Stein-Würfe auf Polizei-Autos

In Berlin wurden 5 Polizei-Autos angegriffen.
Jemand hat Steine darauf geworfen.
Während die Autos gefahren sind.

Die Polizei-Autos wurden schwer beschädigt.
Ein Polizist wurde verletzt.
Am Auge und im Gesicht.

Ein Polizei-Auto

Ein Polizei-Auto, Bild: www.pixabay.com

Die Polizei Berlin schreibt über diese Angriffe bei Facebook.
Sie schreiben über ihre Arbeit bei der Polizei.
Und sie schreiben, wie es sich anfühlt, wenn jemand mit Steinen wirft:

 

+++ In unseren Fahrzeugen befinden sich Menschen +++

Unbekannte haben vergangene Nacht mehrfach Steine auf Polizei-Autos geworfen.
Das stellt einen Angriff dar, zu dem wir den Tätern aber auch der Öffentlichkeit etwas zu sagen haben…

Unsere Kolleginnen und Kollegen sind auf der Straße für jeden von Ihnen rund um die Uhr da.
Ihre Aufgaben sind vielfältig.
Um nur einige Beispiele zu nennen: Sie helfen, trösten, trauern, (be-)schützen, passen auf und hören zu.
Aber sie schlichten auch Streits, sorgen Nachts für Ruhe, überprüfen, kontrollieren, finden klare Worte, wo diese angebracht sind und nehmen fest.
Natürlich machen sie sich dabei auch bei dem Einen oder Anderen unbeliebt.
Das ist quasi Berufs-Risiko und gehört ebenso wie der Dank vieler Berlinerinnen und Berliner zum Dienst dazu.
Was jedoch gar nicht geht, sind feige Übergriffe, wie in der letzten Nacht.

Dort wurde zunächst gegen 2 Uhr ein Fahrzeug unseres Zentralen Objekt-Schutzes während einer Streifen-Fahrt in der Köpenicker Straße in Höhe der Adalbert-Straße mit Steinen beworfen.
Als wenige Minuten später die alarmierten Funk-Wagen eintrafen, prasselten erneut Steine nieder und trafen die Autos unserer Kolleginnen und Kollegen.
Ein Angestellter des Objekt-Schutzes wurde bei dem Angriff leicht verletzt.
Die Täter flüchteten anschließend und blieben bislang unerkannt.
Insgesamt wurden fünf Polizei-Autos stark beschädigt.
Der Polizeiliche Staats-Schutz unseres LKA [Abkürzung: Landes-Kriminal-Amt] ermittelt.

Wir wünschen dem Kollegen des Objekt-Schutzes gute Besserung und möchten noch eines mit auf den Weg geben:

Die Polizistinnen und Polizisten leisten eine harte Arbeit.
Sie haben es nicht leicht.
Die vielen Über-Stunden, wechselnde Dienste – auch an Wochenenden und in der Nacht, unvorhersehbare Alarmierungen, von all dem können auch die Familien und Angehörigen zur Genüge berichten.
Ja richtig. Angehörige.
Die zu Hause darauf hoffen, dass Sie gesund nach Hause kommen.
Denen Sie in die Augen sehen müssen und erklären, weshalb Sie es „mal wieder nicht rechtzeitig zum Abendbrot schaffen“ oder „warum sie auf der Geburtstagsfeier von XY mal wieder fehlen werden“.
Polizistinnen und Polizisten sind Männer und Frauen, Väter und Mütter, Freundinnen und Freunde, die sich für diese Entbehrungen bei der Berufswahl entschieden haben.
Wofür Sie sich jedoch nicht entschieden haben – und was sie sich auch nicht gefallen lassen müssen, sind solche feigen Angriffe.

Sorry für diesen langen Text.

Kommen Sie gut und sicher durch den Sonntag.
Wenn was ist – unsere Kolleginnen und Kollegen sind für Sie da.

Liebe Grüße vom Social Media Team der Polizei Berlin

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