum sollten Menschen mit Behinderung an der Planung der Demos mit·arbeiten.
  • Wichtig ist:
    Bei den Demos sollten möglichst viele verschiedene Menschen sprechen.
    Sie teilen ihren Blick·winkel auf die Politik.
    Menschen mit Behinderung werden dabei oft vergessen.
    Darum sollten auch Menschen mit Behinderung als Redner*innen eingeladen werden.
    Denn sie sind durch die Politik der AfD stark bedroht.

So können die Demos an vielen Orten Demos für alle werden.


Gute Nachricht des Tages 117: Mar Galcerán ist Europas erste Abgeordnete mit Down-Syndrom

Mar Galcerán wurde 1977 geboren.
Sie ist Politikerin.
Sie ist Mitglied der spanischen Partei Partido Popular (PP).
Für diese Partei ist sie Abgeordnete.
Das bedeutet:
Sie wurde gewählt.
Und sie vertritt die Partei im Parlament von Valencia.

Mar Galcerán sagt:
"Die Gesellschaft beginnt zu erkennen, dass Menschen mit Down-Syndrom viel beitragen können.
Aber es ist ein sehr langer Weg.
Die Leute verurteilen uns, ohne uns zu kennen.
Sie sehen uns und denken, dass wir nicht über die notwendigen Fähigkeiten verfügen.

Mar Galcerán sagt:
Die meisten Menschen denken:
Menschen mit Down-Syndrom sind ewige Kinder.
Darum können sie in der Politik nicht mit·reden.
Sie glaubt:  
Darum gibt es so wenige Politiker*innen mit Behinderung.

Mar Galcerán setzt sich schon sehr lange für Veränderungen in der Politik ein.
Seit sie 18 Jahre alt ist.  
Jetzt hat sie eine große Veränderung erreicht:
Der Text in einem Gesetz wurde geändert.

Bis jetzt standen in Gesetzen viele beleidigende Worte für Menschen mit Behinderung.
Zum Beispiel 'vermindert intelligent'.
Das bedeutet: weniger klug.
Oder 'erniedrigt'.  
Mar Galcerán fand:
Der Gesetzes·text muss geändert werden.  
Jetzt steht im Gesetzestext: Menschen mit Behinderung.
DIe beleidigenden Worte wurden gestrichen.

Mar Galcerán findet:
Beim Thema Inklusion muss noch viel passieren.
Sie sagt:
"Menschen wie ich haben das Recht, geboren zu werden, zu lernen und zu arbeiten.
Kurz gesagt, ein möglichst autonomes und unabhängiges Leben zu führen.
Das ist noch ein langer Weg."

Aber sie sagt auch:
Sie wird durch·halten.
"Ein Schritt nach dem anderen."

Im Moment brauchen wir gute Nachrichten.
Darum gibt es bei Einfachstars jetzt regelmäßig eine Gute Nachricht des Tages.
Hier findet man alle Guten Nachrichten des Tages.

Hast Du eine Gute Nachricht des Tages?
Möchtest Du sie mit anderen Menschen teilen?
Dann schick sie mir an diese E-Mail-Adresse: anne@einfachstars.info.

Online-Demo gegen rechts

Im Moment demonstrieren sehr viele Menschen gegen Rechts.
Sie gehen auf die Straße.
Sie setzen ein Zeichen gegen Menschen·hass und Ausgrenzung.
In den letzten Tagen haben mehr als 500 Tausend Menschen demonstriert.
An vielen verschiedenen Orten.

Aber:
Viele Menschen mit Behinderung können bei den Demonstrationen nicht dabei sein.
Weil die Demonstrationen nicht barriere·frei sind.
Zum Beispiel:

  • Die Lauf·strecken bei den Demos sind oft weit.
    Nicht alle Menschen können so lange Strecken gehen.
  • Viele Menschen mit Behinderungen haben Schwierigkeiten, von einem Ort zum anderen zu kommen.
    Weil viele Busse und Bahnen nicht barriere·frei sind.
  • Viele Menschen haben Angst vor großen Menschen·massen.
  • Die Reden bei den Demonstrationen werden nicht übersetzt.
    Nicht in Leiche Sprache und nicht in Gebärden·sprache.
  • Manche Menschen können gar nicht das Haus verlassen.
    Sie stecken sich sehr leicht mit Krankheiten an.

Aber:
Auch Menschen mit Behinderung sind von den Plänen der AfD bedroht.
Die AfD ist gegen Inklusion.
Sie findet zum Beispiel:
Schüler*innen mit Behinderung sind eine Belastung für Schüler*innen ohne Behinderung.

Darum wollen auch Menschen mit Behinderung gegen Rechts demonstrieren.
Und das machen sie online.

Heute um 12 Uhr gibt es eine Online-Demo gegen Rechts.
Für Menschen mit Behinderung.
Aber auch für alle anderen Menschen.

Wie kann ich online gegen rechts demonstrieren?

Zum Beispiel:

  • Ich kann ein Foto teilen.
    Ein Foto von einem Demonstrations·schild.
  • Zahlen und Informationen gegen Rechts suchen und mit anderen teilen.
  • Einen Text aus dem Blickwinkel von Menschen mit Behinderung schreiben und teilen.
  • Du kannst auch eine andere eigene Idee mit anderen teilen.

Wichtig ist:
Mit den Texten und Bildern musst Du den Hashtag #OnlineGegenRechts teilen.
Damit alle die Texte und Fotos finden können.

Was ist ein Hashtag?

So sieht ein Hashtag aus: #
Über einen Hashtag kann man nach Themen suchen.
Zum Beispiel:
Man gibt #Pizza ein.
Dann findet man Texte Zum Thema Pizza.
Egal, wer sie geschrieben hat. 

Die Veranstalter*innen der Online-Demo schreiben:
Zusammen können wir viel bewegen!

Was ist Ageismus?

In der Leichten Sprache werden nur wenige Fremd·wörter benutzt.
Meistens guckt man: Wie kann man ein Fremd·wort durch ein leichteres Wort aus·tauschen?

Aber durch die Arbeit mit den Prüfer*innen habe ich gemerkt:
Viele von ihnen lieben Fremd·wörter.
Sie benutzen sie gerne.
Darum erklärt Einfachstars jetzt Fremd·wörter.

Heute: Was ist Ageismus?

Age ist das englische Wort für Alter.
Ageismus ist die Diskriminierung alter Menschen.
Es ist eine Form von Alters·diskriminierung.

So spricht man das Wort Ageismus aus: Ey-dschis-mus.

Ageismus kann zum Beispiel bedeuten:
Ein Mann ist 74 Jahre alt.
Er hat sich verliebt.
Seine Tochter findet aber:
Er sollte keine neue Beziehung mehr anfangen.
Er ist zu alt dafür.

Ageismus kann auch bedeuten:
Eine alte Frau will bei einer Bank einen Kredit aufnehmen.
Aber die Bank sagt:
Sie bekommt den Kredit nicht.
Sie ist zu alt dafür.

Wir alle werden irgendwann älter.
Das bedeutet auch:
Wir alle können irgendwann Ageismus erleben.
Trotzdem wird bis jetzt nur wenig darüber gesprochen.

Möchtest Du Dir ein Fremd·wort wünschen?
Dann wird es auch bei Einfachstars erklärt.
Schreib einfach eine E-Mail an: anne@einfachstars.info.

Judi Dench wird blind, aber sie wird weiter als Schauspielerin arbeiten

Judi Dench ist Schauspielerin.
Sie ist 88 Jahre alt.
So sieht sie aus:

Judi Dench hat eine Augen·erkrankung.
Diese Krankheit heißt Makula·degeneration.
Bei der Krankheit ist die Netz·haut im Auge betroffen.
Menschen mit dieser Krankheit können immer schlechter sehen.
Zuerst wird das Sehen unscharf.
Und mit der Zeit können die Personen durch die Krankheit blind werden.
Ärzte*innen können die Krankheit nicht heilen.

So ist es auch bei Judi Dench.
Sie hat 2012 von ihrer Krankheit erfahren.
Seitdem kann sie immer schlechter sehen.
Bald wird sie blind sein.
Das verändert ihr Leben sehr.
Ihren Alltag.
Und auch ihre Arbeit als Schauspielerin.

Judi Dench sagt:
"Ich kann auf einem Film·set nichts mehr sehen.
Auch Dreh·bücher kann ich nicht mehr lesen.
Aber man muss damit klar·kommen."
[Am Film·set wird ein Film gedreht.
In einem Dreh·buch stehen die Texte der Schauspieler*innen
.]

BIs jetzt konnte Judi Dench immer gut Texte lernen.
Sie hat die Texte gelesen.
Und sie konnte sie sich sehr schnell merken.
Aber jetzt kann sie die Texte nicht mehr lesen.
Freund*innen lesen Judi Dench die Texte immer wieder vor.
Aber lange Texte kann sie sich so nur schwer merken.

Auch in vielen anderen Situationen braucht Judi Dench jetzt Unterstützung.
Sie kann nicht mehr selbst Auto fahren.
Und ihr Partner unterstützt sie beim Essen.
Judi Dench sagt:
Das findet sie schwer.
Aber sie gibt nicht auf.
Sie will sich an ihr verändertes Leben gewöhnen.

Star-Lexikon

Wer ist Judi Dench?

Judi Dench ist 91 Jahre alt.

Sie ist Schauspielerin.
Sie lebt in Großbritannien.

Judi Dench hat 4 Geschwister.
Ihr Vater hat als Arzt gearbeitet.
Auch an einem Theater.
Dort hat er die Schauspieler und Schauspielerinnen behandelt.
So wusste Judi Dench schon als kleines Kind:
Sie will später auch am Theater arbeiten.
Aber zuerst wollte sie Kostüme fürs Theater machen.
Erst später wusste sie:
Sie will Schauspielerin werden.

Ein Bruder von Judi Dench ist auch Schauspieler.

Zuerst hat Judi Dench als Theater-Schauspielerin gearbeitet.
Dafür hat sie viele Preise bekommen.
Dann hat sie auch in vielen Filmen und Fernseh-Sendungen mitgespielt.

Judi Dench hat in mehreren James-Bond-Filmen mitgespielt.
Sie hat M gespielt.
M ist die Chefin von James Bond.
Außerdem hat sie in diesen Filmen mitgespielt:

  • Shakespeare in Love [übersetzt: Shakespeare verliebt]
  • Der Duft von Lavendel
  • Artemis Fowl

Auch als Film-Schauspielerin hat Judi Dench sehr viele Preise gewonnen.
Sie war 6 mal für den Oscar nominiert.
Der Oscar ist der bekannteste Film-Preis der Welt.
Nominiert heißt:
Jemand ist für den Oscar vorgeschlagen.
Er oder sie kann den Oscar gewonnen.
Einmal hat sie den Oscar auch bekommen.
Und viele andere Film-Preise.

Judi Dench arbeitet schon sehr lange als Schauspielerin.
Trotzdem ist sie immer noch aufgeregt.
Sie hat immer noch Lampen-Fieber.
So nennt man die Aufregung vor einem Auftritt.

Judi Dench glaubt an Gott.
Sie lebt nach den Regeln der Bibel.
Und sie sagt:
Der Glauben ist sehr wichtig in ihrem Leben.

Judi Dench war 30 Jahre lang verheiratet.
Ihr Mann war auch Schauspieler.
Er hieß Michael Williams.
Er ist an Krebs gestorben.
Die beiden haben eine Tochter zusammen.
Sie heißt Finty Williams und ist auch Schauspielerin.


Fans singen bei einem Konzert für Lewis Capaldi

Lewis Capaldi ist Sänger und Musiker.
Er kommt aus Groß·britannien.
Seine Lieder wurden zuerst im Internet bekannt.
Dort hatte Lewis Capaldi schnell viele Fans.
Im Jahr 2017 hat Lewis Capaldi seine erste CD auf·genommen.

Lewis Capaldi ist 26 Jahre alt.
So sieht er aus:

Lewis Capaldi hat ein Konzert gegeben.
Auf einem Festival in der Stadt Glastonbury.
Das Glastonbury-Festival ist sehr bekannt.
Es gehört zu den größten Musik-Festivals der Welt.
In diesem Jahr haben mehr als 200 Tausend Menschen das Festival besucht.

Lewis Capaldi hatte ein Problem bei seinem Konzert.
Er hat Tourette.

Was ist Tourette?

Eine Person macht oft kurze und schnelle Bewegungen oder Laute.
Die Person kann es nicht kontrollieren.
Es passiert einfach.
Man kann dazu sagen:
Die Person hat Tics.
Das kann zum Beispiel ein häufiges Augen·zwinkern sein.
Oder schnelle und heftige Bewegungen mit den Händen.

Hier kannst Du mehr über Tourette lesen.

Lewis Capaldi hatte bei seinem Konzert einen Tourette-Anfall.
Darum konnte er sein Lied nicht weiter·singen.
Aber sehr viele Menschen im Publikum kannten den Lied·text.
Sie haben das Lied für Lewis Capaldi  zu Ende gesungen.
In diesem Video kann man es sehen.

Nach dem Festival bedankt sich Lewis Capaldi bei seinen Fans.
Er schreibt im Internet:
"Zunächst einmal möchte ich mich bei Glastonbury dafür bedanken, dass ich dabei sein durfte,
dass ihr mit·gesungen habt, als ich es brauchte
und für all die tollen Nachrichten danach.
Das bedeutet mir wirklich die Welt."

Trotzdem will Lewis Capaldi etwas ändern.
Er will sich erstmal um seine Gesundheit kümmern.
Darum unter·bricht er seine Tour.
Er macht eine Pause.

Lewis Capaldi schreibt an seine Fans:
"Die Tatsache, dass dies wahrscheinlich keine Überraschung ist, macht es nicht einfacher, es zu schreiben,
aber es tut mir sehr leid, euch mit·zu·teilen, dass ich in ab·sehbarer Zeit eine Pause vom Touren ein·legen werde."

Lewis Capaldi sagt:
Früher hat er jedes Konzert genossen.
Er hat sich gut gefühlt auf der Bühne.
Aber jetzt gerade ist das nicht so.
Darum braucht er eine längere Pause.

Lewis Capaldi schreibt weiter:
"Aber die Wahrheit ist, dass ich immer noch lerne, mich an die Auswirkungen meines Tourette-Syndroms zu gewöhnen
und am Samstag wurde mir klar, dass ich viel mehr Zeit darauf verwenden muss, meine geistige und körperliche Gesundheit in Ordnung zu bringen,
damit ich noch lange Zeit das tun kann, was ich liebe."

Darum unter·bricht Lewis Capaldi seine Tour.
Er wird sich um sich selbst kümmern.
Und um seine Gesundheit.
Erst danach wird er wieder Konzerte geben.

Was ist Tourette?

In der Leichten Sprache werden nur wenige Fremd·wörter benutzt.
Meistens guckt man:
Wie kann man ein Fremd·wort durch ein leichteres Wort aus·tauschen?

Aber durch die Arbeit mit den Prüfer*innen habe ich gemerkt:
Viele von ihnen lieben Fremd·wörter.
Sie benutzen sie gerne.
Darum erklärt Einfachstars ab jetzt Fremd·wörter.

Heute: Was ist Tourette?

Tourette ist eine Form von Neuro·diversität.

Neuro bedeutet:
Es hat etwas mit dem Gehirn zu tun.
Und Diversität ist ein anderes Wort für Verschieden·artigkeit.
Das bedeutet also:
Alle Menschen sind unterschiedlich.
Und alle Gehirne funktionieren unterschiedlich.

So ist es auch bei Menschen mit Tourette.
Manche Dinge funktionieren in ihren Gehirnen anders als bei Menschen ohne Tourette.

Was bedeutet das?

Tourette kann viele verschiedene Formen haben.
Aber das können Erkennungszeichen von Tourette sein:

  • Viele Menschen mit Tourette machen schnelle und plötzliche Bewegungen.
    Sie können die Bewegungen nicht kontrollieren.
    Das kann zum Beispiel schnelles Augen·zwinkern sein.
    Oder schnelle Bewegungen mit den Händen oder dem Kopf.
    Man nennt das auch motorische Tics.
  • Oder Menschen mit Tourette machen Geräusche.
    Zum Beispiel lautes Rufen oder Husten.
    Oder Laute mit der Zunge und den Lippen.
    Das nennt man auch vokale Tics.
  • Manche Menschen mit Tourette beschimpfen andere Menschen auf der Straße.
    Auch wenn sie es gar nicht wollen.
    Das sieht man oft in Filmen über Tourette.
    Im echten Leben passiert das aber nicht so oft wie in Filmen.

Bis jetzt weiß man nicht genau:
Warum haben manche Menschen Tourette und andere nicht?
Wissenschaftler*innen untersuchen es noch.
Bis jetzt weiß man nur:
Es hat mit den Genen zu tun.
Also mit dem Erb·gut der Menschen.

Tourette kann man nicht heilen.
Manche Menschen mit Tourette nehmen Medikamente.
Von den Medikamenten gehen die Tics nicht weg.
Aber sie sind nicht mehr so stark.
Oder sie treten nicht mehr so oft auf.

Aber nicht alle Menschen mit Tourette wollen Medikamente nehmen.
Manche entscheiden sich auch für eine Therapie.
In der Therapie lernen sie dann:
Wie kann ich mit den Tics umgehen?
Wie kann ich ein selbst·bewusstes und gutes Leben mit Tourette führen?

Tourette wurde nach einem Arzt benannt.
Sein Name war Gilles de la Tourette.
Das ist ein französischer Name.
So spricht man ihn aus: Dschil dö la tu-rett.

Gilles de la Tourette hat Tourette als Erster beschrieben.
Darum wurde es nach ihm benannt.

Männer und Jungen haben öfter Tourette als Frauen und Mädchen.

Im Internet erzählen viele Aktivist*innen von ihrem Leben mit Tourette.
Zum Beispiel diese Aktivist*innen:

Immer am 7. Juni ist der Europäische Tourette-Tag.
An diesem Tag gibt es viele Informations·veranstaltungen zum Thema Tourette.
Und es werden Informationen zu Tourette im Internet geteilt.
Damit mehr Menschen etwas davon erfahren.

Möchtest Du Dir ein Fremd·wort wünschen?
Dann wird es auch bei Einfachstars erklärt.
Schreib einfach eine E-Mail an: anne@einfachstars.info.

Raúl Krauthausen braucht Unterstützer*innen

Raúl Krauthausen ist Aktivist.
Er setzt sich für die Rechte von Menschen mit Behinderung ein.
Er ist 42 Jahre alt.

Raúl Krauthausen schreibt auch Bücher.
Sein neues Buch heißt:
Wer Inklusion will, findet einen Weg.
Wer sie nicht will, findet Ausreden.

In Raúl Krauthausen Buch geht es um Probleme bei der Inklusion.
Zum Beispiel um das Leben in Wohn·heimen.
Um faire Arbeit und faire Bezahlung.
Um Barrieren in den Schulen.
Und um viele andere Themen.

Sehr viele Menschen haben das Buch gelesen.
Es war auf Der Spiegel Bestseller Liste.
Das bedeutet:
Sehr viele Menschen haben das Buch gekauft.

Aber bis jetzt können nicht alle Menschen das Buch lesen.
Denn es ist nicht in Leichter oder Einfacher Sprache geschrieben.
Raúl Krauthausen will das ändern.
Auch Menschen mit Lern·schwierigkeiten sollen sein Buch lesen können.
Oder Menschen, die nur wenig Deutsch können.
Darum soll es sein Buch auch in Einfacher Sprache geben.

Aber:
Die Verlage sagen:
Sie sind dafür nicht verantwortlich.
Die Übersetzung in Einfache Sprache ist nicht ihre Aufgabe.
Darum kümmert sich Raúl Krauthausen jetzt selbst darum.
Er will sein Buch selbst übersetzen lassen.
Und er will die Prüfer*innen dafür fair bezahlen.
Darum braucht er Unterstützer*innen.
Er sammelt dafür Geld.
Für 12 Tausend Euro kann das Buch übersetzt werden.
Und alle werden dann fair bezahlt.
Nach einem Stunden·lohn auf dem Ersten Arbeitsmarkt.
Nicht mit einem Werkstatt·lohn.

Hier findest Du alle Infos zur Aktion.
Und den Link zum Spenden.

Was ist ein ally?

In der Leichten Sprache werden nur wenige Fremd·wörter benutzt.
Meistens guckt man:
Wie kann man ein Fremd·wort durch ein leichteres Wort austauschen?

Aber durch die Arbeit mit den Prüfer*innen habe ich gemerkt:
Viele von ihnen lieben Fremd·wörter.
Sie benutzen sie gerne.
Darum erklärt Einfachstars ab jetzt Fremd·wörter.

Heute: Was ist ein ally?

Ally ist Englisch.
So spricht man das Wort aus: ällei.
Übersetzt heißt es: Verbündetete oder Verbündeter.
Ein ally ist also eine Person.
Diese Person ist an meiner Seite.
Er oder sie unterstützt mich.
Diese Unterstützung nennt man allyship.
So spricht man das aus: ällei-schipp.

Aber ein ally ist nicht nur eine Unterstützung für eine einzelne Person.
Sondern für eine Gruppe von Menschen.

Zum Beispiel:
Eine Person ist hetero·sexuell.
Die Person hat viele homo·sexuelle Freund*innen.
Die Person bemerkt:
Hetero·sexuelle Menschen haben in Deutschland mehr Rechte als homo·sexuelle Menschen.
Darum setzt sich die Person für die Rechte homo·sexueller Menschen ein.
Auch wenn die Person selbst nicht homo·sexuell ist.
Diese Person ist dann ein ally.

Oder:
In einer Klasse sind Schüler*innen mit und ohne Behinderung.
Die Schüler*innen mit Behinderung haben nicht dieselben Rechte wie Schüler*innen mit Behinderung.
Darum setzen sich alle gemeinsam für die Rechte von Menschen mit Behinderung ein.
Die Schüler*innen ohne Behinderung sind allys.

Oder:
Männer verdienen in den meisten Berufen mehr Geld als Frauen.
Ein Mann findet aber:
Das ist ungerecht.
Er setzt sich für die faire Bezahlung von Frauen ein.
Er ist ein ally.

Möchtest Du Dir ein Fremd·wort wünschen?
Dann wird es auch bei Einfachstars erklärt.
Schreib einfach eine E-Mail an: anne@einfachstars.info.