In der Leichten Sprache werden nur wenige Fremd·wörter benutzt. Meistens guckt man: Wie kann man ein Fremd·wort durch ein leichteres Wort aus·tauschen?
Aber durch die Arbeit mit den Prüfer*innen habe ich gemerkt: Viele von ihnen lieben Fremd·wörter. Sie benutzen sie gerne. Darum erklärt Einfachstars jetzt Fremd·wörter.
Age ist das englische Wort für Alter. Ageismus ist die Diskriminierung alter Menschen. Es ist eine Form von Alters·diskriminierung.
So spricht man das Wort Ageismus aus: Ey-dschis-mus.
Ageismus kann zum Beispiel bedeuten: Ein Mann ist 74 Jahre alt. Er hat sich verliebt. Seine Tochter findet aber: Er sollte keine neue Beziehung mehr anfangen. Er ist zu alt dafür.
Ageismus kann auch bedeuten: Eine alte Frau will bei einer Bank einen Kredit aufnehmen. Aber die Bank sagt: Sie bekommt den Kredit nicht. Sie ist zu alt dafür.
Wir alle werden irgendwann älter. Das bedeutet auch: Wir alle können irgendwann Ageismus erleben. Trotzdem wird bis jetzt nur wenig darüber gesprochen.
Judi Dench hat eine Augen·erkrankung. Diese Krankheit heißt Makula·degeneration. Bei der Krankheit ist die Netz·haut im Auge betroffen. Menschen mit dieser Krankheit können immer schlechter sehen. Zuerst wird das Sehen unscharf. Und mit der Zeit können die Personen durch die Krankheit blind werden. Ärzte*innen können die Krankheit nicht heilen.
So ist es auch bei Judi Dench. Sie hat 2012 von ihrer Krankheit erfahren. Seitdem kann sie immer schlechter sehen. Bald wird sie blind sein. Das verändert ihr Leben sehr. Ihren Alltag. Und auch ihre Arbeit als Schauspielerin.
Judi Dench sagt: "Ich kann auf einem Film·set nichts mehr sehen. Auch Dreh·bücher kann ich nicht mehr lesen. Aber man muss damit klar·kommen." [Am Film·set wird ein Film gedreht. In einem Dreh·buch stehen die Texte der Schauspieler*innen.]
BIs jetzt konnte Judi Dench immer gut Texte lernen. Sie hat die Texte gelesen. Und sie konnte sie sich sehr schnell merken. Aber jetzt kann sie die Texte nicht mehr lesen. Freund*innen lesen Judi Dench die Texte immer wieder vor. Aber lange Texte kann sie sich so nur schwer merken.
Auch in vielen anderen Situationen braucht Judi Dench jetzt Unterstützung. Sie kann nicht mehr selbst Auto fahren. Und ihr Partner unterstützt sie beim Essen. Judi Dench sagt: Das findet sie schwer. Aber sie gibt nicht auf. Sie will sich an ihr verändertes Leben gewöhnen.
Sie ist Schauspielerin. Sie lebt in Großbritannien.
Judi Dench hat 4 Geschwister. Ihr Vater hat als Arzt gearbeitet. Auch an einem Theater. Dort hat er die Schauspieler und Schauspielerinnen behandelt. So wusste Judi Dench schon als kleines Kind: Sie will später auch am Theater arbeiten. Aber zuerst wollte sie Kostüme fürs Theater machen. Erst später wusste sie: Sie will Schauspielerin werden.
Ein Bruder von Judi Dench ist auch Schauspieler.
Zuerst hat Judi Dench als Theater-Schauspielerin gearbeitet. Dafür hat sie viele Preise bekommen. Dann hat sie auch in vielen Filmen und Fernseh-Sendungen mitgespielt.
Judi Dench hat in mehreren James-Bond-Filmen mitgespielt. Sie hat M gespielt. M ist die Chefin von James Bond. Außerdem hat sie in diesen Filmen mitgespielt:
Shakespeare in Love [übersetzt: Shakespeare verliebt]
Der Duft von Lavendel
Artemis Fowl
Auch als Film-Schauspielerin hat Judi Dench sehr viele Preise gewonnen. Sie war 6 mal für den Oscar nominiert. Der Oscar ist der bekannteste Film-Preis der Welt. Nominiert heißt: Jemand ist für den Oscar vorgeschlagen. Er oder sie kann den Oscar gewonnen. Einmal hat sie den Oscar auch bekommen. Und viele andere Film-Preise.
Judi Dench arbeitet schon sehr lange als Schauspielerin. Trotzdem ist sie immer noch aufgeregt. Sie hat immer noch Lampen-Fieber. So nennt man die Aufregung vor einem Auftritt.
Judi Dench glaubt an Gott. Sie lebt nach den Regeln der Bibel. Und sie sagt: Der Glauben ist sehr wichtig in ihrem Leben.
Judi Dench war 30 Jahre lang verheiratet. Ihr Mann war auch Schauspieler. Er hieß Michael Williams. Er ist an Krebs gestorben. Die beiden haben eine Tochter zusammen. Sie heißt Finty Williams und ist auch Schauspielerin.
Lewis Capaldi ist Sänger und Musiker. Er kommt aus Groß·britannien. Seine Lieder wurden zuerst im Internet bekannt. Dort hatte Lewis Capaldi schnell viele Fans. Im Jahr 2017 hat Lewis Capaldi seine erste CD auf·genommen.
Lewis Capaldi hat ein Konzert gegeben. Auf einem Festival in der Stadt Glastonbury. Das Glastonbury-Festival ist sehr bekannt. Es gehört zu den größten Musik-Festivals der Welt. In diesem Jahr haben mehr als 200 Tausend Menschen das Festival besucht.
Lewis Capaldi hatte ein Problem bei seinem Konzert. Er hat Tourette.
Was ist Tourette?
Eine Person macht oft kurze und schnelle Bewegungen oder Laute. Die Person kann es nicht kontrollieren. Es passiert einfach. Man kann dazu sagen: Die Person hat Tics. Das kann zum Beispiel ein häufiges Augen·zwinkern sein. Oder schnelle und heftige Bewegungen mit den Händen.
Lewis Capaldi hatte bei seinem Konzert einen Tourette-Anfall. Darum konnte er sein Lied nicht weiter·singen. Aber sehr viele Menschen im Publikum kannten den Lied·text. Sie haben das Lied für Lewis Capaldi zu Ende gesungen. In diesem Video kann man es sehen.
Nach dem Festival bedankt sich Lewis Capaldi bei seinen Fans. Er schreibt im Internet: "Zunächst einmal möchte ich mich bei Glastonbury dafür bedanken, dass ich dabei sein durfte, dass ihr mit·gesungen habt, als ich es brauchte und für all die tollen Nachrichten danach. Das bedeutet mir wirklich die Welt."
Trotzdem will Lewis Capaldi etwas ändern. Er will sich erstmal um seine Gesundheit kümmern. Darum unter·bricht er seine Tour. Er macht eine Pause.
Lewis Capaldi schreibt an seine Fans: "Die Tatsache, dass dies wahrscheinlich keine Überraschung ist, macht es nicht einfacher, es zu schreiben, aber es tut mir sehr leid, euch mit·zu·teilen, dass ich in ab·sehbarer Zeit eine Pause vom Touren ein·legen werde."
Lewis Capaldi sagt: Früher hat er jedes Konzert genossen. Er hat sich gut gefühlt auf der Bühne. Aber jetzt gerade ist das nicht so. Darum braucht er eine längere Pause.
Lewis Capaldi schreibt weiter: "Aber die Wahrheit ist, dass ich immer noch lerne, mich an die Auswirkungen meines Tourette-Syndroms zu gewöhnen und am Samstag wurde mir klar, dass ich viel mehr Zeit darauf verwenden muss, meine geistige und körperliche Gesundheit in Ordnung zu bringen, damit ich noch lange Zeit das tun kann, was ich liebe."
Darum unter·bricht Lewis Capaldi seine Tour. Er wird sich um sich selbst kümmern. Und um seine Gesundheit. Erst danach wird er wieder Konzerte geben.
In der Leichten Sprache werden nur wenige Fremd·wörter benutzt. Meistens guckt man: Wie kann man ein Fremd·wort durch ein leichteres Wort aus·tauschen?
Aber durch die Arbeit mit den Prüfer*innen habe ich gemerkt: Viele von ihnen lieben Fremd·wörter. Sie benutzen sie gerne. Darum erklärt Einfachstars ab jetzt Fremd·wörter.
Neuro bedeutet: Es hat etwas mit dem Gehirn zu tun. Und Diversität ist ein anderes Wort für Verschieden·artigkeit. Das bedeutet also: Alle Menschen sind unterschiedlich. Und alle Gehirne funktionieren unterschiedlich.
So ist es auch bei Menschen mit Tourette. Manche Dinge funktionieren in ihren Gehirnen anders als bei Menschen ohne Tourette.
Was bedeutet das?
Tourette kann viele verschiedene Formen haben. Aber das können Erkennungszeichen von Tourette sein:
Viele Menschen mit Tourette machen schnelle und plötzliche Bewegungen. Sie können die Bewegungen nicht kontrollieren. Das kann zum Beispiel schnelles Augen·zwinkern sein. Oder schnelle Bewegungen mit den Händen oder dem Kopf. Man nennt das auch motorische Tics.
Oder Menschen mit Tourette machen Geräusche. Zum Beispiel lautes Rufen oder Husten. Oder Laute mit der Zunge und den Lippen. Das nennt man auch vokale Tics.
Manche Menschen mit Tourette beschimpfen andere Menschen auf der Straße. Auch wenn sie es gar nicht wollen. Das sieht man oft in Filmen über Tourette. Im echten Leben passiert das aber nicht so oft wie in Filmen.
Bis jetzt weiß man nicht genau: Warum haben manche Menschen Tourette und andere nicht? Wissenschaftler*innen untersuchen es noch. Bis jetzt weiß man nur: Es hat mit den Genen zu tun. Also mit dem Erb·gut der Menschen.
Tourette kann man nicht heilen. Manche Menschen mit Tourette nehmen Medikamente. Von den Medikamenten gehen die Tics nicht weg. Aber sie sind nicht mehr so stark. Oder sie treten nicht mehr so oft auf.
Aber nicht alle Menschen mit Tourette wollen Medikamente nehmen. Manche entscheiden sich auch für eine Therapie. In der Therapie lernen sie dann: Wie kann ich mit den Tics umgehen? Wie kann ich ein selbst·bewusstes und gutes Leben mit Tourette führen?
Tourette wurde nach einem Arzt benannt. Sein Name war Gilles de la Tourette. Das ist ein französischer Name. So spricht man ihn aus: Dschil dö la tu-rett.
Gilles de la Tourette hat Tourette als Erster beschrieben. Darum wurde es nach ihm benannt.
Männer und Jungen haben öfter Tourette als Frauen und Mädchen.
Im Internet erzählen viele Aktivist*innen von ihrem Leben mit Tourette. Zum Beispiel diese Aktivist*innen:
Immer am 7. Juni ist der Europäische Tourette-Tag. An diesem Tag gibt es viele Informations·veranstaltungen zum Thema Tourette. Und es werden Informationen zu Tourette im Internet geteilt. Damit mehr Menschen etwas davon erfahren.
In Raúl Krauthausen Buch geht es um Probleme bei der Inklusion. Zum Beispiel um das Leben in Wohn·heimen. Um faire Arbeit und faire Bezahlung. Um Barrieren in den Schulen. Und um viele andere Themen.
Sehr viele Menschen haben das Buch gelesen. Es war auf Der Spiegel Bestseller Liste. Das bedeutet: Sehr viele Menschen haben das Buch gekauft.
Aber bis jetzt können nicht alle Menschen das Buch lesen. Denn es ist nicht in Leichter oder Einfacher Sprache geschrieben. Raúl Krauthausen will das ändern. Auch Menschen mit Lern·schwierigkeiten sollen sein Buch lesen können. Oder Menschen, die nur wenig Deutsch können. Darum soll es sein Buch auch in Einfacher Sprache geben.
Aber: Die Verlage sagen: Sie sind dafür nicht verantwortlich. Die Übersetzung in Einfache Sprache ist nicht ihre Aufgabe. Darum kümmert sich Raúl Krauthausen jetzt selbst darum. Er will sein Buch selbst übersetzen lassen. Und er will die Prüfer*innen dafür fair bezahlen. Darum braucht er Unterstützer*innen. Er sammelt dafür Geld. Für 12 Tausend Euro kann das Buch übersetzt werden. Und alle werden dann fair bezahlt. Nach einem Stunden·lohn auf dem Ersten Arbeitsmarkt. Nicht mit einem Werkstatt·lohn.
In der Leichten Sprache werden nur wenige Fremd·wörter benutzt. Meistens guckt man: Wie kann man ein Fremd·wort durch ein leichteres Wort austauschen?
Aber durch die Arbeit mit den Prüfer*innen habe ich gemerkt: Viele von ihnen lieben Fremd·wörter. Sie benutzen sie gerne. Darum erklärt Einfachstars ab jetzt Fremd·wörter.
Ally ist Englisch. So spricht man das Wort aus: ällei. Übersetzt heißt es: Verbündetete oder Verbündeter. Ein ally ist also eine Person. Diese Person ist an meiner Seite. Er oder sie unterstützt mich. Diese Unterstützung nennt man allyship. So spricht man das aus: ällei-schipp.
Aber ein ally ist nicht nur eine Unterstützung für eine einzelne Person. Sondern für eine Gruppe von Menschen.
Zum Beispiel: Eine Person ist hetero·sexuell. Die Person hat viele homo·sexuelle Freund*innen. Die Person bemerkt: Hetero·sexuelle Menschen haben in Deutschland mehr Rechte als homo·sexuelle Menschen. Darum setzt sich die Person für die Rechte homo·sexueller Menschen ein. Auch wenn die Person selbst nicht homo·sexuell ist. Diese Person ist dann ein ally.
Oder: In einer Klasse sind Schüler*innen mit und ohne Behinderung. Die Schüler*innen mit Behinderung haben nicht dieselben Rechte wie Schüler*innen mit Behinderung. Darum setzen sich alle gemeinsam für die Rechte von Menschen mit Behinderung ein. Die Schüler*innen ohne Behinderung sind allys.
Oder: Männer verdienen in den meisten Berufen mehr Geld als Frauen. Ein Mann findet aber: Das ist ungerecht. Er setzt sich für die faire Bezahlung von Frauen ein. Er ist ein ally.
Barbie ist eine der bekanntesten Puppen der Welt. Sie wird von der Firma Matell hergestellt und verkauft. Barbie gibt es schon sehr lange. Seit dem Jahr 1959. Also seit 54 Jahren. Seitdem gab es sehr viele verschiedene Barbie·puppen. Barbies mit verschiedenen Berufen. Mit verschiedenen Hautfarben. Und mit vielen verschiedenen Outfits. [Ein Outfit ist die Kleidung, die man trägt.]
Natalie Dedreux mit der neuen Barbie mit Down-Syndrom
Gero Breloer für Matell
Seit gestern gibt es eine neue Barbie·puppe. Es ist eine Barbiepuppe mit Down-Syndrom. Sie wurde gestern in Hamburg vorgestellt. Natalie Dedreux war bei der Vorstellung dabei. Sie ist Aktivistin. Und sie hat das Down-Syndrom. Sie findet die neue Barbie gut. Darum ist sie Botschafterin für die neue Barbie.
Natalie Dedreux sagt: "Die neue Barbie ist richtig cool. So werden wir sichtbar! Und dass mehr darauf geachtet wird. Dann merkt und sieht die Gesellschaft, dass sowas auch cool ist."
Eine Sprecherin der Firma Matell sagt: "Barbie spielt eine wichtige Rolle in den frühen Erfahrungen von Kindern, und wir wollen unseren Teil beitragen, um durch das Spielen gegen soziales Stigma vor·zu·gehen. Unser Ziel ist es, allen Kinder zu ermöglichen, sich in Barbie zu sehen, und zugleich Kinder dazu zu ermutigen, mit Puppen zu spielen, die nicht so aussehen wie sie selbst."
Damit meint sie: Menschen mit Down-Syndrom kann man sofort erkennen. Man sieht ihnen das Down-Syndrom an. Es gibt viele Vorurteile über Menschen mit Down-Syndrom. Durch das Spielen mit der neuen Barbie können es weniger Vorurteile werden. Kinder mit Down-Syndrom können sich in der neuen Barbie wieder·erkennen. Aber auch Kinder ohne Down-Syndrom können mit der neuen Barbie spielen.
Natalie Dedreux mit der neuen Barbie mit Down-Syndrom
Gero Breloer für Matell
Wie unterscheidet sich die neue Barbie mit Down-Syndrom von anderen Barbie·puppen?
sie ist kleiner als andere Barbies
ihr Ober·körper ist länger
ihr Gesicht ist runder
sie hat kleinere Ohren
sie hat eine flachere Nase
sie hat leicht mandel·förmige Augen
Das Kleid der neuen Barbie hat die Farben gelb und blau und ein Muster mit Blumen und Schmetterlingen. Diese Farben stehen für die für die Unterstützung von Menschen mit Down-Syndrom.
Sie ist eine Plastik·puppe. Ein Kinder·spielzeug. Das Besondere an der Puppe ist: Bis dahin waren die meisten Puppen Baby·puppen. Aber Barbie ist eine erwachsene Frau. Das war damals neu. Diese neue Art von Puppen wurde damals Mode·puppen genannt.
Aber: Einzelne solche Puppen gab es schon viel früher. In Frankreich wurde zu m Beispiel eine solche Puppe gefunden. Sie ist mehr als 700 Jahre alt.
Ruth Handler hat die erste Barbie erfunden und verkauft. Ihr und ihrem Mann gehörte damals die Spielzeug·firma Mattel.
Ruth Handler war in die Schweiz gereist. Dort sah sie eine Puppe in einem Schaufenster. Sie hat die Puppe gekauft. Diese Puppe war das Vorbild für die erste Barbie. Die deutsche BILD-Zeitung hatte diese Puppe gemacht. Die Puppe hieß Lilli. Hier kann man ein Bild der Puppe sehen. Sie wurde von 1952 bis 1961 verkauft.
Ruth Handler hat die Puppe gekauft. Sie hat die Puppe für ihre Tochter mit in die USA genommen. Und sie wollte eine ähnliche Puppe machen und verlaufen. So ist die erste Barbie entstanden.
Im März 1959 wurde die Barbie zum ersten Mal vorgestellt. Auf einer Verkaufs·messe für Spielzeug. Barbie wurde schnell ein großer Erfolg, Bis heute wird sie in vielen verschiedenen Ländern der Welt verkauft.
Aber: Viele Menschen finden Barbie nicht gut. Sie finden: Sie ist kein gutes Vorbild für Kinder. Sie ist zu dünn. So bekommen Kinder eine falsche Vorstellung von Schönheit. Und vom eigenen Körper. Die Firma Mattel sagt aber: Barbie ist ein gutes Vorbild. Denn: Barbie kann alles sein. Sie kann alles erreichen.
Es gibt viele verschiedene Barbies. Mit vielen verschiedenen Berufen. Zum Beispiel diese:
Barbie als Astronautin
Barbie als Wissenschaftlerin
Barbie als Anwältin
Barbie als Fußball·spielerin
Barbie als Ärztin
und viele andere
Die erste Barbie war blond. Und sie hatte weiße Haut. Aber heute gibt es viele verschiedene Barbies. Barbies mit verschiedenen Haar·farben und Haut·farben. Und Barbies mit und ohne Behinderung.
Außerdem gibt es Barbies die aussehen wie berühmte Stars. Zum Beispiel hat Beyoncé eine eigene Barbie. Und Jane Goodall auch.
Zur Barbie-Puppe sind bald noch andere Puppen dazu·gekommen:
Barbies Freund Ken
Barbies kleine Schwester Skipper
Barbies Cousine Francie
Barbies ältere Schwester Stacie
Barbies Baby·schwester Krissy
Barbies Freundinnen Ridge, P.J., Christie, Marina und viele andere Freundinnen
Barbie ist sehr bekannt. Sie kommt in vielen Liedern, Büchern und Filmen vor. Eine Umfrage hat ergeben: Alle Kinder in Deutschland kennen Barbie.
Sie lebt in Köln. Sie schreibt für die Zeitschrift Ohrenkuss. Sie wurde im Jahr 1998 geboren. Und in dem Jahr wurde der Ohrenkuss gegründet. Das heißt: Natalie Dedreux und die Zeitschrift Ohrenkuss sind gleich alt. Außerdem arbeitet Natalie Dedreux als Aktivistin. Das bedeutet: Sie setzt sich für die Rechte von Menschen mit Down-Syndrom ein. Damit sie gehört und ernst genommen werden.
Im September 2017 war Natalie Dedreux in einer Fernseh·sendung. Sie war in der Fernseh·sendung Wahl·arena. In der Sendung hat sie Angela Merkel eine Frage gestellt. Das wollte sie von Angela Merkel wissen: "Frau Merkel, Sie sind Politikerin. Sie machen Gesetze.
Ich bin Redakteurin bei Ohrenkuss. Der Ohrenkuss ist ein Magazin. Da schreiben Menschen mit Down-Syndrom – so wie ich.
9 von 10 Babys mit Down-Syndrom werden in Deutschland nicht geboren. Sie werden abgetrieben. Ein Baby mit Down-Syndrom darf bis wenige Tage vor der Geburt abgetrieben werden. Das nennt man Spät-Abbruch.
Meine Kollegen und ich fragen Sie, Frau Merkel: Wie stehen Sie zum Thema Spät-Abbruch? Wieso darf man Babys mit Down-Syndrom bis kurz vor der Geburt noch abtreiben?
Ich finde es politisch nicht gut. Dieses Thema ist mir wichtig: Ich will nicht abgetrieben werden, sondern auf der Welt bleiben!"
In diesem Video kann man Natalie Dedreuxs Frage hören.
Sehr viele Menschen haben Natalie Dedreux im Fernsehen gesehen. Sie finden: Ihre Frage war mutig. Viele Zeitungen haben darüber geschrieben. Auf vielen Internet·seiten wurde darüber berichtet.
Natalie Dedreux setzt sich für die Rechte von Menschen mit Down-Syndrom ein. Sie interessiert sich für Politik. Dafür hat Natalie Dedreux jetzt einen Preis gewonnen. Der Preis heißt BOBBY. Hier kann man mehr darüber lesen.
Natalie Dedreux reist gerne. In Zukunft will sie am liebsten in Dubai leben. Sie mag Bollywood-Filme. Und Karnevals-Musik. Denn Karneval ist Heimat für sie.
Elin ist die erste Puppe in der deutschen Sesam·straße mit einer Behinderung. Die Macher*innen der Sendung schreiben dazu: "Monster und Menschen aller Haut- und Fell·farben sind hier zu Hause. Schon früher haben wir in der ‚Sesamstraße' Kinder mit Behinderungen vorgestellt. Jetzt wird auch die Puppen·welt etwas inklusiver."
Elin benutzt in ihrem Alltag einen Rollstuhl. Aber das soll nicht im Mittel·punkt stehen. Es ist nur ein Merkmal von vielen. Der Sender NDR sagt dazu: "Der Rollstuhl ist für sie ein Hilfs·mittel, das zu ihrem Alltag einfach dazu·gehört. Elin nutzt den Roll·stuhl, weil sie nicht so gut laufen kann. Doch dieser Aspekt soll nicht zu sehr dominieren. [Dominieren bedeutet: im Mittel·punkt stehen.] Denn behindert zu sein, ist nur ein Merkmal von ganz vielen, die Elin aus·machen."
Die Sesam·straße will damit zeigen: Kinder sind ganz unterschiedlich. Und darum sollen auch in der Sesam·straße ganz unterschiedliche Kinder zu sehen sein. Bei der Entwicklung der neuen Figur haben Menschen mit Behinderung mit·gearbeitet. Der Sender NDR sagt: "Nur so können wir sicherstellen, dass die Figur realistisch und glaub·würdig ist." [Realistisch bedeutet: So wie im echten Leben eines Menschen im Roll·stuhl.]
Im Moment werden die neuen Folgen der Sesam·straße mit Elin gedreht. Ab Herbst 2023 sind sie dann im Fernsehen zu sehen.
L'Oréal ist eine große Firma. Sie stellt viele verschiedene Dinge her. Zum Beispiel Make up oder Shampoo.
Viele Menschen benutzen gerne Lippen·stift. Aber manche Menschen können keinen Lippenstift auftragen. Zum Beispiel wegen einer Körper·behinderung. Oder wegen einer Krankheit. Für diese Menschen hat die Firma L'Oréal jetzt ein Hilfs·mittel erfunden. Mit diesem Hilfsmittel kann man den Lippen·stift leichter auf·tragen.
Der Lippen·stift wird mit einem Magneten an einem Griff befestigt. Mit dem Griff kann man ihn dann leichter benutzen. In diesem Video kann man es sehen.
Das Video ist auf Englisch.
Die Firma L'Oréal nennt das Hilfs·mittel Hapta. Bis jetzt kann man Hapta noch nicht kaufen. Aber irgendwann im Jahr 2023 wird das Hilfs·mittel in die Geschäfte kommen.
In Paris gibt es einen großen Flughafen. Er heißt Flug·hafen Charles de Gaulle. So spricht man den Namen aus: Scharl d Gohl.
Charles de Gaulle war zweimal Präsident von Frankreich. In den Jahren 1944 bis 1946. Und dann noch mal von 1959 bis 1969. In dieser Zeit war er der Chef der französischen Politik.
Viele Menschen in Frankreich verehren Charles de Gaulle. Darum wurde der Pariser Flug·hafen nach ihm benannt. Aber: Ab heute hat der Flughafen für eine Woche einen anderen Namen. Er heißt Flug·hafen Anne de Gaulle.
Heute ist der Tag der Menschen mit Behinderung. Anne de Gaulle hatte das Down-Syndrom. Der umbenannte Flug·hafen soll die Menschen aufmerksam machen auf die Rechte und Forderungen von Menschen mit Behinderung.