Was sind die die "Goldenen Zwanziger“?
Die "goldenen Zwanziger" sind eine Zeit·spanne in der Geschichte.
Es geht um die Zeit von 1920 bis 1929.
Viele Menschen glauben:
Es war eine besondere Zeit.
Der 1. Welt·krieg dauerte bis 1918.
Das heißt: In den Zwanziger Jahren war er gerade vorbei.
1933 kamen die Nazis an die Macht.
Einige Jahre später begann der 2. Welt·krieg.
In der Zeit zwischen den beiden Welt·kriegen war Frieden in Europa.
Kunst und Kultur waren in dieser Zeit sehr wichtig.
Viele Menschen wollten frei leben.
Sie zogen in die Groß·stadt.
In den großen Städten veränderte sich das Zusammen·leben der Menschen.
Mehr Frauen gingen arbeiten und verdienten eigenes Geld.
Sie konnten selbständig leben.
Ohne einen Ehe·mann.
Das konnte man auch an der Mode sehen.
Die Mode für Frauen wurde praktischer und bequemer.
Sie war besser für einen Alltag und für die Arbeit geeignet.
Auch schwule und lesbische Menschen konnten zusammen sein und zusammen feiern.
Sie wurden weniger stark verfolgt.
Viele Menschen feierten ihr Leben.
Nachts in Bars und Clubs.
Die Regeln waren weniger streng.
Aber:
Das galt nicht für alle Menschen.
Auf dem Land gab es diese großen Veränderungen nicht.
Und auch in dieser Zeit gab es viele arme Menschen.
Sie waren arbeitslos oder verdienten sehr wenig Geld.
Diese Menschen konnten nicht mit·feiern.
Und nicht alles war "golden" in dieser Zeit.
Es waren auch unruhige Zeiten.
Vor allem in der Politik.
Aber auch in anderen Lebens·bereichen.
Die "Goldenen Zwanziger“ waren nur eine kurze Zeit.
Im Jahr 1929 endeten sie.
In dem Jahr gab es eine schwere Wirtschafts·krise.
Viele Menschen haben viel Geld verloren.
Sie lebten in Armut.
Viele Firmen gingen pleite.
Der politische Druck wurde größer.
Die Zeit des Feierns war vorbei.
Dieser Text ist entstanden für das Programm·heft von "Grenzenlos Kultur" in Mainz 1926.



