Ärger um Werbung für ein Musik-Festival

In dieser Woche gab es ein Musik-Festival in Horb.
Horb ist eine kleine Stadt im Schwarz-Wald.

3 Tage lang gab es Konzerte.
Menschen konnten auf einem Zelt-Platz übernachten.
Und sie haben zusammen Musik gehört.

Das Musik-Festival heißt „Horb macht Liebe!“.
Hier kann man lesen:
Welche Bands haben bei dem Festival Musik gemacht?

Besucher und Besucherinnen vor der Bühne beim Mini-Rock-Festival

Besucher und Besucherinnen vor der Bühne beim Mini-Rock-Festival, Bild: Pressefotos Mini-Rock-Festival, David Sattler

Vor dem Festival gab es Werbung.
Es wurden Plakate aufgehängt.
Damit viele Leute zum Festival kommen.

Auf den Plakaten waren küssende Menschen.
Weil das Festival „Horb macht Liebe!“ heißt.
Es gab 3 Plakate.
Auf einem Plakat küssen sich ein Mann und eine Frau.
Auf einem Plakat küssen sich 2 Männer.
Und auf einem Plakat küssen sich 2 Frauen.

Martin Raible ist Politiker in Horb.
Er gehört zur Partei „Unabhängige Liste Horb“.
Er findet die Plakate nicht gut.
Er sagt:
„Ich dulde schwule und lesbische Paare, sehe dies aber nicht als normal an.
Warum das gegenüber den Kindern an den Schulen mit der Mini-Rock-Werbung als normal dargestellt und auch noch glorifiziert wird, ist mir unverständlich.“

Die Macher vom Festival finden nicht gut, was Martin Raible sagt.
Sie sagen:
„Uns geht’s um Musik, ums Feiern, ums Leben und auch um die Liebe.
Wir haben keinen Bock auf Rassismus, Homophobie und Gewalt.
Eigentlich dachten wir, dass das im Jahr 2017 selbstverständlich sein sollte.
Ist es leider nicht.“

Damit meinen sie: Alle sollen beim Festival zusammen feiern.
Egal, wen sie lieben.
Sie finden nicht gut, wenn jemand Vorurteile gegen-über Schwulen und Lesben hat.

Martin Raible sagt auch:
„Selbstverständlich sollen sich die Menschen lieben!
Nur wissen wir auch, dass in den Tagen nach den letzten Mini-Rock-Festen massiver Bedarf an der Pille danach vorhanden war.“

Damit meint er:
Viele Menschen haben bei dem Festival Sex.
Sie benutzen kein Kondom.
Danach sind viele Frauen schwanger.
Sie nehmen die Pille danach.
Damit die Ungeborenen nicht zur Welt kommen.

Viviana Weschenmoser gehört zur Partei SPD.
Sie sagt: Es stimmt nicht, was Martin Raible sagt.
Sie findet: Er ist kein gutes Vorbild.
Und sie sagt:
„Auch in Horb stehen die Uhren nicht still.
Wer zärtlich zueinander ist, wer zu-einander hält und füreinander Verantwortung übernimmt darf lieben.
Ich bin empört über die scham.losen Aussagen.
Horberinnen und Horber, macht Liebe – mit wem ihr wollt!“

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